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17. Juni 1953 pfeil1.gif (1042 Byte)
Tempelhofer Feld und Moschee pfeil1.gif (1042 Byte)
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für Quereinsteiger
pfeil.gif (272 Byte) Fotoarchiv
  
pfeil.gif (272 Byte) Großer Stern - Siegessäule
pfeil.gif (272 Byte) Strandbad- und Bahnhof Wannsee
            
Berliner Rathaus (Rote Rathaus) in Berlin-Mitte
Das Berliner Rathaus - "Rote Rathaus" - am bisher namenlosen Platz in der "City Ost".

1861 - 1869 nach Entwürfen von Hermann Friedrich Waesemann (* 1813; † 1879) im modernisierten romanischen Stil
als eine Mehrflügelanlage im Rundbogenstil aus roten Backstein - von den Ziegeleien aus Rathenow - erbaut,
deshalb auch "Rotes Rathaus" genannt - unabhängig von den dort gerade regierenden Parteien.

Vorbild für die Architektur des Turms, ca. 97 m hoch, waren die Türme der Kathedrale von Laon in Frankreich.
Die erste Ratssitzung in dem Neubau fand am 30. Juni 1865 statt und am 6. Januar 1870 tagte auch
die Stadtverordnetenversammlung erstmals hier.



 
Blick von der Berliner Domkuppel
Blick vom Außenrundgang der Berliner Domkuppel.
Rotes Rathaus, Altes Stadthaus am Molkenmarkt und die Nikolaikirche.

Bis 1945
war das Rathaus Sitz der Stadtverordnetenversammlung und des Oberbürgermeisters von Groß-Berlin.
Im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, 1951 - 56 wurde es wieder aufgebaut.
Bis 1990 war es dann Sitz der Ost-Berliner DDR-Stadtverordnetenversammlung und des
Oberbürgermeisters von Ost-Berlin.

Der Vorgängerbau des Roten Rathauses, die Gerichtslaube aus der Zeit um 1300, stand hier zwischen
dem Molkenmarkt, dem Ursprungsort der Stadt Berlin und dem um 1250 angelegten Neumarkt.
 Heute stehen die architektonisch wichtigsten Teile der nach drei Seiten offene Gerichtslaube
auf der Lennéhöhe im Park von Babelsberg, die von Kaiser Wilhelm I. 1871 dorthin umgesetzt wurde.


Nach der Wiedervereinigung (3. Oktober 1990),  weht auf dem Turm die Fahne mit dem

Berliner Stadtflagge
Wappen des Bundeslandes und der Bundeshauptstadt Berlin - dem Berliner Bär.

Dienstflagge der Stadt Berlin
Dienstflagge der Bundeshauptstadt Berlin.

In silbernem (weißem) Schild ist ein rot bewehrter (Tatzen) und rot gezungter (im Maul mit sechs Zähnen),
aufrecht schreitender schwarzer Bär,
nach der (Fahnen-)Stange gewendet, zu sehen.
Auf dem Schild ruht eine goldene, fünfblätterige Laubkrone, deren Stirnreif als Mauerwerk mit einem
geschlossenen Tor in der Mitte ausgestattet ist.

Standarte des Senats von Berlin
Standarte des Senats von Berlin.

1991 ist die Senatskanzlei mit dem Büro des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
aus dem Rathaus Schöneberg ins Berliner Rathaus umgezogen.

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Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918 und Neubildung der Stadt Berlin 1920
wurde der Berliner Bär als Wappentier frei und neu gestaltet zum
Wahrzeichen des republikanischen Berlins.

Am 22. März 1280 ist er auf einem Gildebrief der Berliner Kürschner das erste Mal
urkundlich abgebildet, mit dem Hinweis "Ich bin das Siegel der Bürger von Berlin".



Muehlendammschleuse und Historischer Hafen in Berlin-Mitte
Einfahrt in die Mühlendammschleuse an der Fischerinsel, rechts der Historische Hafen.

Im Hintergrund das Märkische Museum, mit dem Spitzdach und roten Turm, der sogar das Berliner Stadtschloss überragt.




Historischer Hafen Berlin
Der "Historische Hafen Berlin" an der Mühlendammschleuse / Fischerinsel.


Die Berlin-Brandenburgische Schifffahrtsgesellschaft e. V., ist ein gemeinnütziger Verein zur Erhaltung und Förderung
der historischen Binnenschifffahrt und betreibt seit 1994 den Historischen Hafen Berlin.





Historischer Hafen in Berlin - Fischerinsel
Im "Historischer Hafen" liegen alte Dampfschlepper, -eisbrecher und Motorschiffe vor Anker,
auf denen Veranstaltungen stattfinden, sowie ein Schiffs-Museum mit Ausstellungen
und Restaurant vorhanden ist.




Märkisches Museum - Eingang mit dem Roland
Der Eingang vom Märkischen Museum.

Daneben steht die Rolandstatue, eine Kopie von 1905 aus der Stadt Brandenburg an der Havel,
wo das Original von 1474 vor dem Altstädtischen Rathaus aufgestellt wurde.

Der Roland ist ein Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert (Richtschwert) und gilt als Sinnbild der Stadtrechte.

Links daneben sind zwei Glocken der Berliner Glockensammlung zu sehen.

Zu erreichen ist das Museum vom
U-Bahnhof Märkisches Museum (U 2), der ganz in der Nähe liegt oder
dem
U+S-Bahnhof Jannowitz Brücke (U 8 + S 5 / S 7).


Im Märkischen Museum ist jetzt auch die Sammlung des Stadtmuseums Berlin integriert,
das vormals im "Kollegienhaus" - "Altes Kammergericht" - heutiges "Jüdische Museum",
aufgrund der damaligen Berliner Stadtteilung in (West-)Berlin untergebracht war.




Märkische Museum in Berlin - Rückfront
Das Museum ist Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin,
Landesmuseum für die Kultur und Geschichte Berlins und vom Köllnischen Park umgeben.

1896 begannen die Bauarbeiten, die 1904 abgeschlossen waren.
Erst 1908, zwölf Jahre nach Baubeginn, konnte das fertig eingerichtete Gebäude übergeben werden.

Das Gebäude wurde von dem Architekten und Stadtbaurat Ludwig Hoffmann (* 1852; † 1932) geplant.

Das
städtebauliche Ensemble im Stil des Wilhelminischen Historismus übernimmt in seinem inneren
und äußeren Erscheinungsbild Architekturvorbilder Norddeutschlands und der Mark Brandenburg.

Das Konzept des Architekten bestand darin, schon in der Architektur des Gebäudes anzudeuten,
was im Inneren gezeigt werden sollte.

Die
Sammlungen dokumentierten die Entwicklung der Mark Brandenburg über die Jahrhunderte hinweg,
also schuf Hoffmann einen Komplex höchst unterschiedlicher Gebäudeteile,
die sich auf bestimmte Vorbilder aus verschiedenen historischen Epochen bezogen.

Eine Fassade (links) ist mit der norddeutschen Backsteingotik der

St. Katharinenkirche Brandenburg
 Hallenkirche St. Katharinen
in der Stadt Brandenburg an der Havel nachempfunden worden.





Märkische Museum am Köllnischen Park
Vor dem Museum wurde 1939 zu Ehren des Berliner Bären die Bärenanlage im Köllnischen Park eingeweiht,
die heute unter Denkmalschutz steht, aber mit ihren 480 Quadratmeter Fläche nicht mehr einer artgerechten
Tierhaltung entspricht und in dem seit Oktober 2015 auch keine Bären mehr leben und unbewohnt ist.

 
       
Berliner Bär im Bärenzwinger am Köllnischen Park     Berliner Bären im Bärenzwinger am Köllnischen Park
Der männliche Braunbär Tilo, linkes Foto, musste wegen einer Erkrankung an Lymphknotenkrebs
im April 2007 eingeschläfert werden.
Er ist nur 17 Jahre alt geworden.
 
Leider ist auch die Braunbärin Maxi im August 2013 verstorben.
Sie wurde 27 Jahre alt.
 
Nach Beschluss des Bezirksamts Mitte und dem Verein Berliner Bärenfreunde e.V.
hatte nun das "Amt" der Stadtbärin die älteste Bärendame Schnute übernommen.

Die chronisch-degenerativen Erkrankungen des Gelenkapparates und der schlechte Allgemeinzustand der Bärin waren
nicht mehr therapierbar, deshalb
ist sie am 11. Oktober 2015 von ihrem Leiden erlöst und eingeschläfert worden.
Sie wurde 34 Jahre alt .
       

Die Namen der Braunbären lauteten:
  

Schnute

 * 18.01.1981
† 11. Oktober 2015

Maxi


 
* 14.01.1986
† 23. August 2013

Tilo

 
* 08.01.1990

12. April 2007

Was jetzt mit dem Bärenzwinger geschieht, hat der Bezirk Mitte noch nicht entschieden.
Die "Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V." schlägt ein begehbares Mahnmal für den Tierschutz vor.


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Neue (Alte) Stadthaus am Molkenmarkt
Das Alte Stadthaus, ein repräsentatives Verwaltungsgebäude mit großem Walmdach,
am Molkenmarkt, hinter dem Roten Rathaus.

Am Molkenmarkt war einst das Zentrum der alten Kaufmannssiedlung Berlin.

1902 bis 1911 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann (* 1852; † 1932)

als Vierflügelanlage auf leicht trapezförmigem Grundriss errichtet.
Es wurde
für die Berliner Stadtverordneten als zusätzliches Gebäude zum Roten Rathaus nötig,
zur Beherbergung einiger Abteilungen des Groß-Berliner Magistrats, sowie eines Festsaales erbaut.
Der Turm mit der Glücksgöttin "Fortuna" auf der Spitze, erreicht die stolze Höhe von ca. 101 m.

Der Berliner Stadtbaurat Hoffmann prägte von 1896 bis 1924 maßgeblich die kommunale
Bautätigkeit. Er schuf das Märkische Museum, das Rudolf-Virchow-Krankenhaus sowie die
Heilanstalten und Krankenhäuser in Berlin-Buch.
Nach seinen Entwürfen entstanden zahlreiche öffentliche Gebäude und Anlagen,
Badeanstalten, Brücken, Denkmale, Feuerwachen, Schulen und Verwaltungsgebäude.
Er vollendete auch den Bau des Pergamonmuseums.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude ab 1945 Sitz des ersten Nachkriegsmagistrats.
Dann hatte hier der Ministerpräsident der ehemaligen DDR und der DDR-Ministerrat
bis 1990 seinen Amtssitz, der das Gebäude in Altes Stadthaus umbenannte.


Heute dient es der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Die Restaurierungsmaßnahmen am Alten Stadthaus in Berlin-Mitte wurden an der
Hauptfassade bereits 2006 abgeschlossen und auch die kupferne, 300 kg schwere

Glücksgöttin Fortuna auf dem "Alten Stadthaus" in Berlin

  Figur der "Fortuna" als höchste Freiplastik der Stadt Berlin
ist bereits am 2. September 2004 auf der Kuppel des Turms wieder aufgestellt worden.

Turm des "Alten Stadthauses" in Berlin.
1951 verschwand diese Statue, konnte aber durch eine Spende von 125.000 Euro
des
Kunstmäzen und Unternehmers Peter Dussmann (* 1938; † 2013) nachgebildet werden.


Aufnahme von der Turmkuppel der Parochialkirche, die hinter dem Alten Stadthaus steht
- Archiv: Berlin-Seite Teil 1 -
oder hier anklicken.



 
Neptunbrunnen in Berlin-Mitte
Berlins schönster Brunnen, der Neptunbrunnen, wurde 1891 nach einem Entwurf
Reinhold Begas
(* 1831; † 1911) von  Johannes Götz (* 1865; † 1934) gestaltet.

Auch Erbauer des Schillerdenkmals vor dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt und
des Bismarck-Nationaldenkmals am Großen Stern im Tiergarten.

Mit seinem weitesten Durchmesser, des Brunnenbeckens aus roten polierten Granit,
von 18 m und einer Höhe von ca. 10 m, zählt er zu den größten bildkünstlerischen
Brunnenanlagen der Welt und gilt als Hauptwerk von Begas und Götz.

Neptun
wird unter anderem von vier weiblichen Figuren umringt,
die Rhein (mit Fischnetz und Weintrauben), Elbe (mit Ähren und Früchten),
Oder (mit Ziege und Fell) und Weichsel (mit Holzklötze - Symbol für Wälder) darstellen.

Der Volksmund spricht auch von
"den einzigen Berlinerinnen, die den Rand halten können".



Neptunbrunnen mit Tritonen in Berlin Mitte
Neptun (antiker römischer Meergott) wird von vier mächtigen Tritonen (Meergott der griechischen Mythologie)
nach Art der Zentauren (
ein Mischwesen aus Pferd mit Menschenkopf) auf einer riesigen Muschel getragen.
 

 
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Der Brunnen war ein Geschenk des Berliner Magistrats an Kaiser Wilhelm II. (* 1859; † 1941).
Bis 1951 stand er auf dem Schlossplatz, zwischen dem Berliner Stadtschloss und dem Marstall.
Nach Reparaturen bzw. Neuguss der Bronzefiguren wurde er 1969 in die Parkanlage
vor dem Roten Rathaus aufgestellt. Er steht heute unter Denkmalschutz.

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Der Dreizack des Meeresgottes Neptun, im Volksmund auch Forke genannt,
veranlasste damals die Berliner, den Brunnen spöttelnd Forckenbecken zu nennen,
in Anlehnung des Namens vom damaligen Oberbürgermeister Berlins (1878 - 1892),
Maximilian F. A. von Forckenbeck (* 1821; † 1892)

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Die evangelische Marienkirche
mit ihrer wertvollen marmornen Barock-Kanzel von
Andreas Schlüter
(* 1659; † 1714) befindet sich an der Karl-Liebknecht-Straße,
am Fuße des Fernsehturmes in Berlin-Mitte, in der Nähe des Alexanderplatzes.



 
Die Urania-Weltzeituhr am Alexanderplatz in Berlin
Die 10 m hohe und 16 t schwere "Urania - Weltzeituhr" - 1969 auf dem Alexanderplatz aufgestellt,
ist der beliebteste Treffpunkt in Berlin-Mitte.

Sie steht auf einem Steinmosaik in Form einer Windrose. In jedem der 24 Segmente der Uhr sind verschiedene
Länder schematisch dargestellt und 148 Städte aufgelistet, für die die jeweilige Zeitzone gilt.
Ein Stundenring dreht sich durch diese Zeitzonen und zeigt somit die aktuelle Zeit in allen Zeitzonen der Welt an.
Über der Weltzeituhr dreht sich eine vereinfachte Darstellung des Sonnensystems mit ihren Planeten und Bahnen
einmal pro Minute um sich selbst.


Der Entwurf stammt von Erich John (* 1932), der damals Dozent an der Hochschule
für bildende und angewandte Kunst in Ost-Berlin war.
1997
wurde die Uhr unter der Leitung
von Hans-Joachim Kunsch (* 1930) saniert.


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Der Ursprung des Alexanderplatzes ist ein Viehmarkt, der dort noch bis in das 19. Jahrhundert vor dem
Georgentor
(bis 1701 - danach Königstor), außerhalb der Berliner Stadtmauer stattfand.

Er wurde nach der Errichtung der Zollmauer und nach dem 1746 abgerissenen Königstor in der
Berliner Festungsmauer, Königsplatz genannt.

Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde der südliche Teil des Marktes als Exerzierplatz genutzt und
der Platz bekam den Namen Paradeplatz.
 

Seinen Namen Alexanderplatz erhielt er am 25. Oktober 1805 während eines Besuchs von Zar Alexander I. in Berlin.


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Brunnen der Völkerfreundschaft auf dem Alexanderplatz in Berlin
Neben der Weltzeituhr ist vor allem der "Brunnen der Völkerfreundschaft" auch ein beliebter Treffpunkt
auf dem Alexanderplatz
.
 
In einem zweistufigen, 23 m Durchmesser runden Brunnenbecken sind 17, bis zu 6,30 m hohe
rhombenförmige, mit Wasserkronen ausgestattete Schalen spiralförmig angeordnet.


Er wurde 1970 nach einem Entwurf von Walter Womacka (* 1925; † 2010) erbaut.




 
Fernsehturm am Alex     Alex-Telekugel     Tele Spargel
Fernsehturm (auch Telespargel, Protzkeule, Ulbrichts Kathedrale oder Biss-Mark-Turm genannt)
am Alexanderplatz (Alex), zwischen 1965 und 1969 nach
Entwürfen von Fritz Dieter (* 1931; † 2002) und Günter Franke (* 1935; † 2011) sowie
mit der künstlerischen Beratung von Hermann Henselmann (* 1905; † 1995) erbaut.
 

