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für Quereinsteiger
    
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Auf den Berliner Wasserstrassen,
Spree, Dahme und Havel.


Die größte Wasseridylle Europas.

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1816 fuhr das erste in Deutschland gebaute Mittelrad-Dampfschiff,
die in Pichelsdorf bei Spandau vom Stapel gelaufene

"Prinzessin Charlotte von Preußen"
auf der Havel, zwischen Berlin und Potsdam!
 
Wasserstraßen Berlin-Potsdam-Land Brandenburg
 
Bei Spandau
(Altstadt/Stresowpark) vereinigen sich die
von Norden kommende
Havel (Oberhavel - Quelle bei Kratzeburg) und die
von Süd-Osten kommende
Spree (Unterspree - Quelle in der Oberlausitz/Kottmar).

Die Dahme entspringt südöstlich der gleichnamigen Kleinstadt Dahme
und mündet in Berlin-Köpenick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree.


Mit den beiden wichtigsten Flusssystem Deutschlands, denen der Oder und Elbe,
ist Berlin durch ein ausgezeichnetes Kanalnetz verbunden.

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1.650 Brücken gibt es in Berlin, mehr als in Venedig.
Manche Brücken sind sehr flach gebaut, so dass man während der Schiffsdurchfahrt
auf dem Oberdeck nicht aufstehen darf, dieses sogar, je nach Größe des Schiffes,
vorübergehend verlassen muss.

Spruch eines Motorschiffkapitäns:

"Klebt erst mal die Brücke auf der Stirn, wird's dunkel im Gehirn."

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Auf der Spree
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*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                                                             


Die mit Wald und Wasser reich bedachte Umgebung Berlins bietet manchen hübschen Ausflug.
Oberhalb (heute Südosten) der Stadt entfaltet sich die Spree als breiter, blauer Wasserspiegel,
der besonders die Liebhaber von Fischfang und Wasserfahrten anlockt.
An ihren teils wiesigen, teils bewaldeten Ufern finden wir viele freundliche Villen und
Vergnügungslokale mit baumreichen Gärten.
Im Sommer, namentlich Sonntags, herrscht auf dem Flusse die größte Regsamkeit.
Dampfer, Segel- und Ruderboote befahren ihn unablässig.

 
Auf dem Mueggelsee
Auf dem Großen Müggelsee (Müggelspree) im Bezirk Treptow-Köpenick.

Im Hintergrund der "Große Müggelberg" - links, mit zwei Sendetürmen
und der "Kleine Müggelberg" - rechts, mit dem Müggelturm (Aussichtsturm).

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Der Große Müggelberg - natürliche Erhebung - mit ca. 115 Meter in
Treptow-Köpenick und der Teufelsberg (Bauschutt- / Mülldeponie),
nach Neuvermessung ca. 120 Meter Höhe
im Berliner Forst Grunewald von Wilmersdorf, waren Berlins höchste Erhebungen.

Eine Gemeinsamkeit, beiden liegt jeweils ein kleiner See zu "Füßen", der Teufelssee.

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Der höchste "Berg" in Berlin - mit ca. 122 Meter - ist seit Anfang 2016 jetzt der im Berliner Bezirk Pankow-Blankenfelde,
auf der natürlichen Erhebung der Arkenberge, durch Bauschutt-Aufschüttung (Mülldeponie) entstanden.

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Auf dem Müggelsee in Berlin-Köpenick
Der Berliner Stadtforst von Köpenick mit dem Müggelturm (Aussichtsturm)
- weiter Rundblick über die Seen- und Waldlandschaft im Südosten Berlins.
(Foto Aug. 2015)



 
Müggelturm - Aussichtsturm in Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick    Auf dem "Kleinen Müggelberg" der Müggelturm, Bezirk Treptow-Köpenick
Auf dem "Kleinen Müggelberg" - ca. 88 m hoch - steht der Aussichtsturm "Müggelturm", mit einer Höhe von ca. 30 m.
(Fotos Sept. 2015)

Nachdem der alte Holzturm 1958 komplett durch ein Feuer zerstört wurde, ist zu DDR-Zeiten der neue Turm,
entworfen von einem Studentenkollektiv der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1960 bis 1961 u. a. mit freiwilligen
Arbeitsstunden im Rahmen des "Nationalen Aufbauwerkes" (NAW) erbaut worden.

