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für Quereinsteiger
    
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Rüdersdorf bei Berlin
- um 1900: Kalkberge (Mark) -
im nordöstlichen Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland.

Mit seinen Seen, Wäldern, Kanälen, seinem Heideland und Hügeln, einer Vielfalt
von Pflanzen und Tieren zählt Rüdersdorf sicher zu den reizvollsten Gegenden
unmittelbar vor den Toren Berlins.

Ein Ausflug zu den Zeugen der ältesten Vergangenheit unserer Erde.

Verkehrsanbindung von der S-Bahnstation Berlin-Friedrichshagen mit der
Straßenbahn - Tram 88 oder Schiffausflugsverkehr von Berlin-Treptow.

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Die natürlichen Kalksteinvorkommen in Rüdersdorf
sind Muschelkalkhöhen,  wo der Untergrund der eiszeitlichen Schuttdecke
Norddeutschlands zutage tritt. Sie sind einmalig in Deutschland.
Im Tagebau werden diese terrassenförmig abgebaut.
Bereits im Jahre 750 begann der Abbau durch Zisterzienser Mönche.

Hier wurden die Baustoffe für das Brandenburger Tor in Berlin, Schloss Sanssouci,
teilweise Reichstagsgebäude und Olympiastadion sowie
andere bedeutende
Bauwerke im Berliner und Brandenburger Raum
produziert und Wissenschaftsgeschichte geschrieben.

Der Kalksteinabbau in Rüdersdorf führte zur Entstehung des heute weltweit
größten geologischen Aufschlusses des Trias,
einer bis zu 248 Millionen Jahre alten Erdschicht.
In Rüdersdorf gelang dem schwedischen Geologen Otto Torell vor
150 Jahren der Nachweis der Eiszeiten in Mitteleuropa.


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Fotos von August/September 2000
 
Glueckauf - Lore
Zugang zum Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf, Heinitzstraße 11.

Öffnungszeiten:   täglich von 10:00 - 18:00 Uhr
(auch Fossiliensuche - nach Voranmeldung, jeweils um 10:00 und 13:30 Uhr)




Abraum - Kalksteintagebau
Der terrassenförmige Kalksteintagebau hat heute eine Länge
von 4 km und eine Breite von 1 km (Stand Sept. 2000).




Baustoff-Fabrik in Rüdersdorf
Nach der Wiedervereinigung produziert heute eine moderne Fabrikanlage
die Baumaterialien.
Das negative Image des Ortes durch die Zementproduktion ist Dank
umfangreicher Investitionen in den Umweltschutz längst Geschichte.

Die Staubbelastung ist zum Beispiel um 53.000 t / Jahr
auf unter  2.000 t / Jahr  zurückgegangen!





Rüdersdorfer Bergkapelle
Gescanntes Fremd-Foto (Postkarte) aus dem Nachlass meines Vaters, der damals,
als Klarinettist und Chorleiter, Angehöriger der Bergkapelle war und auch auf
diesem Foto von 1929 abgebildet ist.
Rüdersdorfer Bergfeste gab es schon immer. Die Rüdersdorfer Bergkapelle
war früher sehr aktiv (hier neben der Zirkelbogenbrücke des Rumfordofens).
Im Hintergrund rechts, der Durchgang zum Tagebau.

Hier die offizielle Homepage der heutigen Rüdersdorfer Bergkapelle:

http://www.bergkapelle-ruedersdorf.de




Zirkelbogenbrücke und Durchgang zum Tagebau
Dieser Platz, des Fotos von 1929 (oben), jetzt im Museumspark Rüdersdorf,
ist auch heute noch erkennbar.




Rumfordofen und Zirkelbogenbrücke
Ein Kalkbrennverfahren: Der Rumfordofen mit Zirkelbogenbrücke,
1805/1826 erbaut. Sie diente als Beschickungsbrücke für den Transport
des Kalksteins mittels Schienen und Loren, direkt vom Tagebau zum Ofen.




Kueche       Wohnraum
Küche                                               Wohnzimmer
In der Brücke waren auch 2 Wohnungen integriert,
die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnt wurden !