Die unterhalb des Turms gelegenen Pavillonbauten wurden nach Plänen von
Walter Herzog (* 1936), Heinz Aust (* 1927) und Rudolf Heider (* 1931; † 2010)
bis 1972 fertig gestellt.

Er ist das höchste Gebäude Berlins mit einer Gesamthöhe von ehemals 365 m, nach dem
Mauerfall saniert - mit neuer höheren Antenne versehen - jetzt
368 m, der dritthöchste und
einzige Fernsehturm Europas, der mitten in der Stadt steht
.

Die Höhe hatte, so sagt die Legende, Walter Ulbricht festgelegt, damit jedes Schulkind
sie sich merken könne:  365 Meter, so viele wie das Jahr Tage hat.

In Verbindung mit der damals nahe liegenden Pracht- und Paradestrasse Karl-Marx-Allee (Stalinallee)
- fast vom Alex, über den Strausberger Platz bis Frankfurter Tor -
später auch mit dem
Palast der Republik am Alex, entstand hier ein weithin sichtbares,
repräsentatives DDR-Bauwerk für den sozialistischen Teil Deutschlands im ehemaligen Ost-Berlin.


In der 32 m Durchmesser großen Kugel in 207 m Höhe, befindet sich ein
Telecafé - Rundum - Aussichtsrestaurant mit 200 Plätzen,
welches sich in 60 min, zweimal um die eigene Achse dreht.

Zu DDR-Zeiten drehte es sich nur einmal in 60 min, deshalb wird auch heute diese Umdrehung
des Restaurants als Turbo-Kapitalismus bezeichnet - wurde aber 2014 wieder auf 60 min umgestellt.

Herzlichen Dank an Herrn Guber aus Berlin-Friedrichsfelde, für folgende Information:

Der Fernsehturm wurde von den Ost-Berlinern manchmal auch "Biss-Mark-Turm" genannt:
"Jeder Biss ´ne Mark", bezogen auf die damals höheren Preise im Turm-Restaurant.


Öffnungszeiten:     März bis Oktober tägl. von 9 bis 24 Uhr
                                        November bis Februar tägl. von 10 bis 24 Uhr


Hinweis:  Aus Sicherheitsgründen ist der Zugang für Behinderte,
              die auf den Rollstuhl angewiesen sind, nicht möglich.



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Im Hintergrund des oberen, linken Fotos
(Aufnahme vom Kuppel-Außenrundgang des Berliner Doms im April 2000),
das Hochhaus Park Inn Hotel, dazwischen die Marien-Kirche neben dem Fernsehturm.

Links im Vordergrund, das ehemalige Palasthotel, zu DDR-Zeiten das " 1. Haus am Platz ",
wurde nach der Wiedervereinigung von der schwedischen Radisson-Hotel-Kette übernommen.




Dom Aquarée - Juni 2004
Der Komplex wurde abgetragen und an gleicher Stelle nach Plänen des russischen Architekten
Sergej Tchoban (* 1962) das neue Berliner Stadtquartier an der Spree (März 2004),
Dom Aquarée mit Meerwasser-Turmaquarium inmitten des neuen Radisson Blu Hotels, aufgebaut.

Das Gewässer in die Architektur mit einzubeziehen, war eine der Maßgaben bei der Neugestaltung.




Aquadom - Hotel Radisson am Tage                                  Aquadom - Hotel Radisson in der Nacht
Der AquaDom ist das weltweit größte freistehende Turm-Aquarium, in dem man mit einem doppelstöckigen Panoramalift
durch 1 Mio. Liter Wasser gleiten und die exotischen Meerwasserbewohner bestaunen kann.

Hier die Ansicht aus der Lobby, der "Atrium Bar" des Hotels.

Website des Radisson Blu Hotels Berlin
http://www.radissonblu.de/hotel-berlin/videos/domlounge-video



 
S- und Fernbahnhof Friedrichstrasse in Berlin-Mitte
Der modernisierte S- und Fernbahnhof Friedrichstraße,
vor dem Mauerfall der einzige "Ein- und Auseise
S-Bahnhof" nach Ost-Berlin in die DDR.

Rechtes Ufer der Spree - das Reichstagufer, links - der Schiffbauer Damm.
 
 
Von dieser Sicht aus, hinter dem Bahnhof, steht noch immer das ehemalige DDR- Zollkontrollgebäude,
in dem viele "Besucher aus dem Westen"
     
Tränenpalast - Berlin Friedrichstrasse.
nach der Verabschiedung von ihren "DDR"-Verwandten bei der DDR-Ausreise vor Leid geweint haben.

Deshalb wird das geschichtsträchtige Gebäude bis heute als "Tränenpalast" bezeichnet.

Damals:
 DDR-Tagesbesuch bis 24:00 Uhr -
"Eintrittsgeld" 25,00 DM/Person für den Umtausch 1:1 in DDR-Mark.

Nach der "Wende" wurde es ein Haus für kulturelle Veranstaltungen.

17 Jahre nach der Wiedervereinigung sollte es abgerissen werden.
Nun ist doch noch eine Rettung für dieses Haus möglich gewesen und
wird als "Teil des Mauermuseums" erhalten bleiben.

Diese Auflage, zum Erhalt des Gebäudes, bekam der neue Grundstückseigentümer, der hier - hinter dem Bahnhof -
ein 10 Etagen Geschäftshaus auf dem Filetgrundstück am Bahnhof Friedrichstraße ab 2007 errichtet hat (vorherige Foto) .



 
Der Admiralspalast und das Kabarett Distel am S-Bahnhof Friedrichstrasse
Der "Admiralspalast" und das "Kabarett-Theater DISTEL" (rechts) in der Friedrichstrasse,
direkt am
S- und Fernbahnhof Friedrichstrasse.

Der Admiralspalast, zu DDR-Zeiten "Metropol Theater" wurde nach gründlicher,
denkmalgerechter Restaurierung im August 2006 wieder eröffnet.


Ein traditionsreicher Multifunktionsort (im "Hinterhof"), mit Theater, Comedy und Chansons.

Es gehört zu den wenigen großen Vergnügungsstätten des "alten Berlin", aus den Anfängen des
zwanzigsten Jahrhunderts (1911), die den Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört überlebt haben.
Hier hat sich seit 2008 auch das "Jüdische Theater Bimah Berlin" (links) etabliert.


Das Kabarett-Theater DISTEL, das 2013 sein 60jähriges Jubiläum feierte,
ist das größte Ensemble-Kabarett Deutschlands.
Mit ihrer politischen Satire - in der Nähe zum Reichstagsgebäude und Kanzleramt
gelegen, ist es für sie ein Anreiz, der scharfe "Stachel am Regierungssitz" zu sein.



 
In der Nähe des S- und U-Bahnhofs Friedrichstraße, ca. 350 m links vom Schiffbauer Damm entfernt,
bzw. U-Bahnhof Oranienburger Tor, befindet sich der Friedrichstadtpalast in der Friedrichstraße.

Friedrichstadt Palast
In Paris gibt es das "Folies Bergère", in Berlin den Friedrichstadtpalast.

Der neue Friedrichstadtpalast wurde 1981-1984 nach Plänen mehrerer Architekten unter der Leitung
von Walter Schwarz (Lebensdaten nicht bekannt) im modernen DDR-Plattenbau errichtet.
Er birgt neben modernster Bühnentechnik Platz für über 1800 Zuschauer.
Das größte Revuetheater Europas trägt einen traditionsreichen Namen.

Der berühmte Vorgängerbau stand ganz in der Nähe vom "Berliner Ensemble" und war 1869
als erste Markthalle Berlins errichtet worden, ab 1874 wurde er zum Zirkusgebäude.
1919 übernahm der Theatermann Max Reinhardt (* 1873; † 1943) das Haus, 1924 zog
Erik Charells (* 1894; † 1974) Revuetheater ein, ab 1933 erhielt es den Namen
"Theater des Volkes", mit dem Schwerpunkt Berliner Operette.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Gebäude als Unterhaltungstheater schon 1945
wieder in Betrieb genommen werden.

Grundwasserschwankungen bereiteten dem auf Holzpfählen in den Märkischen Sand
gebauten großen Traditionshaus ein Ende.
Aufgrund der morschen Pfähle musste der alte Friedrichstadtpalast 1980 seine Pforten
schließen, 1986 erfolgte der Abriss.

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Die Friedrichstraße wurde nicht nach Friedrich II. ( Der Alte Fritz ) benannt,
sondern nach seinem Großvater König Friedrich I.

Kurfürst Friedrich III. krönt sich am 18. Jan. 1701 in Königsberg als Friedrich I.
zum König in Preußen.

Die Stadt wurde 1255 durch deutsche Ordensritter gegründet und war bis Ende des
Zweiten Weltkrieges die Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen.
Heute heißt sie Kaliningrad und ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes
(Förderationseinheit),
einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee.

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ARD-Hauptstadtstudio am Reichstagufer
Das ARD-Hauptstadtstudio am Reichstagufer - rechts der Schiffbauer Damm mit
kurzzeitigen Ankerplätzen für Berlinbesucher, die mit ihrer Yacht angereist sind.

Es steht in direkter Nähe zum Reichstagsgebäude und zu den Bundestagsbauten.
Für politische Nachrichten hat es den attraktivsten Platz in der Bundeshauptstadt Berlin.



 
Blick vom Bhf. Friedrichstr.
Hier der Blick vom S-Bahnhof Friedrichstraße mit der Sicht zum Reichstagsgebäude,
über die Spree und "Marschallbrücke" (Erneuerung von 1997-99).
Der ganze "Stolz", die neue gläserne Besucher-Kuppel (Glas-Ei) auf der Dachterrasse.

Die Brücke wurde zu Ehren des Generalfeldmarschalls Blücher
(*1742; 1819) so benannt, der maßgeblich
zum Sieg der preußischen Truppen in der Völkerschlacht bei Leipzig (16. - 19. Oktober 1813) beigetragen hat.

Während der Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) befand sich auf der Brücke eine Barrikade
des Berliner Märzaufstandes von 1848 gegen
die Truppen des Königs, woran eine (schlecht lesbare) Gedenktafel erinnert.

Bei der Märzrevolution 1848 kämpfte auch der große Arzt und Sozialpolitiker
Rudolf Virchow (*1821; † 1902) auf Seiten der Demokraten und war einer
der Verteidiger der Barrikade auf dieser Brücke.

 


Siegessäule - Grosser Stern - in Berlin.
Siegessäule im Bezirk Tiergarten, auf dem Großen Stern.

Oberhalb des Sockels der Siegessäule aus poliertem roten Granit, befindet sich eine Säulenhalle
deren
Umgang von 16 toskanischen Säulen getragen wird.

Aussichtsplattform in 50,66 m Höhe
, über eine Wendeltreppe mit 285 Stufen im Innern erreichbar.
Darüber die 35 t schwere und 8,30 m hohe vergoldete römische Siegesgöttin Viktoria (auch Victoria)
auf einem hohen Tonnensockel
- die heutige Gesamthöhe beträgt, einschließlich der Statue 66,89 m.


F
rühere Bezeichnung der Statue "Borussia", Frauengestalt als Sinnbild Preußens.
Im Berliner Volksmund "Goldelse" genannt, von dem Bildhauer Friedrich Drake (* 1805; † 1882) erschaffen.

Wilhelm I. beauftragte 1864 den Baumeister Strack mit der Planung des Monuments, das mit Beutestücken
aus siegreichen Feldzügen geschmückt werden sollte.
Der Säulenschaft erinnert an ein Kanonenrohr und wurde mit 60 erbeuteten, dann vergoldeten Geschützrohren
in die senkrechten Rillen am Säulenschaft (Kanneluren) angebracht
.

1873
wurde die Siegessäule nach Plänen von Heinrich Strack erbaut, anlässlich der für Preußen
siegreichen Kriege gegen Dänemark 1864,
Österreich 1866 und Frankreich 1870/71.

Ursprünglich die drei Kriege symbolisierend, sind die drei Trommeln und die krönende Bronzeskulptur der Viktoria
auf dem damaligen Königsplatz - heute Platz der Republik - vor dem Reichstagsgebäude erbaut worden.

Bis 1938 stand die Siegessäule auf dem ehemaligen Königsplatz, vor dem Reichstagsgebäude.
Ihr gegenüber stand das Bismarck-Nationaldenkmal.

Im Rahmen der Umbauarbeiten für die "Ost-West-Achse" versetzten die Nationalsozialisten die Säule
auf den Großen Stern.
Die vierte Trommel wurde nach der Umsetzung der Säule 1938 bis 1939 zur monumentalen Wirkung hinzugefügt,
die Kannelierungen erhielten vergoldete Girlanden.




Torhaus, der Tunneleingang zur Siegessäule am Großer Stern.

Der Mittelplatz des Großen Sterns kann über Fußgängertunnel unterhalb der Fahrbahn erreicht werden.
Der Tunnelausgang befindet sich auf dem Mittelplatz - im oberen Foto der Siegessäule, rechts unten.


Die vier
- am Platz/Straßenrand - verteilten und im Jahre 1941 fertig gestellten neoklassizistischen
tempelartigen
Torhäuser,
mit den Platz-Umfassungsmauern, bieten den Zugang zu diesem Tunnel.

Der Regierungsbaurat Johannes Huntemüller (Lebensdaten nicht bekannt - ca. * 1875; 1950 ?)
hat diese Torhäuser entworfen.

Das Foto zeigt das Torhaus A, neben dem ein kleines "Cafe Viktoria" den Besuchern Getränke und Imbisse anbietet.




Säulenhalle der Siegessäule am Großen Stern.
An der runden Innenwand der Säulenhalle, mit den toskanischen Säulen, hat der Historienmaler Anton von Werner
("Wirklicher Geheimrat" mit dem Prädikat "Excellenz" - * 1843; † 1915)

 das Glasmosaik deutsche Einheit "Kaiserproklamation" und


Glasmosaik an der runden Innenwand der Säulenhalle-Siegessäule
das Glasmosaik “Erhebung des Volkes – Auszug der Soldaten“ sowie
die "Verbrüderung der deutschen Stämme" geschaffen.




Bronzerelief am Sockel der Siegessäule
Am quadratischen Sockel aus rotem polierten Granit zeigen Bronzereliefs von dem
Bildhauer Alexander Calandrelli
(* 1834; † 1903)
Szenen aus den Befreiungskriegen.

Allein am 18. April 1864
verloren fast 1.700 dänische und über 1.200 preußische Soldaten beim Angriff
der "Erstürmung der Düppeler Schanzen"
in der Nähe von Sønderborg in Süd-Dänemark
ihr Leben.

Einige Figuren dieses Reliefs lassen sich als historische Personen identifizieren:

In der Mitte, der sterbende Pionier Oberleutnant Heinrich Lommatzsch (* 1837; † 1864),
Fahnenträger beim Angriff der "Erstürmung der Düppeler Schanzen" im Deutsch-Dänischen Krieg (1864).

Der mit gezogenem Degen anstürmende preußische Generalmajor Eduard von Raven (* 1807;  1864),
der ebenfalls nach einer Verwundung beim "Sturm auf die Düppeler Schanzen" starb.



 
Grabstelle Pionier Oberleutnant Heinrich Lommatzsch.   
Oberleutnant Heinrich Lommatzsch wurde nach Berlin zurückgebracht und dort
auf dem "Friedhof Dreifaltigkeit II" in Kreuzberg an der Bergmannstrasse
begraben, wo sein Grabmal noch heute existiert - Fotos: August 2017.

Heinrich Lommatzschs Grabmal, das aus rotbraunem Sandstein gearbeitet ist,
besteht aus einem quadratischen Sockel mit Inschrift, auf dem eine große,
kannelierte und abgebrochene Säule steht.



 
Blick nach Berlin-Mitte von der Siegessaeule
Ausblick von der oberen Besucherplattform der Siegessäule (Großer Stern) zur "City Ost",
über den Großen Tiergarten, entlang der Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor nach Berlin-Mitte.

Folgende Bauten von links gesehen:

Das Reichstagsgebäude, Park Inn Hotel (Radisson), Internationale Handelszentrum, der Telespargel,
Berliner Dom, das Rote Rathaus, davor noch der Palast der Republik (bis 2006), das Brandenburger Tor,
Hotel Adlon, dahinter der Turm vom Alten Stadthaus sowie die Kuppel der
St.-Hedwigs-Kathedrale, des Französischen - und Deutschen Doms am Gendarmenmarkt.