Nach dem Erklimmen von 126 Stufen über 8 Etagen bis zur Aussichtsplattform,
hat man einen
Rundum-Blick und eine Fernsicht von bis zu 60 km.

Seit vielen Jahren liegt das Müggelturm-Areal im Dornröschenschlaf und erfährt nun Stück für Stück eine Revitalisierung.

Ab Juli 2014 begann ein neuer Start mit der Wiederbelebung der Müggelturm-Anlage durch den neuen
Investor Matthias Große
, dem Lebenspartner der Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (5 fache Olympiasiegerin).

Seit den 1990er Jahren gehört der Turm aber zu Berlins Baudenkmälern, deshalb gelten bei der Sanierung des Turms
und Umbauten des Areals besondere Auflagen, um den größten Teil der denkmalgeschützten Anlage zu erhalten.


Matthias Große
übernahm 2014 den Turm samt der "alten" Baugenehmigung für den obskuren Vorbesitzer und fing an zu bauen.
Die Baugenehmigung des Vorbesitzers galt nun aber nicht mehr und schon wieder gibt es einen Baustopp am Müggelturm,
weit und breit ist kein Bauarbeiter zu sehen - nicht von unten - von oben erst recht nicht!

Im Januar 2015 stellte der neue Besitzer einen neuen Antrag zur Baugenehmigung - und wartet seither,
mittlerweile ist es Ende September 2015 !
 Unter anderem gibt es Probleme mit der Zugänglichkeit für Behinderte und mit seinem Wunsch, noch Bäume zu fällen,
damit man nicht nur vom Turm, sondern auch von der geplanten Sonnenterrasse in die Ferne blicken kann.



 
Blick über den Müggelsee nach Friedrichshagen.
Der Blick vom Müggelturm über den Großen Müggelsee nach Friedrichshagen.

Das Wetter war nicht sehr fotofreundlich, Fotos kann man aber an 365 Tagen im Jahr auf dem Turm wiederholen.



 
Blick zum Rüdersdorfer Kalkbergwerk
Der Blick nach Rüdersdorf, zum Kalkbergwerk.



 
Blick vom Müggelturm über den Langer See (Dahme) .
Die Aussicht zum Langer See (Dahme) und der Regattastrecke in Berlin-Grünau.



 
Sicht zum Telespargel am Alex
Hier der Ausblick nach Berlin-Mitte, zum Telespargel am Alexanderplatz.



 
Auf dem Großen Müggelberg - Sendeanlage
Nebenan, auf dem "Großen Müggelberg" - die höchste natürliche Erhebung in Berlin - ca. 115 m hoch,
steht ein Sendeturm der Telekom und
der Stumpf des unvollendeten Fernsehturms Müggelberge,
jetzt zweiter Sendeturm der Telekom.

Auf
dem Großen Müggelberg wurde 1954 mit dem Bau eines viereckigen Fernsehturms begonnen aber nicht vollendet.
Der heute umgebaute Gebäudestumpf (mit Radom) wird als Sendeturm Müggelberge für unterschiedliche Zwecke verwendet.



 
Piraten auf dem Müggelsee in Berlin
Hier sind "Piraten" - 5 m lange, 10 m² Einheits Jugendjollen - bei einer Regatta auf dem Müggelsee unterwegs.
(Foto Aug. 2015)


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Sehr empfehlenswert die private Website "Rund um den Müggelsee" - ebenfalls ohne Werbespots
von Rainer Kockrow,
mit konkreten Informationen zu Wandertouren, Ausflugszielen, etc. rund um den Müggelsee. 


www.am-mueggelsee.de

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Spreetunnel - Eingang von Friedrichshagen
Spreetunnel-Nordeingang am Müggelpark in Friedrichshagen,
 für die Unterquerung der Spree zur Kämmereiheide in Köpenick.
(Foto Aug. 2015)

Hässliche Farbbeschmierungen an den Wänden,
von Menschen die
ihre unwichtige Anwesenheit vor Ort als Beleg hinterlassen müssen,
hier per Bildbearbeitung beseitigt!