Magazingebäude mit Uhrenturm
Magazingebäude und Uhrenturm  (1819/1829).




Eingang Schachtofenbatterie im Museumspark
Eingang zur Schachtofenbatterie im Museumspark.




Schaftofenbatterie
Schachtofenbatterie, bestehend aus 18 Rumfordöfen.
1871 bis 1877 erbaut und bis 1968 in Betrieb !




Stummer Zeitzeuge
Letzte stumme Zeitzeugen, dieser harten schmutzigen Arbeit.




Verkalkter Kumpel
Ein echter, armer "verkalkter Kumpel".
In der DDR-Zeit von Strafgefangenen als Arbeiterdenkmal erbaut.




Portal Heinitz-Kanal
Portal des Heinitz-Kanals, 1804 fertiggestellt, zum Transport der
Kalksteine mit Oderkähnen.




Portal Bülow-Kanal
Portal des Bülow-Kanals, 1816 erbaut, zur Passage größerer Lastboote.




Seilscheibenpfeiler
Der teilweise restaurierte Seilscheibenpfeiler, 1871 erbaut, diente zur
Aufnahme der Seilscheiben, in denen Stahlseile liefen,

Postkarte Kalkberge mit Tiefbau Foerderbahn
um die Eisenbahn- bzw. Grubenwagen auf einer 205 m langen schrägen Ebene zu bewegen.
Der Antrieb bestand aus zwei, parallel zum Seilscheibenpfeiler angeordnete Dampfmaschinen.

Herzlichen Dank an Herrn Peter Wieteck, der mir dieses Foto seiner eingescannten
alten Postkarte mit der Tiefbau-Förderbahn freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.





Energiepark Rüdersdorf
Der Energiepark Rüdersdorf hat eine Leistung von 5.400 kW.
Mit dieser Anlage werden jährl. 7.850.000 kWh Strom erzeugt.
Das reicht für die Versorgung von ca. 3.000 Haushalten.




Umgebung von Ruedersdorf
Direkte Umgebung der Rüdersdorfer Kalkbergwerke.




Kirche von Rüdersdorf
Die Kirche von Rüdersdorf, das Baumaterial lag nicht weit weg.
1871 aus Schaumkalk erbaut.




Historisches Haus
Nach der Wende 1990 sind schon einige alte Häuser wieder
liebevoll restauriert worden.




Restauriertes historisches Haus
Die Besucherzahlen in Rüdersdorf werden auch dadurch wieder steigen.




Schifffahrt auf dem Rüdersdorfer Kalksee
Seen und Wälder um Rüdersdorf  laden, wie zu früheren Zeiten, wieder zur Erholung ein.
Die landschaftlich reizvolle Lage bietet viele Möglichkeiten für Wanderungen, Radtouren,
Wassersport und Angeln.




Wasserstraßen - Umgebung Ruedersdorf
Auffahrt auf den Rüdersdorfer Kalksee.




Wolterdorfer Schleuse
Wenn man gemütlich mit dem Ausflugsdampfer nach Rüdersdorf fahren
möchte, muss dieser die neu erbaute Woltersdorfer Schleuse passieren,
gelangt dann auf den Kalksee und den Hohlen See auf dem Mühlenfliess
nach Rüdersdorf, Ortsteil Schulzenhöhe.




Rüdersdorfer Kalksee - Energiepark
Rüdersdorfer Kalksee, mit Blick zum Energiepark Rüdersdorf
(hinter der Autobahnbrücke vom Berliner Ring).




Wasserstraßen um Ruedersdorf
Mit dem Schiff auf der Hin- und Rückfahrt,




Umgebung Ruedersdorf
die Umgebung der Rüdersdorfer Kalkbergwerke.

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Fotos von August/September 2000

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Angaben der Frühgeschichte und Jahreszahlen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem Prospekt bzw. ausgestellten Tafeln des
"Förderverein Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf e.V."
sowie aus dem Heft vom Selbstverlag:
"Führer zur Geologie von Berlin u. Brandenburg"
und geläufigen Lexika.

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Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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