Von hier aus nicht zu erkennen, das Sowjetische Ehrenmal, eingebettet im Großen Tiergarten
an der Straße des 17. Juni,
kurz vor dem Brandenburger Tor (links).



Sowjetisches Ehrenmal im Berliner Tiergarten.
Foto: November 2008

Spuren des Zweiten Weltkrieges in Berlin, Grabstätte und Ehrenmal der Sowjetunion in Berlin-Tiergarten.
Hinter der rechten Baumgruppe erkennt man das Reichstagsgebäude.

Der am 23. August 1939 von Stalin und Hitler unterschriebene "Nichtangriffspakt" - "Hitler-Stalin-Pakt", wurde
am 22. Juni 1941 von Hitler mit dem Überfall auf die Sowjetunion - Deckname "Unternehmen Barbarossa" - gebrochen.

In knapp vier Jahren starben hierbei 40 Millionen Menschen, davon ca. 20 Millionen Russen.



Sowjetisches Ehrenmal im Berliner Tiergarten.
Foto: September 2016

Grabstätte für 2.500 sowjetische Soldaten, die im April und Mai 1945 in den Kämpfen um Berlin getötet wurden.
Zugleich Ehrenmal der Sowjetischen Armee für den Sieg - am 9. Mai 1945 - über den Nationalsozialismus.
1945 im Sommer bis Herbst erbaut, eingeweiht am 11. November 1945.

Laut einer Legende soll hierfür auch Marmor von Hitlers Reichskanzlei als Baumaterial verwendet worden sein.

Bis Dezember 1990 sowjetische Enklave (fremdstaatl. Gebiet) in West-Berlin.
Nach dem Mauerfall von der sowjetischen Armee in deutsche Hand übergeben,
mit der Verpflichtung es zu pflegen und zu erhalten.


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Der Große Stern:

Der  Große Tiergarten war das ehemalige Jagdgehege der Kurfürsten.

Vom Exerziergebäude (Langer Stall) in Potsdam, stammten gelbe Sandsteinfiguren,
im Volksmund respektlos Puppen genannt, die Friedrich der Große zur weiteren
Ausschmückung des Zentralen Platzes des Tiergartens in Berlin aufstellen ließ.

12 bis 16 Statuen sollen es gewesen sein, die mythologische Gottheiten verkörperten.
Unter ihnen befand sich Bacchus, Flora, Ceres, Feronia, Pompana und Felicitas.

Ein Spaziergang aus der Stadt "bis in die Puppen" galt als langer Weg, so dass in
Abwandlung diese Redensart auch auf  langen Schlaf oder auf lange Feiern in
Anwendung gelangte.

Siehe auch weiter unten das Foto "Lapidarium".

Der Platz wurde 1698 durch den Hofjäger Hemmerich angelegt. Sechs Alleen
bildeten mit der Landstrasse nach Charlottenburg einen achtstrahligen Stern.



Bismarck Nationaldenkmal am Grossen Stern
Das Bismarck-Nationaldenkmal am Großen Stern, 15 m hoch.

Fürst Otto von Bismarck, preußischer Ministerpräsident von 1862-90.
* 01.04.1815 in Schönhausen bei Stendal,   
† 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Hamburg.

Vier Figuren zu Füßen Bismarcks versinnbildlichen folgende Darstellungen:

Die Figur links, Sibylle auf dem Rücken der Sphinx,
in der Mitte, Atlas mit der Weltkugel, auf der rechten
Seite, Frauengestalt mit besiegtem Tiger und auf der
Rückseite, Siegfried, das Schwert schmiedend.

1901 erbaute Reinhold Begas (*1831 / †1911) das Bismarck-Nationaldenkmal.
Ehemals stand es auch, bis 1939, auf dem Königsplatz (heute Platz der Republik),
vor dem Reichstagsgebäude - gegenüber der Siegessäule.

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Am 18. Januar 1871 wird durch den Ministerpräsident Otto von Bismarck das
Deutsche Kaiserreich
mit Wilhelm I. (* 22.03.1797 in Berlin, † 09.03.1888 in Berlin)

- König von Preußen seit 1861 -
als Deutscher Kaiser proklamiert.

Dafür wurden unzählige Gedenkstätten (Bismarck-Kult) errichtet.


Bismarck
war 1871 mit der Einigung Deutschlands unter preußischer Führung
- Gründung des (zweiten) neuen "klein deutschen" Reiches -
durch seine geschickte Bündnispolitik und mit Hilfe mehrerer Kriege am Ziel.


Die Einführung der Sozialgesetzgebung und Krankenversicherung vom 15. Juni 1883
durch Bismarck, wird als revolutionärer Akt der damaligen Zeit angesehen.
Der Inhalt der Verordnung:
Alle Arbeiter werden Pflichtmitglieder in der zu schaffenden Versicherung.
Finanziert werden soll sie zu zwei Dritteln von den Arbeitnehmern
und zu einem Drittel von den Arbeitgebern.

Zur Person und Lebensleistung des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck
mögen die Menschen von heute ganz unterschiedliche Meinungen haben.
Der politische Baumeister eines im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erstmals geeinten
Deutschlands, wirkt auch mehr als hundert Jahre nach seinem Tode im geschichtlichen
Bewusstsein unseres Landes weiter.

1865 erhält er den Grafentitel verliehen, 1871 den Fürstentitel.
Er wurde 1871 erster Kanzler des deutschen Reiches - Reichskanzler und fungierte
weiterhin als preußischer Ministerpräsident.
Im Jahr 1880 wurde er zusätzlich preußischer Minister für Handel und Gewerbe.

Nach einem Streit mit dem jungen Kaiser Wilhelm II. erfolgt am 20.03.1890 seine
Entlassung als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident.

Nach seiner "Abdankung" erhält er noch den Titel eines Herzogs von Lauenburg,
hat diesen aber nie verwendet.


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Die Straße des 17. Juni
    
seit 22. Juni 1953 auf Beschluss des West-Berliner Senats zum Gedenken an die Opfer des
Arbeiteraufstandes in Ost-Berlin und der DDR am 17. Juni 1953 so benannt.

Die Straße (Sandweg) entstand 1697, ursprünglich angelegt von Friedrich I., in Zusammenhang mit
dem Bau des Schlosses Lietzenburg (Charlottenburg) als Verbindungsweg zum Berliner Stadtschloss
und führte seit 1705 den Namen Charlottenburger Chaussee.
Das Teilstück Ernst-Reuter-Platz bis S-Bahnhof Tiergarten hieß Berliner Straße.

Dort wo sich heute der Ernst-Reuter-Platz mit seinen 180 m Durchmesser befindet, machte der Weg einen Knick.
Ab 1830 wurde diese Stelle offiziell "Am Knie" genannt, später nur noch "Knie" - bis 1953, als der Platz nach dem
verstorbenen Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter (* 29.7.1889; 29.9.1953),
Amtszeit vom 7.12.1948 bis 29.9.1953, umbenannt wurde.

       
        
Ernst Reuter Platz in Berlin
Die Straße des 17. Juni verläuft vom Ernst-Reuter-Platz (früher: Am Knie) über die Charlottenburger Brücke.

Auf der Mittelinsel befinden sich zwei von Werner Düttmann (* 1921; † 1983) entworfene
Wasserbecken mit 41 Fontänen, die nachts angestrahlt werden.





Auf derCharlottenburger Brücke - Torbauten - nach Berlin bzw. Charlottenburg

Die Charlottenburger Brücke, 1905-1908 nach Plänen von Heinrich Baucke (* 1875; † 1915) erbaut,
mit den kolonnadenartigen Torbauten von Bernhard Schaede (* 1855; 1943) auf der
einstigen Stadtgrenze
nach Berlin -
mit Sicht zur Siegessäule.

Die zum Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten und später abgerissenen 22 Meter hohen und reich
verzierten Kandelaber auf der westlichen Seite des Tores sind von 2007- 2010 rekonstruiert
und neu aufgebaut worden.
Die Galerien, als Kronen der Kandelaber ausgeführt, haben einen Durchmesser von fünf Meter.
Sie beleuchteten ursprünglich die Brücke über den Landwehrkanal.

Die Torbauten waren als Gegenstück zum Brandenburger Tor und zur Betonung des Weges
vom alten Zentrum Berlins nach Charlottenburg gedacht.

Beim Ausbau (1936) der damaligen Charlottenburger Chaussee zur Ost-West-Achse
durch die Nationalsozialisten, wurden die Torbauten an den Rand der Straße, auf die
heutigen Standorte auseinandergesetzt.
Die Straßenbreite wurde so angelegt, dass sechs Panzer nebeneinander fahren konnten.

Die Verbreiterung der Charlottenburger Chaussee zerteilte den Großen Tiergarten gewaltig.
Der Ausbau der Paradestraße - "neue Siegesallee" - sowie weiterer Straßen und die Umsetzung
der Siegessäule zum Großen Stern zerstörten die von Peter Josef Lenné (*1789; †1866)
geprägte Gestalt des Großen Tiergartens.

Hitlers und Speers Germania-Planungen der Welthauptstadt wurde ein Teil des Großen Tiergartens geopfert.
Die ursprüngliche Siegesallee mit den zahlreichen Denkmälern (Puppen) wurde 1938 an diese Stelle "umgesetzt",
zur Triumph- und Paradestraße neu ausgebaut, die zur "Großen Halle des Volkes" im Spreebogen führten sollte.




Koenig Friedrich I.           Koenigin Sophie Charlotte
Auf der Charlottenburger (Stadteingangs-) Torseite, sind übergroße Standbilder
mit König Friedrich I. (südlich) und Königin Sophie Charlotte (nördlich),
auf ein Modell des Charlottenburger Schlosses weisend,  angebracht.




Siegessäule auf dem Großen Stern
Weiter führt die "Straße des 17. Juni" durch den Großen Tiergarten, über den Großen Stern (Siegessäule),
bis zum Brandenburger Tor - hier die Blickrichtung vom Brandenburger Tor, "Platz des 18. März".

Auf dem Mittelstreifen  - kurz vor dem Brandenburger Tor - steht
die Plastik "Der Rufer",
die seit Mai - wenige Monate vor der Öffnung der Mauer 1989 in West-Berlin dort aufgestellt wurde.
Die Plastik "ruft" in Richtung des ehemaligen Ost-Berlin, über die ehemalige DDR-Mauer durch das Brandenburger Tor
"Friede, Friede, Friede"
.

Der Bildhauer und Grafiker Gerhard Marcks (* 1889: † 1981) hat die drei Meter hohe bronzene Skulptur schon 1966 geschaffen.

Sie sollte in Ost- und West-Berlin den Frieden anmahnen.


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Der 17. Juni 1953,

die erste Volkserhebung gegen die Diktatur
in der damaligen SBZ

(Sowjetische Besatzungszone)

In über 600 Orten der SBZ (= DDR) streikten an diesem Tag ca. 225.000 Arbeiter, dazu in Ost-Berlin etwa 150.000.
An den Demonstrationen beteiligten sich insgesamt fast 1.000.000 Menschen der SBZ.


Sie wurde ausgelöst durch Proteststreiks von 300 Ost-Berliner Bauarbeiter auf der Baustelle am
Strausberger Platz im Bezirk Friedrichshain
, gegen die beabsichtigten Arbeitsnormenerhöhungen am 16.6.1953.

 Am 17.6.1953 kam es in Ost-Berlin und fast allen Städten der DDR zu spontanen Protestaktionen, besonders der Arbeiter
der Großbetriebe, gegen die DDR- Regierung, welche die Form eines ersten unbewaffneten Volksaufstandes annahmen.
Hierbei wurden Amtsgebäude gestürmt, Akten verbrannt, Gefängnisse geöffnet, Volkspolizisten entwaffnet und SED-Funktionäre verjagt.
Die rote Fahne der UdSSR auf dem Brandenburger Tor wurde von mutigen Demonstranten heruntergerissen.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt der DDR- Regierung und freie Wahlen.

Acht Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es undenkbar, dass die Moskauer Regierung die SBZ (DDR) aufgegeben hätte,
aus politischen wie wirtschaftlichen Gründen.
Die UdSSR saugte die DDR mit Repressalien und Hilfe der enteigneten Großunternehmen aus.
 
Vor allen Dingen brauchte sie auch die Uran-Vorkommen der DDR, überwiegend im Gebiet von Thüringen und Sachsen,
u. a. in Johanngeorgenstadt (Bergwerk mit bis zu 30.000 t Uraninhalt) - nicht Wismut - um ihre eigene Atomindustrie
aufzubauen und nach den USA zur zweiten Atommacht zu werden.

Am Nachmittag des 17. Juni 1953 fuhren sowjet. Panzer auf, angesichts deren die Erhebung zusammenbrechen musste.

Das DDR- Regime sicherte sich durch anschließende Verhaftungen und
Vollstreckung zahlreicher Todesurteile.


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Herzlichen Dank an Herrn Dr. Tom Wolf, Schriftsteller aus Putlitz-Brandenburg, für folgenden Hinweis:
http://www.doktor-wolf.de


Die SDAG Wismut (Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft) war zwischen 1946 und 1990 der weltweit viertgrößte Produzent von Uran.

"
Wismut" ist das chem. Element und der Firmenname des damaligen Bergbauunternehmens, aber keine Ortschaft in Sachsen.

Nach der Wiedervereinigung ist die Wismut GmbH, ein Bundesunternehmen als Nachfolgeunternehmen,
mit der Sanierung und Rekultivierung der Hinterlassenschaften des Wismut-Bergbaus betraut worden.

   
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Die Bundesrepublik Deutschland erklärte den 17. Juni, in Erinnerung an den verzweifelten Protest und der zahlreichen Toten
(weit über 50) der Bevölkerung in der SBZ (= DDR), zum Tag der Deutschen Einheit.

Nach der Wiedervereinigung "beider deutscher Staaten" am 3. Oktober 1990 (neuer nationaler Feiertag),
wurde der Gedenktag 17. Juni abgeschafft und ist hierdurch bei der jüngeren deutschen Bevölkerung leider auch
ein wenig in Vergessenheit geraten.
 

   
Gedenkstätte 17. Juni 1953 in Berlin - Seestraße
Ehrung der, durch das "Sozialistische Regime", erschossenen Opfer mit Kranzniederlegungen (Foto vom 17. Juni 2004) an der
Berliner Gedenkstätte des 17. Juni 1953
auf dem Urnenfriedhof Seestraße im Bezirk Mitte (Wedding + Tiergarten + Mitte),
durch die Bundesregierung, dem Abgeordnetenhaus von Berlin, den führenden demokratischen Parteien und einigen Verbänden.
 

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Strausberger Platz in Berlin-Friedrichshain
Der Strausberger Platz heute, erbaut von einem Architektenkollektiv um Hermann Henselmann (* 1905; 1995),
im Stil des Sozialistischen Klassizismus - auch als "Zuckerbäckerstil" bezeichnet.

In der Mitte des Platzes befindet sich seit 1967 ein großer Brunnen, der von dem
Kunstschmied Fritz Kühn (* 1910; 1967) geschaffen wurde.
Er besteht aus 16 geschmiedeten Kupferplatten mit Ornamenten sowie 43 Fontänen
und trägt den Namen "Schwebender Ring".

Zwischen dem Strausberger Platz und dem Frankfurter Tor (unten) entstand zwischen
1951 bis 1964
die Pracht- und Paradestraße des ehemaligen Ost-Berlin der DDR, die
damalige Stalinallee - nach der Entstalinisierung (19. Nov. 1961), die heutige Karl-Marx-Allee.
Die Allee hieß bis zum 21. Dez. 1949 (70. Geburtstag Stalins)
ursprünglich "Große Frankfurter Straße".



Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain
Die Architektur der Häuser passte sich mit seinen, den an der Westseite des Platzes liegenden
Gebäude, die symmetrisch angeordnet wurden und durch ihre Gebäudehöhe wie ein Stadttor wirken,
an den Namen des Platzes - Frankfurter Tor - an.

Die auffälligen zwei Turmhochhäuser mit den Kuppeln, die mit ihrer Bauweise den Gontardschen Kuppeln
des Deutschen- und Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Mitte sehr ähneln.



 

Die südlichen Spittelkolonnaden in Berlin Mitte
Etwas deplatziert zwischen den modernen Plattenbauten in der Leipziger Straße,
am "Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz" - seit 2010, vorher "Dönhoffplatz",
wirkt das Halbrondell der südlichen Spittelkolonnade im
spätbarock-neoklassizistischen Stil.