Als man früher die Spreeseiten wechseln wollte, fuhr an dieser Stelle eine Fähre über die Spree.



 
Unten im Spreetunnel am Müggelsee
Unten im Spreetunnel (Foto Aug. 2015).

Der 120 m lange, 5 m breite und 2,5 m hohe Tunnel wurde im Jahr 1926 bis 1927 erbaut.

Da die Tunneloberkante ca. 4 m unter den Spree-Wasserspiegel versenkt wurde, kann die
Schiff-Fahrt problemlos hier den Senkkasten auf der Spree vom und zum Müggelsee überfahren.


Er war der erste Tunnel aus Eisenbeton in Deutschland,
der in Senkkasten-Bauweise unter Druckluftanwendung gebaut wurde.

Bauleiter des Tunnels war der Magistratsoberbaurat Karl Sievers (* 1880; 1925).
Gemeinsam mit dem Magistratsbaurat La Baume (Lebensdaten unbekannt)
entstand das Projekt zum Bau dieses Tunnels.



 
Spreetunnel Südeingang Kämmereiheide Köpenick
Spreetunnel-Südeingang in der Kämmereiheide (Bürgerheide) Köpenick
 für die Unterquerung der Spree zum Müggelpark in Friedrichshagen.
(Foto Aug. 2015)



 
Berliner Bürger-Bräu an der Spree in Friedrichshagen
Vom Spreetunnel-Südeingang Kämmereiheide sieht man das historische Berliner Bürgerbräu Haus in Friedrichshagen.
(Foto Aug. 2015)

Bis zur Schließung der Brauerei im März 2010 war das Bier eine Berliner Biermarke,
ca. 1869 gegründet, ist es die älteste private Brauerei der Stadt gewesen.



 
Blick nach Koepenick
Auf der Dahme/Spree -Wasserstraße, Blick nach Köpenick.
Bei Köpenick fließt die Dahme in die Spree.



 
Am Marktplatz von Köpenick
Am Marktplatz von Köpenick.



 
Koepenick an der Dahme-Spree
Köpenick an der Dahme/Spree, größter Bezirk von Berlin.



 
Rathaus Köpenick
Das Rathaus wurde 1901 bis 1905 als neugotischer Backsteinbau in Zusammenarbeit der Architekten
Regierungsbaumeister Hans Schütte (* 1897; † 1927) und Hugo Kinzer (* 1874; † 1929)

erbaut und steht seit 1982 unter Denkmalschutz.



 
Hauptmann von Koepenick
1906 wurde das Rathaus durch den Schuhmacher Wilhelm Voigt (* 1849; 1922),
den "Hauptmann von Köpenick", berühmt.

Das rechte Bein der Bronzeskulptur steht auf der ersten Stufe der Rathaustreppe, verdeckt durch den Offiziersmantel.

Er beschlagnahmte am 16. Oktober 1906 die im Rathaus befindliche Stadtkasse, verkleidet in der Uniform eines Hauptmannes,
die er sich vorher in Potsdam (im Holländerviertel - in der Mittelstraße Nr. 3) bei dem Trödler Remlinger ausgeliehen hatte.
Dann unterstellte er in der Berliner Seestraße die Schwimmschul-Wache vom Plötzensee seinem Kommando
und unternahm mit zehn Soldaten seine Fahrt nach Köpenick.

Der Glanz der Uniform machte es dem 57jährigen Schuhmacher möglich.
Voigt hatte damit das (preußische) Militär-, Offiziers- und Befehlsgehabe lächerlich gemacht.
Die Welt lachte über diese Demaskierung deutschen Militärwahns.