Es ist eine halbrund geformte offene Säulenhalle, die nach dem nahe gelegenen Spittelmarkt bezeichnet wurde.

1929 wurde die Südkolonnade im Auftrag des Magistrats von Berlin abgetragen und eingelagert um
die Straße verbreitern zu können, später ist diese mit wieder gefundenen Teilen rekonstruiert und im
Dezember 1979 erneut eingeweiht
worden.

Ursprünglich gab es im Gegenüber noch eine nördliche Kolonnade, die aber im Zweiten Weltkrieg
stark zerstört wurde. Die Reste sind 1960 entfernt worden.

Sie wurden 1776 von Carl von Gontard (* 1731; † 1791) im Auftrag Friedrich des Großen (* 1712; † 1786)
als beidseitige Zierde der Zufahrt zur damaligen "Brücke über den Alten Festungsgraben" errichtet.

Die Kopie der 1979 rekonstruierten historischen Meilensäule von 1730 (Meile "0") in der Mitte des Halbrondells
ist damals als Beginn der Entfernungsangabe nach Potsdam aufgestellt worden.

 
Bis zum Jahr 2000 war der Obelisk die Berechnungsgrundlage für Entfernungsangaben zu anderen Orten.
Diese Aufgabe hat nach dem Mauerfall das Brandenburger Tor übernommen.

Carl von Gontard ist auch der Erbauer der Königskolonnaden am Kleistpark vor
dem Kammergericht in Berlin-Schöneberg, die früher an der Königsbrücke standen.


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Alexander Graf von Dönhoff (* 1683; † 1742) war ein preußischer Generalleutnant
und Vertrauter des Königs Friedrich Wilhelm I. (*1688; † 1740)


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Marion Gräfin Dönhoff (* 1909; † 2002) war Chefredakteurin und Mitherausgeberin
der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit".

Sie gilt als eine der bedeutendsten Publizistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit.
In dieser Eigenschaft war sie Gesprächspartnerin für führende Politiker in der Welt.

Der "Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung" wird
alljährlich von der Wochenzeitung "Die Zeit", der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
und der Marion-Dönhoff-Stiftung vergeben.

Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet,
die sich für internationale Verständigung und für gute Beziehungen
zwischen Deutschland und Osteuropa engagiert haben.

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Rosinenbomber
"Rosinenbomber", auch als Symbol für die Freiheit zu verstehen,
über dem Dach des Deutschen Technikmuseums Berlin (SDTB),
in der Trebbiner Straße 9.
Nähe U-Bahnstation Möckernbrücke
.


www.sdtb.de
                                            
Öffnungszeiten:      Dienstag - Freitag  von  09:00 - 17:30 Uhr
Samstag - Sonntag von  10:00 - 18:00 Uhr
Montag  geschlossen.



Deutsches Technikmuseum Berlin
   
Herzlichen Dank an Herrn Brauner aus Köln, für folgende Informationen:

                  
An der Fassade des Neubaus, über einer Terrasse, hängt der Rosinenbomber "Skytrain".
Die DC-3 (keine DC-6) der US-Luftwaffe flog 1948 Lebensmittel in das blockierte Berlin.
Sie ist eine Dauerleihgabe des US-Luftwaffenmuseums in Dayton, Ohio.



 
Abwasserpumpwerk III in Berlin-Kreuzberg von James Hobrecht
Das erste Abwasserpumpwerk Berlins (Radialsystem III) in Kreuzberg, Hallesches Ufer 78.

 James Hobrecht (* 1825; † 1902) schuf die moderne Kanalisation für eine Industriemetropole.
 1876 mit einer Kanalanlage von ca. 80 Kilometern Länge in Betrieb genommen, lief diese bis 1972.

Es gilt als offizielles Datum für die Inbetriebnahme und Beginn der Berliner Kanalisation.

Seit 1980 ist das Gebäude ein technisches Baudenkmal und wurde als Aufbewahrungsort,
"Lapidarium" (Steinsammlung),
für erhaltenswerte Denkmäler genutzt, die nicht aufgestellt worden sind,
um sie vor schädlichen Witterungseinflüssen zu schützen.


Ab Jan. 2008 ist das technische Baudenkmal vom Berliner Senat zum Verkauf angeboten worden.

Das Gebäude wurde von einer Kommunikationsagentur mit staatlichen Fördergeldern erworben und
zur Nutzung als Gewerberäume umgebaut.

Der große Raum mit der Kopie des Goethedenkmals dient heute der Agentur als Konferenzsaal.



 
Kopie des Goethe-Denkmal im ehemaligen Lapidarium Kreuzberg.
Goethe-Denkmal im ehemaligen Lapidarium.

Diese Kopie aus Betonguss von 1987 wurde von dem Bildhauer und Restaurator Harald Haake (* 1924; † 2004)
angefertigt und stand lange Zeit als "Ersatz" für das Original am östlichen Rand des Tiergartens an der Ebertstraße.



 
Goethe Denkmal im Großen Tiergarten - Berlin.
Das Original
aus Carrara-Marmor wurde 1880 eingeweiht - 1982 zum Schutz vor schädlichen
Witterungseinflüssen in das Lapidarium verbracht.

Es ist eine Arbeit des Bildhauers Fritz Schaper (* 1841; † 1919)  - wurde restauriert und steht seit 2010
wieder an seinem Ursprungsort am Großen Tiergarten.

Das Standbild des Dichters, mit abgestuften Unterbau, hat eine Höhe von insgesamt sechs Metern.

Auf ihm sind drei symbolische Figurengruppen angeordnet:

Für die lyrische Dichtkunst eine Muse mit Leier und der Figur des Eros,
für die dramatische Dichtkunst eine sitzende Frauengestalt mit Schreibwerkzeug,
neben ihr ein Genius mit der abwärts gewandten Fackel des Todes,
für die Forschung eine lesende weibliche Gestalt.



 
Statuen im Lapidarium
Umweltgefährdete Denkmäler im Lapidarium.

Die Statuen und Büsten der ehemaligen, ursprünglichen "Siegesallee".

Das vordere Standbild der linken Reihen - König Friedrich Wilhelm III., ganz rechts im Foto,
das Standbild Kaiser Wilhelm I., von dem Bildhauer Reinhold Begas (* 1831; † 1911) 1901 erschaffen.

 Berlin, Landeskonservator:

Mit Kaiser Wilhelm I. endete der historische Rundgang der Siegesallee, die am Königsplatz
ihren Ausgangs- und Zielpunkt hatte.

Der Hohenzoller erschien damit als Vollender der brandenburgisch-preußischen Geschichte,
die 1870-71 mit dem deutsch-französischen Krieg und der Kaiserproklamation in eine
deutsche Geschichte mündete.

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Als "Geschenk" Kaiser Wilhelms II. an die Stadt Berlin wurden im Jahr 1895 -1901 im Tiergarten zwischen
Kemperplatz und Königsplatz (heute Platz der Republik) in 32 Gruppen überlebensgroße Standbilder
sämtlicher brandenburgischen und preußischen Herrscher aus
Marmor  - von Markgraf Alexander dem Bären
bis Kaiser Wilhelm I.
aufgestellt.
Jedes dieser Denkmäler war von einer Rundbank mit zwei Figuren von berühmten Zeitgenossen
des jeweiligen Herrschers umgeben.

Sie wurden von den Nationalsoziallisten für die Welthauptstadt "Germania" zur Sternallee umgesetzt,
 nach dem Zweiten Weltkrieg - 1950 demontiert, im Hof des Schlosses Bellevue abgestellt und vier Jahre
später neben diesem dort vergraben.

Erst im Winter 1978/79 wiederentdeckt, waren sie seitdem im Lapidarium,
dem in 2008 verkauften ehemaligen Pumpwerk am Halleschen Ufer, untergestellt.

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Herzlichen Dank an Herrn Hampel aus Berlin für folgenden Hinweis:

Räumlich begrenzt wurde die ursprüngliche "Siegesallee" - die heute nicht mehr existiert -

Tiergartentunnel
gewissermaßen der "Tunnel Tiergarten-Spreebogen" (Ben-Gurion-Str.) wäre, vom Rolandbrunnen auf dem Kemperplatz
und der Siegessäule (Königsplatz - heute Platz der Republik), die damals noch vor dem Reichstagsgebäude stand.


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Im Mai 2009 wurden 26 Skulpturen der Siegesallee, die Standbilder aus dem Lapidarium,
in die Zitadelle Spandau aus- bzw. umgelagert und sollen in der Zitadelle restauriert werden.
Sie sollten ab 2012 ( ? ) - jetzt erst ab 2015 -  als Teil einer neuen Dauerausstellung "Berlin und seine Denkmäler"
auf der historischen Festung zu besichtigen sein.

Die Restauration dieser Skulpturen ist bis heute - im Jahr 2014 - noch nicht fortgeschritten, sie stehen immer noch auf dem
Sammelplatz "Museumshof" hinter der Zitadellenmauer, dem Wetter ausgesetzt, schlechter als im ehemaligen Lapidarium.
Auch hier kann man den Spruch anwenden:
"Es dauert bis in die Puppen" -  um die Skulpturen endlich zu konservieren und für das Publikum vernünftig aufzustellen!

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Leider darf ich hier nicht mehr,
lt. Aussage des
Bezirksamtes Spandau von Berlin - Abt. Bildung ( ! ), Kultur und Sport - Zitadelle,
meine zwei Fotos der Skulpturen auf dem "Sammelplatz" (Museumshof),
die ich innerhalb der Zitadelle aufgenommen habe,
auf meiner Webseite publizieren und musste diese Anfang August 2014 entfernen.

Dafür hier der Link zur Website von "Wikimedia", mit einer gleichen, aber besseren Fotografie:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Standbilder_5_Siegesallee_Zitadelle.JPG

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Zitadelle Spandau
Die Zitadelle Spandau mit dem Torhaus aus dem Jahre 1680 und den im 13. Jahrhundert errichteten
Juliusturm
ist eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestungen Europas,
deren Grundform völlig vom Wasser der Havel umgeben ist.

Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg (* 1505; † 1571) ließ im 16. Jahrhundert
aus der ehemaligen Burganlage
eine Festung nach "neu-italienischer Manier" errichten.



 
Zitadelle Spandau (bei Berlin).
Aufnahme von der Aussichtsplattform des Kirchturms der St. Nikolaikirche auf dem Reformationsplatz,
im Zentrum von Spandau - zur Zitadelle und Havel.

Der Deutsch-Französische Krieg (1870 bis 71) führte zum Untergang des französischen Kaiserreiches
und zur Gründung des deutschen Kaiserreiches.

Er kostete Frankreich ca. 5 Milliarden Franc an Reparationszahlungen.

Die Deutsche Mark - ab 1871 bis 2002 - wurde als zukünftige Einheitswährung eingeführt.

Aus einem kleinen Teil der Reparationszahlungen wurde der
Reichskriegsschatz gebildet.
Er bestand aus 120 Millionen Goldmark in neuen Münzen.

Dieser Reichskriegsschatz
lagerte von 1874 bis 1919 im Juliusturm der Zitadelle Spandau.

Er musste nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) und Untergang des deutschen Kaiserreiches
an Frankreich zurückgegeben werden.


 
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Die Zitadelle Spandau wird oft mit dem ehemals in ca. drei Kilometer entfernt gelegenen Festungs-
und Kriegsverbrechergefängnis (bis 1987) verwechselt, hat aber mit diesem nichts zu tun.

Das Kriegsverbrechergefängnis Spandau in dem u. a. der "Stellvertreter des Führers" Rudolf Hess (bis 1941)
lebenslang einsaß (starb am 17. Aug.1987
mit 93. Jahren durch Selbstmord)
und der
Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion sowie Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt
Albert Speer
20 Jahre lang inhaftiert war (regulär entlassen),
war ein in dem zum britischen Sektor
Berlins gehörenden Bezirk Spandau gelegenes Gefängnis,
welches von 1946 bis 1987 genutzt wurde, um die im Nürnberger Prozess gegen die
Hauptkriegsverbrecher
des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) Verurteilten unterzubringen.


Festungs- und Kriegsverbrechergefängnis Spandau
Altes Fremdfoto.
An der Wilhelmstraße in Spandau befanden sich zur Zeit der Alliierten Besatzung die Kasernen der
britischen Infantry Brigade (Smuts Barracks) und das
Festungs- und Kriegsverbrechergefängnis Spandau.

Das im britischen Sektor gelegene Gefängnis und die Alliierte Luftsicherheitszentrale
im Hause des Kammergerichts - Bezirk Schöneberg (amerikanischer Sektor) -
wurden von den vier Siegermächten betrieben.

Monatlich fand hier eine Wachablösung der Alliierten-Soldaten statt.
An der vor dem Gebäude des Alliierten Kontrollrats (Kammergericht) gehissten Flagge war der aktuelle,
turnusmäßig monatliche
Status zu erkennen, welcher der vier Alliierten gerade das Sagen hatte.


Sofort nach dem Suizid von Rudolf Hess - letzter Gefangener bis 1987 - wurde
das Gefängnis abgerissen, die Gemäuer zermalen und in der Nordsee verklappt.
Anschließend wurde auf dem Grundstück
ein Einkaufszentrum für die damals in Spandau
stationierten britischen Truppen errichtet.

So wollte man verhindern, dass rechtsextreme Gruppen dieses als "Wallfahrtsort" benutzen.



 

St. Nikolaikirche in Spandau (bei Berlin).
Auf dem "Reformationsplatz" im Zentrum von Spandau steht die
mittelalterliche gotische "Hallenkirche St. Nikolai".



 
Kirchturm der St. Nikolaikirche in Spandau. Standbild Kurfürst Joachim II in Spandau - Nikolaikirche.

Das Standbild Kurfürst Joachim II. vor der Nikolaikirche in Berlin-Spandau erinnert
an den Übertritt des Kurfürsten vom katholischen zum evangelischen Glauben
in dieser Kirche im Jahre 1539.




 

Kirchenschiff der St. Nikolaikirche in Spandau.
Das Kirchenschiff der St. Nikolaikirche in Spandau.

Sie war im Jahr 1539 die Kirche, in der Kurfürst Joachim II. ein evangelisches Abendmahl feierte
und damit die Reformation in Berlin und der Mark Brandenburg einführte.



 
Funkturm an der Avus                    Langer Lulatsch
Der Funkturm, von den Berlinern liebevoll "Langer Lulatsch" genannt.
Gesamthöhe 150 m (inkl. Antenne), Restaurant in 55 m und Aussichtsplattform in 126 m Höhe.


Er wurde 1924 als Stahlkonstruktion auf Porzellanfüßen nach Plänen von Heinrich Straumer (* 1876; † 1937)
erbaut und 1926, im Rahmen der 3. deutschen Funkausstellung, in Betrieb genommen.
Während dieser Ausstellung  wurde von ihm das erste Fernsehbild der Welt ausgestrahlt.
Noch 1945 wurde durch eine Granate eine Hauptstrebe zerstört und der Turm stand nur auf
drei "Beinen", fiel aber nicht um.

Zu der furchtbaren Zeit, der Teilung Berlins durch die innerdeutsche DDR- Mauer,
war der Funkturm für uns ehemaligen West-Berliner nicht nur das einzige
Wahrzeichen mit Sicht - weit über die Mauer hinaus,
sondern gab uns trotz Inseldasein auch das Gefühl, endlich zu Hause zu sein,
wenn man ihn nach der langen DDR-Transit-Autobahn an der AVUS wieder erblickte!

Reisende, die in Bussen die verhasste "Transitstrecke" von und nach West-Berlin bewältigen
mussten, klatschten an dieser Stelle dem Busfahrer erleichtert und frenetisch Beifall zu, wenn
dieser die Fahrt auch noch ohne besondere Vorkommnisse und relativ schnell beenden konnte.




AVUS unnter dem Funkturm
Unter dem Funkturm die AVUS mit der Nordkurve, sie verläuft fast schnurgerade durch den Grunewald.
Kurzwort für die ehemalige Automobil-, Verkehrs-  und Übungsstraße.

Im Vordergrund rechts, einige Gebäude der Messehallen auf dem Messegelände.

Links unten im Foto sieht man das "Mercedeshaus" - es wurde 1935 bis 1937 von Walther Bettenstaedt (* 1919; † 1981)
als runder Turmbau mit vier umlaufenden Galerien zur Rennbeobachtung mit einem angegliederten Verwaltungsbau
am nördlichen Scheitelpunkt der AVUS (Nordkurve) errichtet.
Es steht heute unter Denkmalschutz.

1977 wurde der Bau von Gerhard Rainer Rümmler (* 1929; † 2004) für die Raststätte Avus umgebaut.


Horizontal, rechts hinter der AVUS-Zuschauerribüne, sieht man hier auf dem Foto noch die heute ebenfalls
schon legendäre Deutschlandhalle - bis 2011, dann Abriss.

Sie war eine der weltweit ältesten Veranstaltungsarenen dieser Größe.

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Im Jahre 1913 wird mit dem Bau der AVUS begonnen. Der Erste Weltkrieg verzögerte aber die Arbeiten.
Die Strecke, erst am 19. September 1921 für den Verkehr fertiggestellt und eröffnet,
war damit die erste Auto- und Motorradrennstrecke Deutschlands.
Schauplatz spektakulärer Geschwindigkeitsrekorde.

Rundenrekord 1937 von B. Rosemeyer mit 267 km/h, von R. Caracciola auf der
Geraden eine Spitzengeschwindigkeit mit fast 400 km/h.


Nach dem tödlichen Unfall des französischen Rennfahrers Jean Behra (* 1921; 01.08.1959)
gerät die AVUS in die Kritik.

Links im Foto, der ehemalige Nordkurven-Innenraum.
1966 wird die steile Nordkurve abgetragen, die Nordkurve ist heute nicht mehr vorhanden.

Der Hauptgrund war, dass im Jahre 1967 die AVUS als Zubringer nach West-Berlin an das Netz
der Stadtautobahn angeschlossen werden musste, die Nordkurve stand diesen Plänen im Weg.

Heute ist die AVUS Teil der 8 km langen Stadtautobahn in Richtung Nikolassee (Zehlendorf-Wannsee)
durch den Grunewald, weiter zur Autobahn nach Dessau - Leipzig - Hannover - Nürnberg.


Am 3. Mai 1998 wehte über der Berliner AVUS zum letzten Male die schwarz-weiß karierte Zielflagge.

Das letzte Rennwochenende in der 77jährigen Geschichte der Strecke fand sein Ende.
Der ADAC veranstaltete am 1. Mai 1999 eine "Abschiedsparty" - mit Rennfahrern, Promis
und rund 80 Oldtimern, die noch einmal die Avus-Renngeschichte Revue passieren ließen.

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Gegenüber der ehemaligen Nordkurve befindet sich noch die alte, heute unter Denkmalschutz stehende,
aber verrottete
200 Meter lange Zuschauertribüne, von der einst den Helden der AVUS zugejubelt wurde.

AVUS Tribüne - Rückseite Messedamm
Rückseite der AVUS-Zuschauertribüne am Messedamm - Ecke Jafféstrasse.

Die Tribüne wurde 1936 von Fritz Wilms (* 1886; † 1958) und Walther Bettenstaedt (* 1919; † 1981) errichtet.

2006 wurde sie von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) an einen Investor verkauft,
die Avus Tribüne GmbH.
Dieser veröffentlicht im August 2007 seine Pläne, sie komplett zu verglasen, einen Autosalon
und ein Restaurant einzurichten.

Diese Pläne wurden allerdings bis heute nicht realisiert.



AVUS-Tribüne, ehemaliger Eingang an der Rückkseite
Es war einmal - Kassen und Eingänge für die AVUS-Zuschauertribüne am Messedamm.

  
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Gebäude der CityCube Berlin.

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1935 wurde die Deutschlandhalle anlässlich der Olympischen Sommerspiele Spiele 1936 für bis zu
16.000 Menschen errichtet und galt damals als die größte Mehrzweckhalle der Welt - nach dem Entwurf von
Franz Ohrtmann (* 1894; † 1969) durch den Bauunternehmer Fritz Wiemer (* geb. ?; 1943)
in nur neunmonatiger Bauzeit fertiggestellt.
Sie wurde am 29. November 1935 im Beisein von Adolf Hitler eröffnet.
 
Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1943, ab dem Jahr 1950  wieder aufgebaut und im Oktober 1957 neu eröffnet,
diente sie dann in West-Berlin - neben dem historischen Berliner Sportpalast (1973 abgerissen) - für Großveranstaltungen
wie das Sechstagerennen, Holiday on Ice, Zirkusvorstellung "Menschen, Tiere, Sensationen", div. Boxkämpfen,
der Basketball-Showmannschaft Harlem Globetrotters, etc. - 1995 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt!

Trotzdem wurde die Deutschlandhalle ab 2011 abgerissen!

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An gleicher Stelle wurde dann das Gebäude der CityCube Berlin aufgebaut, sh. oben.
Die Grundsteinlegung erfolgte 2012, im Mai 2014 fand die Eröffnung statt.
Mit dem Abriss der Deutschlandhalle soll dieser Neubau ca. 83 Millionen Euro gekostet haben.


Der CityCube Berlin ist eine Messehalle der Messe Berlin und soll mit ca. 12.000 Quadratmeter Fläche die Nutzung
des Internationalen Congress Centrums (ICC) sowie den wachsenden Raumbedarf der eigenen Messen ersetzen.



 
Motorradfahrer - Denkmal an der AVUS Einfahrt
Die Skulpturengruppe "Motorradfahrer" steht auf einer schrägen Rennpiste,
als Nachbildung der ehemaligen Nordkurve, aufgestellt im Jahr 1989.

Diese ruht auf einem Ziegelsteinsockel
, zur Erinnerung an die legendäre Nordkurve vor der Einfahrt der AVUS
am Messedamm Ecke Halenseestraße, gegenüber dem "ICC" (Internationale Congress Centrum - Hintergrund).

Max Esser (* 1885; † 1945) schuf 1935 diese Bronzeskulpturen, die noch vor dem Zweiten Weltkrieg gegossen
aber nicht mehr aufgestellt wurden.



Motorradfahrer - Denkmal an der AVUS Einfahrt
Eigentlich waren es drei Motorradfahrer, hier die zwei der erhalten gebliebenen Skulpturen,
im Fahrtwind geduckten Rennfahrerfiguren:

Ernst Henne (* 1904; 2005) auf einer BMW und Ewald Kluge (* 1909; † 1964) auf einer DKW,
die fehlende Skulptur stellte Heiner Fleischmann (+ 1914; † 1963) auf einer NSU dar.



An der Spinnerbruecke in Nikolassee
Am südlichen Ende der AVUS, in Nikolassee - Autobahnabfahrt Spanische Allee,
 war vor dem Mauerfall auch hier die Freiheit für die West-Berliner Insulaner zu Ende.

Ein paar hundert Meter weiter befanden sich die Grenzanlagen der DDR
und die Autobahn durch die Sowjetische Besatzungszone begann.

Mal ein Kurztrip in das Umland von Brandenburg war hier zum Scheitern verurteilt.

Auch mein damaliger erster Gebrauchtwagen, ein grüner "VW - Brezelkäfer" mit geteilter Heckscheibe und Zwischengas-Schaltung
musste des öfteren mal ab und zu - mit bis zu 115 km/h Höchstgeschwindigkeit - bis hierher, auf der AVUS "freigefahren" werden.


Jahrzehntelang trafen sich in dieser Zeit über der AVUS  überwiegend Motorradfahrer auf der Spanischen Allee,
an der "Spinnerbrücke" - so benannt aufgrund manch skurriler Motobiker und ihren "heißen" Maschinen -
an der damals nur "kleinen Würstchenbude" - heute in dem gleichnamigen Alm-Restaurant.

Diese Tradition "AVUS-Treff Spinnerbrücke" hat sich bis heute, auch nach dem Mauerfall, fortgesetzt:

"Deutschlands größter Motorradtreff, Biergarten und Eventlocation".



SFB - Haus des Rundfunks Masurenallee
Die Aussicht von der oberen Plattform des Funkturms in Richtung Siemensstadt.

Im Foto oben das Kraftwerk Reuter, dann der Theodor-Heuss Platz mit dem Hochhaus
des SFB - Sender Freies Berlin, ab 1. Mai 2003 RBB - Rundfunk Berlin Brandenburg
und im Vordergrund (rechts) das Haus des Rundfunks in der Masurenallee.

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Das Symbol des Deutschen Rundfunks hatte im Jahr 2006 sein 75jähriges Jubiläum.

Nach Plänen des Architekten Hans Poelzig (* 1869; † 1936) erstellt,
wurde es nach nur zweijähriger Bauzeit
mit über 1.000 Fenstern und mehreren Sendesälen am 22. Jan. 1931 eingeweiht.

Im Sommer 1932 sprach hier zum ersten Mal der zukünftige Propagandaminister der
Nationalsozialisten Joseph Goebbels, wobei ihm der damalige Rundfunkkommissar und
Radiopionier Hans Bredow (* 1979; † 1959) noch Anweisungen für seine Rede auferlegen konnte.
Zwei Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verabschiedet
sich Hans Bredow von diesem Haus und seinen Mitarbeitern mit folgenden Worten:
              
"Sie müssen verstehen, dass Rundfunkarbeit Dienst am Volke ist und deshalb
ganz besonders verpflichtet.
Rundfunkarbeit kann nur gedeihen, dort wo ein guter Geist herrscht."


Fast die Hälfte aller Mitarbeiter musste gehen, aus rassenideologischen und politischen Gründen.
Einige Repräsentanten des Rundfunks der Weimarer Republik kamen sogar ins KZ.

Das Haus des Rundfunks wurde zur Zentrale des "Großdeutschen Rundfunks".
Der Sendebetrieb erfolgte vom benachbarten Radiobunker, was vielen aber nicht bekannt war.

In der Nacht zum 2. Mai 1945 beendet der "Großdeutsche Rundfunk" in Berlin sein Programm.
Am Morgen besetzt die "Rote Armee" das Haus an der Masurenallee - der Zweite Weltkrieg ist aus,
das Radio schweigt.

Nur 5 Tage nach der Kapitulation ist der Neuanfang mit dem "Berliner Rundfunk".
Der Sender wird, trotz der 4 Sektoren-Stadt, von den Sowjets kontrolliert.
Die führenden Männer des neuen Senders kommen alle aus dem Moskauer Exil.
Das Haus des Rundfunks ist jetzt mit dem kommunistischen Zonen-Sender Ost-Berlins
eine russische Enklave im britischen Sektor West-Berlins.

Die West-Alliierten haben kein Mitspracherecht, aufgrund dessen die Amerikaner 1946 den
Sender "Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS)" gründeten.
 
Im Sommer 1952 riegeln britische Soldaten das Gebäude ab, einen Monat später verlassen die
letzten Mitarbeiter des "Berliner Rundfunks" das Gelände und ziehen nach Ost-Berlin um.

Ein Haus des Schweigens in der Masurenallee - über vier Jahre lang.

1956 übergeben die Sowjets dann das Gebäude an den West-Berliner Senat.
Nach gründlicher Restaurierung und Renovierung kann im Herbst 1957 das Symbol
des Deutschen Rundfunks als "Sender Freies Berlin - SFB" weitergeführt werden.

Seitdem wird hier öffentlich rechtlich gesendet und über 40 Jahre macht der SFB im Haus des Rundfunks Radio.
Nach dem Mauerfall fusioniert der SFB im Jahr 2003 mit dem ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) zum
Rundfunk Berlin Brandenburg - RBB.
Sendungen die heute von hier kommen heißen:
Inforadio, Kulturradio, Radio Berlin 88,8 und Radio Multikulti.



Rathaus Schöneberg
Das Rathaus Schöneberg im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg, am ehemaligen "Rudolf-Wilde-Platz",
umbenannt in
"John-F.-Kennedy-Platz",

mit der Freiheitsglocke in dem ca. 83 m hohen Turm, feierte im September 2014 seinen 100. Geburtstag.

Es war jahrzehntelang das Symbol für die politische Selbstständigkeit West-Berlins,
welches im "Kalten Krieg" als Vorposten der Freiheit in der übrigen Welt galt
.

1911 - 1914 nach Plänen der Architekten Peters Jürgensen (* 1873; 1954)
und Jürgen Bachmann (* 1872; † 1951) erbaut.

Das Gebäude hat 600 Räume und Säle, beinhaltet aber auch die scheinbar vergessene Historie
des Freiheitswillens der damaligen West-Berliner Bevölkerung, bis zur Wiedervereinigung 1990.

Von 1948 bis 1993 tagte hier das Berliner Abgeordnetenhaus von (West-)Berlin
und war bis 1991 der Sitz und das Büro des Regierenden Bürgermeisters untergebracht.

1950
bekamen das Rathaus und die West-Berliner von den USA die berühmte Freiheitsglocke geschenkt,
die seitdem täglich um 12 Uhr über Berlin im Rathausturm schlägt.


John F. Kennedy: "Ich bin ein Berliner !"
(gescanntes Fremdfoto aus alten Zeitungsausschnitten)


Am 26. Juni 1963 sprach John F. Kennedy (* 1917; † ermordet 1963) von dem Balkon des Schöneberger Rathauses
vor mehr als 300.000 freiheitsliebender West-Berliner, die den Rathausplatz und die umliegenden Straßen füllten,
seine weltberühmten Worte:  "Ich bin ein Berliner".

Rechts im Bild, der damalige Regierende Bürgermeister von West-Berlin (1957 -1966) Willy Brandt (* 1913; † 1992).
Links im Bild, der damalige Bundeskanzler West-Deutschlands (1949 -1963) Konrad Adenauer (* 1876; † 1967).


Am 10. November 1989 sprach der ehemalige Regierende Bürgermeister West-Berlins und "Alt-Bundeskanzler"
vor dem Rathaus Schöneberg:

"Berlin wird leben und die Mauer wird fallen !"



Gasometer in Berlin-Schöneberg
Noch ein Wahrzeichen im Berliner Bezirk Schöneberg ist der 78 Meter hohe ehemalige Gasometer,
der maximal
160.000 Kubikmeter Gas speichern konnte.

Direkt am S-Bahnhof Schöneberg gelegen sieht man den markanten Bau immer,
wenn man z. B. mit der S-Bahn den Berliner Ring befährt - oder auch vom ehemaligen Tempelhofer Flughafenfeld.

Er
wurde von der Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG zwischen 1908 bis 1910 montiert und war zum Zeitpunkt seiner Errichtung
mit seinem Füllvolumen einer der drei größten Gasbehälter Europas.

  

Bis 1995 war der Niedrigdruckgasbehälter auf dem ehemaligen Gelände der Berliner Gaswerke (GASAG) in Betrieb und versorgte
als Gasreservoir die Berliner Haushalte und Gaslaternen mit Stadtgas, dann wurde auch in Berlin das Erdgas eingeführt.
Seit 1994 ist dieser Industriebau denkmalgeschützt.

Ab August 2009 wurde auf
der Grundfläche, inmitten des Gerüstes des Gasometers, die ehemalige "Bundestagsarena",
ein Kuppelfolienzelt als Veranstaltungsraum, eingebaut und wird für Veranstaltungen unterschiedlichster Art genutzt.

Weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt wurde das Schöneberger Wahrzeichen ab September 2011 durch die,
immer am Sonntagabend, von der ARD gezeigten TV Sendung "Polit-Talk - Günther Jauch im Ersten".

Ab Mai 2011 begann eine Sanierung des stark verrosteten Gerüstes des Teleskopbehälters
und soll im Jahr 2015 abgeschlossen sein.



 
Kammergericht in Berlin
Das neue Gebäude des "Kammergericht" (Preußische Kammergericht) in Schöneberg
an der Elßholzstraße mit Blick durch die Königskolonnaden, hat mehr als 500 Räume.

Es entspricht den Oberlandesgerichten der übrigen Bundesländer.



 
Linke Königskolonnade am Kleistpark. Rechte Königskolonnade am Kleistpark.
Die Königskolonnaden standen ehemals an der Königsbrücke am Alexanderplatz
und sind 1777 bis 1780 von Carl von Gontard (* 1731; † 1791)
auf der "Berliner Seite",
der über den Festungsgraben führenden Brücke, dort errichtet worden.

1910 wurden die Kolonnaden an den Parkzugang in der Potsdamer Straße umgesetzt.
Die
Königsbrücke wurde später abgerissen, der Festungsgraben zugeschüttet und
der
Bahnhof Alexanderplatz ist dann auf diesem Gelände erbaut worden.



 
Kammergericht in Schöneberg
Ab 1735 war das Alte Kammergericht in Kreuzberg unabhängig vom königlich preußischen Hof,
deshalb wurde der historische Name bis heute so belassen.




Am Portal das Dachgiebelrelief.
Es ist von 1909 bis 1913 nach überarbeiteten Plänen u. a. von dem
Regierungs- und Baurat
Carl Vohl
(* 1853; † 1932) und Regierungsrat Friedrich Lahrs (* 1880; † 1964) erbaut worden.