Als Köpenickiade ging diese Tat in die Weltgeschichte ein.
Durch das gleichnamige Theaterstück (1931) von Carl Zuckmayer (* 1896; † 1977) wurde er zur literarischen Figur.



 
Schlosskirche Koepenick
Ein Teil von Schloss Köpenick auf der Schlossinsel in der Dahme,
die Schlosskirche (Mitte - rechts das Schloss-Café).

Die Anlage mit Schloss, Kapelle, Seitenflügeln und Park entstand nach dem
30jährigen Krieg (1618-48)
und wurde in den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts
von Rutger von Langerfeld (* 1635; † 1695) und Arnold Nehring (* 1659; † 1695) fertig gestellt.

Es ist Preußens einziges erhaltenes Barockschloss.

Es wurde bis Mai 2004 restauriert und ist dann als Museum im Schloss wieder eröffnet worden.



Fregatte Royal Luise auf der Spree
Die Miniaturfregatte Royal Louise.

Auf der Dahme/Spree in Grünau - Bezirk Köpenick zufällig entdeckt,
ohne ihre historische Geschichte zu kennen
(Foto: August 2000).

Herzlichen Dank an Herrn Zedler aus Berlin, für folgende Informationen:

Sie ist kein Dreimastschoner, sondern ein Dreimaster als Vollschiff getakelt.

Die Royal Louise ist ein Nachbau der königlich preußischen Yacht. Ein kleines,
mit Kanonen bestücktes Segelkriegsschiff, das schon zu Kaisers Zeiten die
Berliner Gewässer befuhr und


Winterliegeplatz der Royal Louise / Matrosenstation-Fregattenhafen an der Pfaueninsel                 Fregattenhafen / Matrosenstation Pfaueninsel

deren Liegeplatz im Winter auf der Havel in dem Fregattenschuppen
 an der Pfaueninsel gewesen und jetzt wieder ist
(Fotos: Februar 2009).

Sie war ein Geschenk des Königs von England und Irland Wilhelm IV. (* 1765; † 1837),
an den preußischen König und späteren Kaiser Wilhelm I. (* 1797; † 1888).
Der englische König ließ dafür 1831 eine englische Fregatte im Maßstab 1:3 nachbauen.
Leider ging das Original nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.

1996 wurde dann als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ein Nachbau auf Kiel gelegt,
1998 war die Jungfernfahrt.

Siehe auch die Website:   
Miniaturfregatte ROYAL LOUISE



 
Kraftwerk Klingenberg
Wenig verbliebene Industrie am Ufer der Spree, hier in Lichtenberg, Ortsteil Rummelsburg:
Das einzige in Berlin noch vorhandene Braunkohlekraftwerk Klingenberg.

Benannt wurde es nach dem Pionier des modernen Kraftwerkbaus Georg Klingenberg (* 1870; † 1925),
1925 erbaut von seinem Bruder, dem Architekten Walter Klingenberg (* 1881; † 1963) und Werner Issel (* 1884; † 1974).

1970 wurde die Technik erneuert, neue Schornsteine und Filter eingebaut.

Das ehemalige Kraftwerk Rummelsburg, ca. einen Kilometer spreeaufwärts, ist 1907 in Betrieb gegangen,
wurde dann 1966 abgeschaltet.
Die teilweise noch erhaltenen Betriebsgebäude werden heute für Veranstaltungen genutzt.



 
Treptower Ufer - Parkpromenade
*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                   

In Flussrichtung, auf
dem linken Spreeufer - hier im Foto rechts,
grüßt uns Treptow mit seinem schönen Park -

 
Kirche in Stralau
rechts, die Halbinsel Stralau zwischen der Spree und dem Rummelsburger See gelegen
mit seiner malerischen Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Der quadratische Westturm wurde 1823 bis 1824 angefügt und steht aufgrund des schlechten Baugrundes etwas schief.