1911 ist der Platz vor dem Gebäude,
aus Anlass des 100. Todestages von Heinrich von Kleist (* 1777; † 1811),
nach ihm benannt worden, als "Heinrich-v.-Kleist-Park" - allgemein als "Kleistpark" bekannt.


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im Zweiten Weltkrieg fanden von August 1944 bis Januar 1945 im Kammergerichtsgebäude die
Schauprozesse des so genannten Volksgerichtshofes statt. Insgesamt wurden 2.600 Menschen
zum Tode verurteilt.
Der Präsident desselben, "Blutrichter" Roland Freisler, klagte die Beteiligten des
Attentates auf Adolf Hitler
vom 20. Juli 1944 hier sehr schäbig an und verurteilte diese zum Tode.

Der "Feldherr in roter Robe" starb am 3. Februar 1945 während eines Luftangriffs der
amerikanischen Luftwaffe im Kellergeschoß des Gerichtsgebäudes durch einen Granatsplitter.

Nach dem Krieg machten die ehemaligen Richter und Beisitzer (ca. 500) des Volksgerichtshofes
ungestraft in der Bundesrepublik Deutschland wie auch in der DDR Karriere.

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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, Mai 1945, besetzten die vier Siegermächte das Gebäude und

bildeten hier den Alliierten Kontrollrat.
Einige Räume des Gebäudes wurden bis 1990 von der Alliierten Luftsicherheitszentrale genutzt.

Die Alliierten Luftsicherheitszentrale im amerikanischen Sektor und das im britischen Sektor gelegene
Kriegsverbrechergefängnis Spandau wurden von den vier
Siegermächten betrieben.
An der vor dem Gebäude des Alliierten Kontrollrats gehissten Flagge war der aktuelle, turnusmäßig
monatliche
Status zu erkennen, welcher der vier Alliierten gerade das Sagen hatte.


Nach dem Mauerfall und der deutschen Wiedervereinigung sind diese Institutionen aufgelöst worden,
das Gebäude steht wieder unter deutscher Verwaltung.
Neben dem Kammergericht befindet sich hier auch der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin
sowie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin, der Anwaltsgerichtshof und einige Berufsgerichte.



 
Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg
Der barocke Dreiflügelbau "Altes Kammergericht" steht in der Lindenstraße 9-14 im Berliner Bezirk Kreuzberg
und wurde im Auftrag Friedrich Wilhelm I. 1734-1735 nach Plänen von Philipp Gerlach  (* 1679; † 1748)
als erstes Behördengebäude Berlins (königliches Collegienhaus) erbaut.

Es beherbergte ursprünglich das Preußische Kammergericht bis zu seinen Umzug 1913 in den Neubau am Kleistpark.

Gedenktafel Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg

im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde es von 1963 bis 1969 wieder aufgebaut.

  Auf Grund der geteilten Stadt war es dann in West-Berlin der Sitz des stadtgeschichtlichen Berlin Museums,
welches jetzt mit dem Märkischen Museum am
Köllnischen Park vereint worden ist.
Ab 1992 befindet sich ein Teil des Jüdischen Museums in dem Gebäude, rechts nebenan steht seit 2001
der Neubau des Jüdischen Museums, erbaut von dem Architekten Daniel Libeskind (* 1946).
 

Portal Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg
Das Portal des Alten Kammergerichts - im Giebelfeld befindet sich das preußische Staatswappen.
Rechts und links auf dem Giebel sind die Figuren der Göttin der Gerechtigkeit - Justitia -
und Göttin der Wahrheit - Veritas - angeordnet.



  
Hungerharke - Denkmal auf dem Platz der Luftbrücke
Luftbrückendenkmal (Hungerharke/Hungerkralle) auf dem Platz der Luftbrücke,
vor dem Gebäude des Zentralflughafens Tempelhof,
dem ältesten Verkehrsflughafen der Welt, mitten in (West-)Berlin.


Am 10. Juli 1951 wurde das von Prof. Eduard Ludwig (* 1906; † 1960) geschaffene Denkmal enthüllt.

Die drei Streben der Hungerharke/Hungerkralle, wie sie von den ehemaligen West-Berliner
Inselbewohnern
genannt wird, symbolisieren die damaligen drei Flugkorridore
von und nach West-Berlin, bzw. auch die drei West-Alliierten.

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Die Sowjetische Besatzungsmacht (UdSSR) verhängte vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949
eine Blockade der 3 Westsektoren von Berlin, durch Sperrung der Schienen-, Straßen- und
Wasserwege zwischen West-Berlin und dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und durch
Abschaltung des elektr. Stromes - auch der Wasserversorgung aus der sowjet. Besatzungszone.

Grund hierfür war u. a. die Einführung der neuen Währung D-Mark, in West-Deutschland
und West-Berlin.

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Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der sowjetischen Berlin-Blockade,
hielt Ernst Reuter
(* 1889; † 1953) vor über 300.000 Berlinern vor der Ruine des Reichstagsgebäudes
seine berühmte
Rede, in der er an “die Völker der Welt” appellierte, die Stadt nicht preiszugeben.

Ernst Reuters Rede am 9. September 1948 vor dem Reichstag u. a. mit folgenden Worten:
(Regierender Bürgermeister (SPD) vom 7.12.1948 bis 29.9.1953)


"
Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien!
Schaut auf diese Stadt und erkennt,
daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!
"

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Die Westmächte beantworteten die Blockade durch Bildung einer Luftbrücke, welche die
Versorgung der damals 2 Millionen West-Berliner Bevölkerung
, durch die so genannten
Rosinenbomber, mit ca. 277.264 Tag- und Nachtflügen an 462 Tagen sicherstellte.

Viele Piloten dieser Rosinenbomber warfen in den Einflugschneisen der Luftkorridore kleine
Fallschirme mit Süßigkeiten für die Kinder ab.
Diese wurden dann mit Begeisterung aufgesammelt - auch von den Bäumen herunter geholt.

Den West-Berlinern als Onkel Wackelflieger oder Schokoladenpilot berühmt
gewordene Colonel Gail S. Halvorsen (* 1920) bekannt.
Er kam auf diese Idee, mit aus Taschentüchern zusammengebastelten Fallschirmen,
Süßigkeiten abzuwerfen.

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Vor über 60 Jahren (1949) endete die Operation Luftbrücke,
die erste Schlacht im "Kalten Krieg".


Alle drei Minuten landeten und starteten die "Rosinenbomber",
es folgte die größte Versorgungsaktion der Geschichte, eine Großstadt wurde monatelang aus der Luft versorgt,
was nur mit einer sehr gut durchdachten Logistik möglich war.
Auf den äußeren beiden Flugkorridoren wurde nach West-Berlin eingeflogen, auf dem mittleren wurde es wieder verlassen.



Adlerkopf am Flughafen Tempelhof  
Stiller Protest gegen die Schließung des Flughafens Tempelhof:
Grabkerzen am "Eagle Square" vor dem Flughafengebäude.

Am 30. Oktober 2008, um Mitternacht, musste "unser Flughafen" nach 85 Jahre endgültig den Betrieb aufgeben und wurde stillgelegt.


Der Kopf erhielt seinen Namen von einer 4,5 m hohen Adlerstatue aus Stahl, die sich von 1940 bis 1962 auf dem Dach des
Hauptgebäudes des Zentralflughafen Tempelhofs befand, gestaltet von dem Bildhauer
Walter E. Lemcke (* 1891; † 1955) nach
einem Entwurf des Architekten Ernst Sagebiel (* 1892; † 1970).

Die Statue wurde 1962 abgebaut um Platz für ein Radargerät zu schaffen.
Von dem Greif, sitzend auf einer Weltkugel, ist nur noch dieser Kopf erhalten.

Die United States Air Force hat den
Adlerkopf aus einem Museum der Military Academy in West Point zurückgeholt,
um ihn den (West-)Berlinern zu erhalten.

Das Denkmal wurde 1985 eingeweiht.




Historische Abfertigungshalle im Zentralflughafen Tempelhof
Historische Abfertigungshalle im Zentralflughafen Berlin-Tempelhof.




Berliner Zentralflughafen Tempelhof
Zentralflughafen Tempelhof - Blick vom Tempelhofer Damm - Bezirk Tempelhof (April 2008).

Zu Zeiten des "Kalten Krieges" mit die einzige Möglichkeit West-Berlin
ohne Kontrolle der "DDR-Organe" zu verlassen bzw. zu erreichen.


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Das Tempelhofer Feld war der ehemalige Exerzier- und Truppenübungsplatz, der von der
Berliner Garnison unter
König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) als solcher genutzt wurde.

Die damaligen neuen Kasernen auf der heutigen Berlin-Kreuzberger Bezirksseite wurden wegen der
Enge in der alten Berliner Stadt hier errichtet. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges (1914-1918)
und Ende der Monarchie unter Kaiser Wilhelm II. (* 1859; † 1941) wurde die Garnison aufgelöst,
die Kasernen zum Teil abgerissen (Versailler Vertrag).

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Ab 1922 wurde mit dem Bau des Flughafens Tempelhof begonnen.

1923 nahm der Flughafen Tempelhof den Linienverkehr auf -
er war damit einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands. 


Der Flughafen wurde nach Plänen des Architekten Ernst Sagebiel (* 1892; † 1970)
- auch Bau des
Reichsluftfahrtministerium in der Wilhelmstraße -
zwischen 1937 und 1941 ausgebaut.

Der Gebäudekomplex ist - neben dem Olympiastadion und dem ehemaligen Reichsluftfahrtministerium -
mit der einzige in Berlin übrig gebliebene, aber auch nie komplett fertig gestellte,
Monumentalbau aus der Zeit der NS-Diktatur
.

Das Flughafengebäude
galt
mit einer Bruttogeschossfläche von 284.000 Quadratmetern
bei seiner Eröffnung als das größte Gebäude der Welt.
Allein die Gesamtlänge des Gebäudes beträgt 1230 Meter.

Nur das Pentagon in Washington ist heute flächenmäßig größer.



Berliner Zentralflughafen Tempelhof - Blick von der Oderstrasse
Zentralflughafen Tempelhof.

Blick von der Oderstraße - Bezirk Neukölln im April 2008 - noch mit Flugbetrieb
und Sicht zum 78 Meter hohen, ehemaligen Gasometer in Schöneberg.



Auf dem Tempelhofer Flugfeld in Berlin
Blick vom stillgelegten Flugfeld Tempelhof zum Hangar (Oktober 2015).




Abendstimmung auf dem Tempelhofer Feld in Berlin
Das Tempelhofer Flughafengebäude - über 1,2 Kilometer lang - im Abendlicht (Oktober 2015).




Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld in Berlin
Auf dem Tempelhofer Feld fliegen jetzt nur noch "Drachen" (Oktober 2015).




Sonnenuntergang über dem Tempelhofer Feld
Sonnenuntergang am Tempelhofer Feld, rechts der ehemalige Tower der Fluglotsen (Oktober 2015).




Luftbruecken Veteran C-54  Skymaster
Diese  DC-54 "Skymaster" war auch während der Luftbrücke 1948 - 49 im Einsatz.

Sie wurde 1971 von dem "Rosinenbomberpiloten" Oberst Gail Halvorsen als Erinnerung an dieses Ereignis nach
Berlin eingeflogen und stand seitdem am Rande des Tempelhofer Flugfeldes als "Berliner Luftbrücken Veteran",
am Columbiadamm.
Nach Schließung des Flughafens wurde sie vom Columbiadamm vor dem Flughafen-Hangar umgesetzt.

In den ersten Wochen hatten die Flugzeuge vor allem Trockenfrüchte an Bord.
Deshalb wurden sie von den Berlinern auch "Rosinenbomber" getauft.
Später wurden alle Maschinen, die Hilfsgüter nach Berlin flogen, so genannt.

Aber auch Industriegüter, welche in West-Berlin benötigt bzw. gefertigt wurden,
mussten ein- und ausgeflogen werden, u. a. ist in dieser Zeit die im Zweiten Weltkrieg
zerstörte, eigene (West-)Berliner Stromversorgung wieder hergestellt worden.
Das Kraftwerk Ernst Reuter erfuhr mit 1.416 t   Anlagenteile per Luftbrücke
einen Wiederaufbau und ging am 1. Dezember 1949 wieder ans Netz.
 
Im Sockel des Luftbrückendenkmals auf dem Platz der Luftbrücke sind die
75 Namen der Piloten, Co-Piloten, Funker und Transportarbeiter
verzeichnet, die bei der Luftbrücke ums Leben kamen.

Ihrer gedenken wir, die ehemaligen West-Berliner Insulaner, in Dankbarkeit.


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Links vom Rosinenbomber-Erinnerungsdenkmal liegt der ehemalige Neue Garnisonfriedhof,
ab 1970 Friedhof Columbiadamm.
Er entstand Mitte des 19. Jahrhunderts für die gefallenen Soldaten der ehemaligen Preußischen Berliner Garnison.

Er ist ca. 104.044 m² groß und beherbergt derzeit ca. 7.000 Gräber.


Monument für die Gefallenen des I.Weltkrieges (1914-1918)

Kriegsgräber-Ehrenmale
für die gefallenen Soldaten des
Ersten Weltkrieges (1914 - 1918)


Monument für die Gefallenen des I.Weltkrieges (1914-1918)


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Kaiser Wilhelm I.
(* 22.03.1797; † 09.03.1888) übereignete 1866
dem Sultan Abdul Aziz (* 1830; † 1876) für sein Botschaftspersonal
und alle Muslime in der Hauptstadt Preußens auf Dauer
ein kleines Gelände auf dem Tempelhofer Feld am Columbiadamm für einen
Islamischen Diplomatenfriedhof, gleich links vom Garnisonfriedhof.

Er galt als Monument preußisch-türkischer Freundschaft.

Nach 1918 wurden die während des Ersten Weltkrieges gefallenen türkischen Soldaten
hier bestattet, seitdem heißt der Friedhof "Türkische Kriegsgräberstätte zu Berlin".

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Türkischer Friedhof am Tempelhofer Feld - Columbiadamm

In der heutigen Zeit wird er auch als Begräbnisstätte der
türkischen Gemeinde in Berlin genutzt.

Die Grabstätten sind hier nach der "Qibla" - in Deutschland - nach Süd-Osten, gen Mekka ausgerichtet.

Die "Qibla"
weist den Weg gen Mekka und ist die vom Koran vorgeschriebene
Gebetsrichtung der Muslime zur Kaaba in Mekka.


 Kaaba = Kubus (Würfel) - ist ein quaderförmiges Gebäude im Innenhof der Heiligen Moschee in Mekka
und bildet als "Haus Gottes" das zentrale Heiligtum des Islams.




Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Berlin-Neukölln
Die Sehitlik-Moschee auf dem historischen Türkischen Friedhof am Columbiadamm.

Alle Moscheen richten sich nach der "Qibla" (Gebetsrichtung).


 

Innenraum der Sehitlik-Moschee mit Eingangsbereich
Sie ist eine zweigeschossige Moschee im osmanischen Stil mit zwei hohen Minaretten
und die
größte Moschee in der Bundeshauptstadt Berlin.




Innenraum der Sehitlik Moschee am Columbiadamm in Berlin
 Sie wurde 1998 bis 2005 von der
"Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion" (DITIB) errichtet.



 

Blick vom Tauentzien
"Alter" Blick vom Wittenbergplatz entlang des "Tauentzien" zur Gedächtniskirche
und zum 22-stöckigen Hochhaus des Europa-Centers am Breitscheidplatz, der "City West".



torartige Skulptur auf dem Tauentzien - Richtung Gedächtniskirche
Hier die "neue" Sicht vom "Tauentzien" zur Gedächtniskirche, dahinter das neu erbaute Hotel Waldorf Astoria.

Die Skulptur ist eine Dauerleihgabe der "Deutsche Bank AG" an die Stadt Berlin
anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt (1987).

Sie wurde bei der
Fa. Borsig GmbH in Berlin-Tegel hergestellt, der ehemaligen Tochterfirma
 
und Namensgeberin der in Insolvenz gegangenen Muttergesellschaft in Oberhausen "Deutsche Babcock AG"
-
1970 erwarb Babcock die Firma Borsig - wurde dann die "Deutsche Babcock Borsig AG".

Es war die
zweitgrößte deutsche Nachkriegspleite und ein deutsches Kriminalstück durch Missmanagement
-
September 2002.

Mehr als 24.000 Arbeitslose weltweit war das traurige Ergebnis!



 
torartige Skulptur auf dem Tauentzien - Blick Wittenbergplatz
Blick vom Breitscheidplatz entlang der Tauentzienstrasse in Richtung Wittenbergplatz und KaDeWe.