In der Nähe der Stadt verliert der Fluss an landschaftlicher Schönheit und seine Wassermenge
wird durch die abgezweigten Kanäle verringert.
Unterhalb (heute Mitte) Berlins berührt die Spree (Jahr 1900) noch die freundliche
Stadt Charlottenburg (heute Bezirk - Stadtteil Berlins) mit dem herrlichen Schlosspark.



 
Wasserflugzeug "Duck 01" im neuen Design

Den ehemaligen Liegeplatz des einzigen Berliner Wasserflugzeugs "Duck 01", einer Cessna 206,

Wasserflugzeug beim Start
auf der Spree, für Berlin-Rundflüge und weiteren Sonderflügen zur Ost- bzw. Nordsee gibt es nicht mehr.

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Leider wird das Wasserflugzeug, das ab Oktober 1997 seine Reede in Berlin-Treptow
an dem
Restaurantschiff Klipper hatte
Ende Oktober 2016 nicht mehr auf der Spree und über Berlin zu sehen sein.

Der Grund ist zu hohes Aufkommen von privaten Wassersport- und Schiffsverkehr mit Stadtrundfahrten.

Eine andere, geeignete Wasserstart- und Landefläche konnte in den Berlinern Gewässern
nicht gefunden werden.

Das Flugzeug wurde verkauft und
wird Ende Oktober 2016 nach Flensburg transportiert,
dort umgerüstet, dann zukünftig Rundflüge auf der Insel Föhr bestreiten.

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Air Service Berlin - mit Commander Frank Hellberg und seine Crew.
Website hier anklicken.



Restaurantschiff Klipper
Die Reede mit dem Restaurantschiff Klipper, neben der Abteibrücke in Treptow.

Herzlichen Dank an Herrn Zedler aus Berlin, für folgende Informationen:


Der Segler Klipper ist ein festliegendes Restaurantschiff, mit einer auf Pfählen
errichteten Terrasse über dem Wasser.
Er befindet sich am Spreeufer, am Ende der Bulgarischen Straße in Treptow, genau
zwischen dem Plänterwald und dem Treptower Park.
Wahrscheinlich ist das Schiff ein ehemaliger Küstensegler aus den Niederlanden.

Beschreibung aus der Website:  www.klipper-berlin.de



Abteibrücke zur Insel der Jugend
In Treptow, die markante stählerne Abtei-Brücke zur Insel der Jugend (rechts).
Zu DDR-Zeiten nannte man sie Insel der Jugend, offiziell hieß sie aber immer Abtei-Insel.

Zur Weltausstellung 1896 wurde hier ein Restaurant im Stil einer schottischen Klosterruine eröffnet.



 
Traditionsgaststätte Haus Zenner an der Spree
Traditionsgaststätte Haus Zenner, schon zu Kaisers Zeiten ein bekanntes
Berliner Ausflugsziel und Tanzlokal im Treptower Park, inklusive Gartenrestaurant
direkt an der Spree gelegen.
Das Schankrecht besteht hier schon seit 1727, damals als Spreebudike.

1822 entstand an der Stelle das "Landhaus an der Spree" durch den Architekten Langhans.
Aus diesem Lokal ging das bekannte Restaurant "Zenner" hervor, das in der heutigen Form
noch existiert - als einzige der historischen Gaststätten.

Von hier aus hatte man gute Sicht auf die seit 1825 durchgeführten Feuerwerksveranstaltungen
"Treptow in Flammen".

Mit Life Musik und super Stimmung, heute bewirtschaftet durch die "Eierschale".
Im Hintergrund das Bürohochhaus Treptowers der Versicherungsgruppe Allianz.



 
Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow
Hinter der Traditionsgaststätte "Haus Zenner", in der Straße "Alt-Treptow Nr. 1", steht im
Treptower Park die auch zur damaligen Weltausstellung 1896 erbaute Archenhold-Sternwarte.

Sie ist bis heute die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands. Sie verfügt über das
längste bewegliche Linsenfernrohr der Welt, welches wie ein großes Kanonenrohr aussieht.
Auf dem begehbaren Dach kann man die Technik und die Bewegungsmöglichkeit des
großen Refraktors besichtigen.