Die Skulptur auf dem Mittelstreifen der Tauentzienstrasse, zwischen Nürnberger und Marburger Straße,
wurde 1987 von dem Bildhauerehepaar Brigitte (* 1923; † 2011) und Martin (* 1921) Matschinsky-Denninghoff
als Beitrag zum Skulpturenboulevard geschaffen.

Die monumentale torartige Skulptur aus Chromnickelstahl-Röhren symbolisierte mit ihren
ineinander verschlungenen, aber getrennt aufgestellten beiden Teilen die Situation des geteilten Berlin.



 
Wittenbergplatz
Der U-Bahnhof Wittenbergplatz und das KaDeWe (Kaufhaus des Westens) am Tauentzien.

Der Bahnhof wurde originalgetreu im Jugendstil rekonstruiert und gilt als schönster Berliner U-Bahnhof.

Er wurde 1913 nach Plänen des schwedischen Architekten Alfred Grenander (* 1863; † 1931) fertiggestellt.

Bedingt durch den Ersten Weltkrieg ( 1914 -18 ) dauerte es bis 1926, ehe die Entlastungsstrecke von
Gleisdreieck über Kurfürstenstrasse, Nollendorfplatz in den Wittenbergplatz geführt werden konnte.

Mehr als 70 U-Bahnhöfe hat er in Berlin verantwortlich architektonisch und funktional gestaltet, u. a.
Hermannplatz, Nollendorfplatz, Knie (heute Ernst-Reuter-Platz), Krumme Lanke, Alexanderplatz,
Deutsche Oper, Klosterstraße, etc.



KaDeWe am Wittenbergplatz in Berlin
Das Kaufhaus KaDeWe - Kaufhaus des Westens -
mit heute 60.000 Quadratmetern
Verkaufsfläche im neoklassizistischen Stil,
ist
das größte Warenhaus Kontinentaleuropas
am Wittenbergplatz im Bezirk Schöneberg.

Keine europäische Metropole, die nicht ein Luxuskaufhaus hat.
Das 1907 in Berlin eröffnete KaDeWe ist bis heute Deutschlands berühmtestes Kaufhaus.
Wer Luxus sucht, wird hier fündig.


Das Warenhaus mit gehobenen Sortiment und Luxuswaren wurde am 27. März 1907 eröffnet
und sollte "die verwöhnten Ansprüche der oberen Zehntausend, der obersten Eintausend,
der allerobersten Fünfhundert" befriedigen, wie eine damalige Wochenzeitschrift schrieb.


D
er Architekt Johann Emil Schaudt (* 1871; † 1957) wurde mit dem Bau des Gebäudes beauftragt.



 
Breitscheidplatz von oben.
Aussicht durch die Scheiben der neu eröffneten (Aug. 2005) Panorama-Etage im 20. Stockwerk
des Europa-Centers
über den Breitscheidplatz und dem ehemaligen
"Reitweg zum Grunewald", dem heutigen "Kurfürstendamm", der so genannten "City West".

Leider existiert diese Panorama-Etage nicht mehr, sie wurde im Jahr 2008 schon wieder geschlossen.

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Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg (* 1505; † 1571) der im Jahr 1542 das
Jagdschloss "Zum grünen Walde" (Jagdschloss Grunewald) bauen ließ,
wollte auch schnell vom und zum Berliner Stadtschloss gelangen um seine Jagdausflüge
gestalten zu können.

Er sorgte dafür, dass ein Dammweg (Knüppeldamm) - dem heutigen "Kurfürstendamm" -
zwischen diesen Schlössern angelegt wurde.

Standbild Kurfürst Joachim II in Spandau - Nikolaikirche.
Das Denkmal Joachims II. vor der Nikolaikirche in Berlin-Spandau erinnert an den
Übertritt des Kurfürsten zum evangelischen Glauben in dieser Kirche im Jahre 1539.


Der Kurfürst läutete am 1. November 1539 mit seiner Teilnahme am lutherischen Abendmahl
in der Nikolaikirche in Spandau die "Reformation in Berlin und der Mark Brandenburg" ein.


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Heute ist der "Kudamm" Berlins repräsentativste und bekannteste Flanierstraße
mit einer einzigartigen Mischung von Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Restaurants,
Theatern und Kinos.

28 Jahre lang, bis zum Mauerfall, war der "Kudamm" und seine Umgebung
für die West-Berliner und den Besuchern der geteilten Stadt,
die einzige "Vergnügungsmeile" ohne Sperrstunde - mit Flair in West-Berlin.

 


Blick über den Tauentzien zum Wittenbergplatz.
Hier die Sicht aus der ehemaligen Panorama-Etage des Europa-Centers über die
Tauentzienstrasse zum Wittenbergplatz,
rechts der Gebäudekomplex von
P. & C. und darüber vom KaDeWe.



 
P.& C. am Tauentzien in Berlin
Das "Gläserne Kleid" - Weltstadthaus von P. & C. - Peek & Cloppenburg.

Das 1995 eröffnete Kaufhaus wurde von Prof. Peter Böhm (* 1954) entworfen.
Im Mittelpunkt steht die Glasfassade des Gebäudes, die an einen Glockenrock,
der oben eng gerafft und nach unten weit auseinander fällt, erinnert.



 
Europa-Center am Breitscheidplatz
Das Europa-Center wurde 1963 - 65, nach dem Entwurf von Karl Heinz Pepper (* 1910; † 2003),
als 86 m hohes Gebäude mit integriertem Einkaufs- und Kulturzentrum erbaut.

Auch eine Kunst-Eislaufbahn (bis 1979) war damals Bestandteil der Innenausstattung,
heute ein Café über zwei Etagen.

Aus wirtschaftlichen Gründen, aber vor allem auch weil es extrem zugig war,
wurden die offenen Höfe mit der Kunst-Eisbahn geschlossen.



 
Eingang vom Hotel Waldorf Astoria            5 Sterne Hotel Waldorf Asroria in Berlin
Das erste 5 Sterne Hotel Waldorf Astoria in Deutschland, Luxushotel in Berlin am Bahnhof Zoo,
Hardenbergstraße 28 / Ecke Kantstraße, im Januar 2013 eröffnet.


Das 118 Meter hohe Gebäude hat 232 Zimmer -
Architekt Christoph Mäckler.



5 Sterne Luxushotel Waldorf Astoria in Berlin am Bahnhof Zoo
Blick vom Breitscheidplatz auf das Hotel Waldorf Astoria.

Rechts im Foto, dass hier noch im Umbau befindliche so genannte "Bikini Haus" in der Budapester Straße,
welches 1957 erstmals eingeweiht wurde.

Im Herbst 2013 sollte der Umbau als "Bikini Berlin" erneut eingeweiht und mit Einkaufsmöglichkeiten,
Büros, Gaststätten und Penthäusern, mit Blick zum Zoologischen Garten, wieder eröffnet werden.
Die Eröffnung fand aber erst am 3. April 2014 statt.


Links im Foto, der noch eingerüstete "Hohle Zahn" der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz,
der "City West"
, der in den achtziger Jahren leider falsch saniert wurde und nun wieder,
bis voraussichtlich Sommer 2014, restauriert werden muss.




 
futuristicher Innenhof des Neuen Kranzler Eck
 Ein futuristisch, intimer Innenhof, der das Neue- mit dem alten Kranzler-Eck am "Kudamm" verbindet.
Tagsüber lärmen hier in zwei großen, halbkegelförmigen Volieren Fasane, Papageien, viele Sittiche und Enten.


Im Hintergrund sieht man das 5 Sterne Hotel Waldorf Astoria.



 
Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz
Auf dem Breitscheidplatz die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und der Weltkugelbrunnen,
von den Berlinern salopp "Wasserklops" genannt, am Scheitelpunkt - Kurfürstendamm (Kudamm)
und Tauentzienstrasse (Tauentzien) - "City West".

Hinter dem Platz die Kant- sowie Hardenbergstrasse und rechts im Foto die Budapester Strasse
mit dem alten "Bikini Haus".



Hohler Zahn - Turmruine Gedächtniskirche           Gedenkhalle in der Turmruine           Gedaechtniskirche - Hohler Zahn
Gedächtniskirche                             Gedenkhalle Westturm                                   
"Hohler Zahn"
 
1891 - 95 von Franz Heinrich Schwechtens (* 1841; † 1924) erbaute neoromanische Kirche mit einem hohen Westturm und vier Ecktürmen.

Nach seiner Thronbesteigung gab Kaiser Wilhelm II. den Auftrag, eine repräsentative Kirche zu bauen, die die Einheit von
Thron und Altar in Preußen demonstrieren und dem Andenken an Kaiser Wilhelm I. (* 1797; † 1888) gewidmet sein sollte.

Im Zweiten Weltkrieg, am Totensonntag im November 1943, Zerstörung durch Fliegerbomben.
Das alte Kirchenschiff wurde abgetragen, nur der Westturm (Hohler Zahn) blieb stehen.

Nach dem Entwurf von Egon Eiermann (* 1904; † 1970) ist eine neue moderne Kirche, 1959 - 61
mit separatem Kirchenhaus und Glockenturm aufgebaut worden.
Dieses Ensemble wurde von den (West-)Berlinern als "Puderdose mit Lippenstift" bezeichnet.



In der Gedenkhalle
Die Turmruine wurde als Kriegsmahnmal erhalten und restauriert.



Gedenkhalle
In der Ruine die Gedenkhalle mit Mosaiken und Skulpturen.



Fürstenfries in der Gedenkhalle
Ein Teil des erhaltenen Deckenmosaiks in der Gedenkhalle.
Auf dem Fürstenfries sind die Hohenzollernherrscher von Kurfürst Friedrich I. (* 1657; † 1713)
bis zum letzten Kronprinzen Friedrich Wilhelm (* 1882; † 1951) abgebildet.



Blick zum Breitscheidplatz
Blick vom Hardenbergplatz, entlang der Hardenberg- und Budapester Straße



Der neu restaurierte Zoo Palast in Berlin
zum neu restaurierten und umgebauten Zoo Palast - 60 jähriges Bestehen Mai 2017,
hinter der Baumgruppe das Bikini Haus (Bikini Berlin)
Breitscheidplatz, Europa-Center und Gedächtniskirche.



Theater des Westens
Theater des Westens in der Kantstraße, nahe dem S- und U-Bahnhof  Zoo (Bezirk Charlottenburg),
ehem. Goethe-Theater von dem Architekten Bernhard Sehring (* 1855; † 1941) im 19. Jh. entworfen.



Die neue "Buddy Bär Quadriga" -Passage "Kudamm" zur Kantstrasse
In der Passage vom "Kudamm" bis zur Kantstraße steht die "Buddy Bär Quadriga".
Sie wurde aus Anlass des 10jährigen
Jubiläums des Neuen Kranzler Eck
am 30. April 2010 feierlich enthüllt.

Die Erfinder der Buddy Bären sind Eva und Dr. Klaus Herlitz (Buddy Bär GmbH).
 
 

Im Hintergrund sieht man das Theater des Westens, welches hinter dem S-Bahn Viadukt steht.




 
Aquarium - Budapester Strasse
Aquarium in der Budapester Straße am Zoologischen Garten, erbaut nach Plänen des damaligen
Direktionsassistenten Oskar Heinroth
(* 1871; 31. Mai 1945 - als Direktor in Berlin), eröffnet 1913.

Heute ist es eines der artenreichsten Aquarien der Welt, mit ca. 600 Arten.



ZOO Eingang - Elefantentor
Elefantentor, erbaut nach Plänen des Architekten Carl Zaar (* 1849; 1924).
Eingang zum Zoologischen Garten in der Budapester Straße.

Nach Paris, London, Amsterdam und Antwerpen erhielt auch Deutschland seinen erstern Zoo,
1844
vor den Toren Berlins eröffnet und heute einer der wichtigsten zoologischen Gärten der Welt,
mit ca. 20.000 Tieren aus 1.800 Arten.

Der Zoologische Garten wurde im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben fast völlig zerstört,
viele Tiere verendeten. Das Elefantentor ist Mitte des 20. Jh. durch polnische Steinmetze,
die diese  Steinhauerkunst bzw. -technik noch beherrschten, wieder rekonstruiert und
aufgebaut worden.



Eingang zum Strandbad Wannsee - Nikolassee
Das Strandbad Wannsee befindet sich im Berliner Ortsteil Nikolassee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
und wird im Jahr 2017 - 110 Jahre alt.


Durch die gute Anbindung der
S-Bahnstation Nikolassee und der Autobahnabfahrt Spanische Allee
ist man sehr schnell vom Kurfürstendamm am Wannseebadweg.

Anfahrt:
mit der
S 1, S 7 bis S-Bahnhof Nikolassee

oder

Bus 112, 218 bis Kronprinzessinnenweg / Wannseebadweg

Zu Blockade- und DDR-Mauerzeiten war es die wichtigste Wasserfreizeitanlage der West-Berliner Bevölkerung.



 
Strandbad Wannsee
1907 wurde am Grossen Wannsee offiziell ein Familienbad eingerichtet,
welches nur mit "züchtiger" Badebekleidung benutzt werden durfte.

Heute gibt es natürlich auch einen FKK-Bereich für ca. 1.500 Badegäste, insgesamt finden hier
ca. 12.000 Erholung suchende Sonnenanbeter problemlos Platz.

1920 - 30 entstand, mit dem Umbau durch die Architekten Richard Ermisch (* 1885; † 1960) und
Martin Wagner
(* 1885; † 1957) das größte Binnenbad Europas.

Der Sandstrand hat eine Länge von ca. 1,3 km und eine Breite von ca. 50 m.
Er wurde mit Ostseesand vom Timmendorfer Strand angelegt, der mit Güterwaggons
herangeschafft worden ist und hat einem flachen, kinderfreundlichen Wasserzugang. 


An dem verbreiterten Strand befinden sich vier zweigeschossige Gebäude mit Umkleide- und Duschräumen,
welche mittels eines 600 m langen Ganges mit Läden und Serviceeinrichtungen verbunden sind.

Ein Fünf-Meter-Sprungturm und eine Wasserrutsche im Tiefenbereich ist auch vorhanden,
die
Wassertiefe beträgt bis zu 2,20 m.



 
Eigangsportal zu den Wannseeterrassen.
Rechts vom Eingang des Strandbades Wannsee befindet sich das beliebte Ausflugslokal "Wannseeterrassen",
hier das Eingangsportal zum Terrassen- und Restaurant-Areal.


Am 1. Weihnachtsfeiertag im Dezember 2001 wurde das Restaurant ein Raub der Flammen.



 
Wannseeterrassen in Nikolassee.
Die neuen Wannseeterrassen wurden - angeregt von den alten Bauplänen -
im Stil eines herrschaftlichen Landhauses errichtet.

14 Jahre lang mussten die Besucher der Berliner Wannseeterrassen auf Ihr Lieblingslokal
mit direktem Blick auf den Grossen Wannsee, die Havel und zur Insel Schwanenwerder verzichten.



 
Blick zum Strandbad Wannsee. Blick über den Grossen Wannsee.
Das Grundstück umfasst 8500 Quadratmeter und bietet 850 Sitzplätze,
500 davon auf der Terrasse mit einem wunderschönen Blick auf den Wannsee und die Havel.



 
Lage-Plan der Insel Schwanenwerder.
Von den Wannseeterrassen sieht man auch direkt zur Insel Schwanenwerder, die man
- rechts von den Terrassen - über eine Zufahrtsstrasse und kleine Brücke erreichen kann.


Im Jahr 1882 erwarb der Lampenfabrikant Kommerzienrat Friedrich Wilhelm Wessel (* 1830; 1898),
der durch die Erfindung des Petroleum-Rundbrenners zu Vermögen gekommen war, die Insel
"Cladower Sandwerder"
für 9.000 Reichsmark von dem
Rittergutsbesitzer Hugo von Platen (* 1838;  1917).

Wessel ließ eine Brücke zur und eine schlingenförmig angelegte Erschließungsstraße auf der Insel errichten.
Die Insel wurde parzelliert - die Parzellen wurden zum Kauf angeboten -
wobei zu jedem am Wasser gelegenen Villengrundstück jeweils ein durch die Inselstraße
abgetrenntes Innengrundstück für Wirtschaftsgebäude und Nutzgärten gehörte.

Kaiser Wilhelm II. genehmigte 1901 offiziell den klangvolleren Namen Schwanenwerder.

Sie
ist bis heute fast komplett mit Villen und Einfamilienhäusern bebaut,
ein Zugang zum Ufer ist für die Öffentlichkeit nicht möglich.

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Die Berliner Havel-Insel Schwanenwerder, war vor der Zeit der Nationalsozialisten,
überwiegend von reichen Deutschen mit jüdischen Glaubens bewohnt.

In der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu Zwangsverkäufen und -versteigerungen des Eigentums
der jüdischen Besitzer zugunsten der nationalsozialistischen Prominenz.


Da die Deutschen mit jüdischen Glauben die Insel verlassen und emigrieren mussten,
nutzten Schauspieler/innen und Nazigrößen die "günstig erworbenen" Grundstücke sowie Häuser für den Eigenbedarf.

Von 1936 bis 1945 wohnte auch die bekannteste Nazigröße, der Propaganda-Minister Joseph Goebbels auf der Insel.

Vorbesitzer seines Anwesens war der jüdische Bankdirektor Oskar Schlitter (* 1868; † 1939).

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in dem "Wirtschaftsgebäude" des Grundstückes,
in dem Goebbels seinen Fuhrpark und die SS-Wachmannschaften untergebracht hatte,
die "Wache 3" der Wasserschutzpolizei - bis 2009 auf Schwanenwerder stationiert.


Diese ist aufgelöst worden und das Grundstück wurde zum Verkauf angeboten.



 

Ruinenrest, eine Säule vom Pariser Palais des Tuileries,
auf der Insel Schwanenwerder.

Hinweistafel - Tuilerien - Schwanenwerder.

Am Sockel der Säule wurde seeseitig diese Tafel im Jahre 1884 angebracht.

Das Palais des Tuileries in Paris war das frühere Stadtschloss der französischen Herrscher.
Es brannte 1871 beim Aufstand der Pariser Kommune aus und wurde später abgerissen.


Ein kleiner Ruinenrest wurde 1871 an den Lampenfabrikanten Kommerzienrat Friedrich Wilhelm Wessel
verkauft und nach Berlin geschafft - dort steht er seither auf der Insel Schwanenwerder.



 

Berlin Wannsee - Bahnhofsvorplatz
Das unter Denkmalschutz stehende, expressionistische "Empfangsgebäude" vom Bahnhof-Wannsee (Foto Apr. 2016).

1874
wurde der Bahnhof Wannsee an der Wannseebahnstrecke -
S7 (S1) - eröffnet,
im
Jahre 1888 wurde der Bahnhof vergrößert.

1928 wurde das Bahnhofsgebäude, dass der Architekt Richard Brademann (* 1884; † 1965)
entworfen hatte, in Betrieb genommen.

1952 bis 1976 wurde der Fernzughalt in Wannsee aufgehoben und alle "Dampflok - Interzonenzüge"
der Deutschen Reichsbahn (DDR) hielten vor bzw. nach ihrer Fahrt durch die ehemalige DDR in Wannsee,
die Passkontrolle durch die "Organe der DDR" fand in "Dreilinden" statt.

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Das Bahnhofsgebäude und der Bahnhof soll in naher Zukunft notwendigerweise fahrgastfreundlicher gestaltet werden,
speziell die Eingangshalle sowie auch der Bahnhofsvorplatz.

Täglich nutzen bis ins Jahr 2016 ca. 40.000 - auch internationale - Fahrgäste den über 140 Jahre alten Bahnhof,
denn im Gegenüber liegen . . . . . .

Großer Wannsee - Dampferanlegestellen

. . . . . . am Großen Wannsee die Dampfer-Anlegestellen, auch BVG-Fähre nach Kladow.
 
Großer Wannsee - Damperanlegestellen

Außerdem sind am Bahnhof u. a. weitere Bus-Umsteigemöglichkeiten zu den Berliner Sehenswürdigkeiten
wie Pfaueninsel und Grunewaldturm -
mit dem Bus 218 (alle 60 min) und zum
Schloss Glienicke
, an der Glienicker Brücke - mit dem
Bus 316 (alle 40 min).


 
Berlin Wannsee - Bahnhofsvorplatz (Gustav-Hartmann-Platz)
Der Bahnhofsvorplatz in Wannsee nennt sich "Gustav-Hartmann-Platz" (Foto Apr. 2016).

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes hat schon begonnen,
den ehemaligen alten Geschäften wurde der Mietvertrag gekündigt.

In dem Anbau des Bahnhofsgebäudes (links) befindet sich ein kleines
restauriertes
Hotel "Wannsee-Hof" mit Restaurant und Vorgarten,
in den restaurierten Räumen der Vorplatzgebäude findet man eine

Bäckerei
(rechts) und seit April 2016 hat ein neues,
kleines
Restaurant "
CORSINI" (Mitte) eröffnet, das auch sichtbar
das
Niveau des Vorplatzes etwas gesteigert hat.


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Gustav Hartmann (* 1859; † 1938) - auch "Eiserner Gustav" genannt,
war ein
Fuhrunternehmer und Berliner Original.

Am 2.4.1928 fuhr er mit seiner Droschke Nr. 120, gezogen vom Fuchswallach "Grasmus" und in Begleitung
eines Reporters
von Berlin-Zehlendorf über Magdeburg, Köln und Trier nach Paris, wo er am 4.6.1928 eintraf.

In der
französischen Hauptstadt erklärten ihn seine französischen Kollegen zum "Ehrenkutscher".
Am 12.6.1928 fuhr er wieder nach Berlin zurück.
Seine Aktion war ein
Protest gegen die "Benzindroschken", die die kleinen Fuhrunternehmer
zunehmend aus dem Berliner Straßenbild verdrängten.

Hartmanns aufsehenerregende Fahrt lieferte dem
Schriftsteller Hans Fallada (* 1893; † 1947)
im Jahr
1938 den Stoff für einen Roman, der als Vorlage für ein Filmdrehbuch entstand.

1958 spielte Heinz Rühmann (* 1902; † 1994) den "Eisernen Gustav" im gleichnamigen Film.



 
Bahnsteige vom Bahnhof Berlin Wannsee
Nach der Wiedervereinigung - 3. Oktober 1990 - fuhren ab 1992 wieder S-Bahnzüge nach Potsdam.
Ab 1993 wurden die Fernzuggleise elektrifiziert, bis 1998 fuhren
IC und ICE regelmäßig über Wannsee.

Heute fährt bis hierher die
S1, weiter nach Potsdam (Land Brandenburg)
kommt man mit der
S7 und/oder auch mit Regio-Zügen der DB oder ODEG.



 
Rückwertiger Bahnhofseingang Berlin-Wannsee - Frachtgutgebäude
Auf der Rückseite vom Empfangsgebäude, durch die Tunnelunterführung - hinter den Gleisen des Bahnhofs,
liegt der rückwärtige
Eingang zum Bahnhof-Wannsee mit dem alten Frachtgutgebäude,
rechts ist die Einfahrt zum Autoverladebahnhof.



 
GI´s 1946 auf der Bismarck Büste vor dem Bahnhof Wannsee
Auf der Grünfläche vor dem Bahnhof Wannsee stand bis ca. Mitte 1946 auf einem Felssockel
die kolossale Bismarck-Büste aus Marmor, gestaltet von dem Berliner Bildhauer Reinhold Begas (* 1831; † 1911).

Hier auf dem Foto von April 1946, das mir der ehemalige GI Manfred "Doc" Goldstein im Jahr 2003 zugesandt hat,
kletterte er mit einem Kameraden seiner US-MP-Einheit
- 16. Konstabler-Geschwader - Hauptquartier-Bataillon in der "US-Kaserne Patton Barracks" in Berlin -
auf das Denkmal, er sitzt oben auf dem Kopf der Bismarckbüste.

Manfred "Manny" Goldstein jüdischen Glaubens, wurde im Januar 1927 in Wien/Österreich geboren,
konnte als Kind 1939 noch vor den Nationalsozialisten fliehen und in die USA nach Alabama emigrieren.

Nach seiner Militärdienstzeit studierte er Elektrotechnik und
erfand Torpedo Brandschutzkabel, Stecker für Polaris Raketen
sowie Hochdruckdichtungen für Polaris U-Boot-Antennen.


Im Jahr 2001 reiste "Doc" noch einmal nach Berlin, um hier die Orte seiner US-Militärdienstzeit von 1946 aufzusuchen.

http://usconstabulary.com/Manfred_Goldstein.html


 
Bismarck Büste im Depot des Bezirks Steglitz-Zehlendorf in Berlin
Den Standpunkt dieser Bismarck-Büste fand "Doc" Goldstein
(Spitzname von seinen GI-Kameraden erhalten, da er viel reparieren und erfinden konnte)
nicht mehr in Berlin und bat mich per E-Mail um Auskunft.

Mit längerer Nachforschung erfuhr ich,
dass die US-Militärs das Denkmal aus Marmor, aufgrund seiner
zwiespältigen historischen Figur
-
preußischer Ministerpräsident und erster Deutsche Reichskanzler - siehe weiter unten,
ca. Mitte 1946 am Bahnhof-Wannsee abgerissen haben.

Die Büste wurde dann auf einem Depot des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf eingelagert - siehe Foto.

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Leider konnte ich Herrn Manfred "Manny" Goldstein folgendes nicht mehr mitteilen,
denn er verstarb im Alter von 82 Jahren am † 16. September 2009 in Lake Luzerne, New York/USA:
 
Wieder errichtetes Denkmal der Bismarck-Büste
Im Dezember 2013 wurde die Bismarck-Büste nach fast 70jährigem Dornröschenschlaf wieder erweckt und
ca. am gleichen Standort in der Grünfläche, auf einem kleineren Sockel, vor dem Bahnhof Wannsee erneut aufgestellt.

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Otto von Bismarck
(* 1. April 1815; † 30. Juli 1898).

Kaum ein Politiker wurde so geliebt und gehasst, verehrt und verteufelt wie er.
Reaktionär, Revolutionär, Staatsmann und Opportunist der Macht (
grundsatz- oder charakterloses Verhalten).

Er
war 1862 bis 1890 – mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 – Ministerpräsident von Preußen,
von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes sowie von 1871 bis 1890
erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte,
mit dem Ergebnis, dass
König Wilhelm von Preußen (* 22. März 1797; † 9. März 1888)
-
seit 1861 König von Preußen -
ab 1866 Präsident des Norddeutschen Bundes sowie ab 1871 erster Deutscher Kaiser - Wilhelm I. wurde.

Am 18. Januar 1871 kam es im Spiegelsaal von Versailles zur "Kaiserproklamation".
Sie markierte die Gründung des Deutschen Kaiserreichs.

Insbesondere an der Schaffung des Sozialversicherungssystems in Deutschland
war Otto von Bismarck ebenfalls maßgeblich beteiligt.

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Die 2009 erfolgte Restaurierung des Borussia-Monuments
Am östlichen Ufer des Großen Wannsees steht vor der "Villa Wild" - in der Nähe des Bismarck-Denkmals,
auf einer zweigeschossigen Terrassenanlage das überlebensgroße Standbild der Borussia.

Es stellt in weiblicher Gestalt die bildhafte Personifikation des ehemaligen preußischen Staates dar.

Um 1880 wurde es als Aussichtspunkt im ehemaligen Garten der "Villa Wild" errichtet,
Besitzer war der Lampenfabrikant Heinrich Wild (* 1826; † 1896).

Das
Borussia-Monument wurde durch Vandalismus beschädigt und war lange Zeit gesperrt.
Im Jahr 2009 ist es nach zweijähriger Restaurierung wieder für die Öffentlichkeit freigegeben worden.



 
Grunewaldturm / Kaiser-Wilhelm-Turm in Wannsee
Zum Grunewaldturm (Kaiser-Wilhelm-Turm) fährt man vom Bahnhof-Wannsee mit der Buslinie 218.

Der Grunewaldturm (Kaiser-Wilhelm-Turm), 1897 - 99 an der Havelchaussee,
(damals) zwischen Berlin und Potsdam - im heutigen Bezirk Wilmersdorf,
auf dem 79 m hohen Karlsberg nach Plänen des Geheimen Baurates Franz Schwechten (* 1841; † 1924) erbaut.

Der 56 m hohe, rote backsteinerne Aussichtsturm wurde anlässlich des 100. Geburtstags Kaiser Wilhelm I.
von der Gemeinde Teltow in Auftrag gegeben und sollte ein Zeichen der märkischen Dankbarkeit sein.

Er wurde am 5. Juni 1899 als König-Wilhelm-Turm eingeweiht, Kaiser Wilhelm II. gratulierte aber in
seinem Telegramm zum Kaiser-Wilhelm-Turm.



 
Terrassenblick Grunewaldturm           Terrassenblick Grunewaldturm
204 Stufen führen zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen schönen Ausblick auf die idyllische
Havellandschaft mit dem Grunewald und einen Teil Berlins hat.



 
Grunewaldturm (Kaiser-Wilhelm-Turm) in Berlin Wannsee                     Grunewaldturm - Eingang - Standbild Kaiser Wilhelm I.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Turm am 15. September 1945 auf Anordnung der Alliierten
in Grunewaldturm umbenannt - rechts das Standbild Kaiser Wilhelms I.

Die Inschriften lauten noch heute:
"Koenig Wilhelm I. zum Gedächtnis" und  "Der Kreis Teltow baute mich 1897".

Grunewaldturm in Wannsee - Wappen Kreis Teltow
Wappen Kreis Teltow.


TIPP für Berlinbesucher
               
Die Tarif-Fahrkarten der BVG (U-Bahn, BUS, Straßenbahn-Tram) haben auch Gültigkeit bei der S-Bahn (DB) und umgekehrt.
Gemeinsamer Tarif der im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zusammenwirkenden Verkehrsunternehmen (
VBB-Tarif).

Hier anklicken:

Download
der Liniennetze - BVG und S-Bahn
von der BVG-Website (www.bvg.de)
als PDF-Datei


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Ab 16. Juni 2002, 04:00 Uhr,  ist endlich wieder der "Berliner S-Bahn-Stadtring",
- auf Grund der Streckenführung auch "Hundekopf" genannt -

zu befahren, ca.
41 Jahre nach Still-Legung der Strecke, aufgrund
der Teilung Berlins durch den Bau der ehemaligen DDR-Mauer.

In ca. 63 Minuten kann man Berlin mit der S 41 im bzw.
mit der S 42 entgegen dem Uhrzeigersinn umfahren !



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Billige Sightseeing-Tour mit folgenden Bussen:

Mit den Doppeldecker-Bussen der BVG

(normaler Tarif )

Bus-Linie 100  von        S+U Zoologischer Garten (Hardenbergplatz)
                  bis         S+U Alexanderplatz      (oder umgekehrt)
über
Breitscheidplatz - Lützowplatz - Nordische Botschaften - Großer Stern -
- Schloss Bellevue  -
Kongreßhalle - Reichstagsgebäude - Unter den Linden - Staatsoper - Lustgarten

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Bus-Linie 200  von      S+U Alexanderplatz      (oder umgekehrt)
                            bis       S+U Zoologischer Garten (Hardenbergplatz)
über
Lustgarten - Staatsoper - Unter den Linden - Leipziger Str. -
- S+U Potsdamer Platz -
Philharmonie - Nordische Botschaften - Budapester Str. - Breitscheidplatz

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Billige Sightseeing-Tour mit der Straßenbahn - Tram M1 !

Die Linie Tram M1 hat eine Streckenlänge von 12,4 Km und hat 39 Stationen auf ihrer Strecke.
Sie führt vom Nordosten Berlins (Rosenthal) durch das traditionelle Wohnquartier Niederschönhausen,
vorbei am ältesten Berliner Wochenmarkt und am S-Bahnhof Pankow.
Unter dem Viadukt der U-Bahn (U2) fährt die Tram durch den Szene-Bezirk Prenzlauer Berg,
dann über die Kastanienallee mit dem legendären Prater, dem ältesten Biergarten Berlins,
weiter nach Mitte.
An den Hackeschen Höfen vorbei, durch die Oranienburger Straße und die Friedrichstraße
mit Friedrichstadtpalast erreicht sie schließlich die Museumsinsel am Kupfergraben in Berlin-Mitte.

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Angaben der Erbauer, Jahreszahlen und Beschreibungen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem "Falk Plan" Berlin mit Potsdam,
gängigen Lexika, Zeitungsartikeln bzw. von
Hinweistafeln aus dem "Deutschen Technikmuseum Berlin",

*)
aus dem Buch
"Die Provinz Brandenburg" - Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahre 1900,

**)  und dem Buch
"Das Alte Berlin", Erinnerungen von Agathe Nalli-Ruthenberg,
aus dem Jahre 1912 - Verlag Continent GmbH

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