Besichtigung der Sternwarte, außer zusätzlichen Beobachtungsveranstaltungen:
Mittwoch - Sonntag von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Seit 2002 gehört die Archenhold-Sternwarte zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.



 
Beobachtungskuppel im Parkgelände der Archenhold-Sternwarte Treptow
Auf dem angrenzenden Parkgelände der Archenhold-Sternwarte steht die
Beobachtungskuppel mit einem 500 mm Spiegelteleskop.

In einem anderen Gebäude, dem Sonnenphysikalischen Kabinett, kann man
live die Sonne mit ihren Flecken beobachten.



 
Fischreiher - Graureiher
Tierwelt an den Ufern der Spree, Grau- bzw. Fischreiher.



Mandarinente
Hier eine stolze Mandarinente (Heimatland Ostasien).

Die Mandarinente gehört zu den "Glanzenten", deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt.

In Europa gibt es vereinzelt verwilderte Parkpopulationen, die aus Gefangenschaftsflüchtlingen entstanden sind.
Als Ziergeflügel ist diese Ente sehr beliebt.



 
Schiffsanlegestelle Treptower Hafen
Treptower Hafen:  Dampferanlegestellen der Stern u. Kreis - Schifffahrt, in der Abenddämmerung.



Eisenbahnbrücke Treptower Park
Abendstimmung in Treptow, Eisenbahnbrücke / S-Bahnhof Treptower Park.

Rechts lugt der Telespargel vom Alex (Berlin-Mitte) durch die Brücke.

Links zwischen den Brückenpfeilern erkennt man die aus Aluminium 30 Meter aus der
Spree ragende und rund 45 Tonnen schwere, dennoch transparent und leicht wirkende
3-Personen Skulptur Molecule Man
des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky (* 1942).




Molecule Man von Jonathan Borofsky   Skulptur Molecule Man
Sie symbolisiert nicht nur die Wiedervereinigung von Berlin und Deutschland,
sie ist außerdem Teil der Kunstsammlung der Versicherungsgruppe Allianz
vor und in den Treptowers.

Die 3-Personen Skulptur Molecule Man wurde genau am Schnittpunkt
der Stadtteile Kreuzberg, Treptow und Friedrichshain aufgestellt.

Zitat aus der Beschreibung im Schaukasten am Ufer der Spree:

Seit Mai 1999 stehen die drei Figuren aus Aluminium in der Spree, die sich zu
einer Gesamtheit vereinigen und mit denen der Künstler daran erinnern will,
"dass sowohl der Mensch als auch die Moleküle in einer Welt der Wahrscheinlichkeit
existieren und das Ziel aller kreativen und geistigen Traditionen ist,
Ganzheit und Einheit innerhalb der Welt zu finden".



 
Osthafen Speicher
Die restaurierten und umgebauten Spreespeicher an der Oberbaumbrücke,
der landeseigenen Hafengesellschaft Behala.


Die alten Speichergebäude des Osthafens an der Oberbaumbrücke sind ein bedeutendes
Denkmal der Industriearchitektur des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Diese Gebäude hatte Stadtbaurat Friedrich Krause (* 1856; † 1925) auf dem Gelände an der
Stralauer Allee von 1907-1913 zu einer Hafenanlage gestalten lassen.
  
Der auffällige Getreidespeicher (vorn) und das später von Oskar Pusch (* 1877; † 1970) hinzugefügte
Eierkühlhaus an der Oberbaumbrücke (1928-29, 1940) wurden saniert und für ihre
künftige Nutzung als Bürogebäude umgebaut.


Das Friedrichshainer Spreeufer hat mit dem Osthafen einen der schönsten Flusszugänge,
die sich im Stadtgebiet finden lassen.
Die Umnutzung der Osthafen-Speicher ist nur ein erster Schritt zur Wiederbelebung
des Friedrichshainer Spreeufers.


Restaurants, mit gemütlichen Liegestühlen an der Hafenmauer, sind schon vorhanden.

Hier ist unter anderen die Universal Music mit ihrem Firmensitz etabliert und auch der
Musik-Sender
MTV hat sich in einer 120 Meter langen Halle auf 2500 Quadratmetern
mit
seinen Studios und Büros eingerichtet (Mai 2004).



Oberbaumbruecke
Die Oberbaumbrücke.
Blick in Fluss-Fließrichtung: Linke Seite das Kreuzberger- und rechte Seite das Friedrichshainer Spreeufer.

1893 wurde diese Brücke erbaut, aus Anlass der Gewerbeausstellung von 1896 und als Ersatz der,
dem Verkehr nicht mehr gewachsenen, alten Holz-Zugbrücke.
Die beiden prägenden Türme sind dem Mitteltorturm von Prenzlau nachempfunden.


Im Treptower Park, auf einem Teil des Geländes befinden sich heute die Grabstätten und das Ehrenmal der UdSSR,
fand die große Berliner Gewerbeausstellung des Jahres 1896 statt.
Eine imponierende Leistungsschau der deutschen und Berliner Industrie.
Die Ausstellung, die gegen den Willen des Kaisers und der Bürokratie durch die Initiative der Kaufleute
und Industriellen zustande gekommen war, war weniger als Fachmesse, sondern nach dem Vorbild
der populären Weltausstellungen aufgebaut und hatte 7,5 Millionen Besucher.



Blick Oberbaumbrücke und Allianz Hochhaus
Die Brücke nach der Durchfahrt, mit den Treptowers im Hintergrund.


In der "guten alten" Zeit, als noch Lastkähne diese Brücke durchfuhren, an den Ufern befand sich relativ viel Industrie,
Kraftfahrzeuge gab es nur wenige, wurde damals für diese Passage eine Steuer (Zoll) erhoben.
Damit abends in der Dunkelheit keine Kähne ohne Gebühr diese Brücke durchfahren konnten, wurde ein Baumstamm,
der
Oberbaum, als Barriere vor die Brückendurchfahrt geschoben.
Der Fluss heißt hier Oberspree (damals die Fließrichtung oberhalb Berlins), daher der Name "Ober-Baum-Brücke".



 
Oberbaumbrücke
Berlins schönste Brücke - die Oberbaumbrücke, als Verbindung über die Spree,
von der
Oberbaumstrasse zur Warschauer Strasse.

im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt.
Sie war dann Teil der DDR-Grenzanlage vom 13. Aug. 1961,
als einer der wenigen Fußgänger-Grenzübergänge von West- (rechts) nach Ost-Berlin (links).

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde sie 1992-1995 für 70 Millionen DM original restauriert und aufgebaut.
Dadurch sind die Stadtbezirke Friedrichshain (im Foto links, ehemals Stralauer Viertel) und Kreuzberg (im Foto rechts),
wieder wie früher direkt verbunden und über die Oberspree auch mit der U-Bahn Linie U 1 bzw. Tram M10,
die diese Brücke überqueren, erreichbar.



 
Der Hochbahnviadukt auf der Brücke besteht aus einer tragenden Stahlkonstruktion, die mit
Backsteinmauerwerk umkleidet ist. Das heutige Mittelteil zwischen den Türmen ist von dem
spanischen Architekten Santiaga Calatrava
(* Juli 1951) entworfen worden und bietet ausreichende
Durchfahrtshöhe für die Spreeschiff-Fahrt.

 
Herzlichen Dank an Herrn Guber aus Berlin-Friedrichsfelde, für folgende Informationen:

Als Gegenstück gab es auch die Unterbaumbrücke, eine hölzerne Klappbrücke,
die sich damals unterhalb Berlins am Spreebogen befand.
Diese ist dann 1828 flussaufwärts verlegt und umgebaut worden.
1877 bis 1879 erfolgte der Bau einer neuen Brücke, welche nach dem damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm
als "Kronprinzenbrücke" benannt wurde.
1972 wurde die alte Brücke abgerissen - die Spree war hier "Grenzfluss" zwischen Ost- und West-Berlin.

 
Kronprinzenbrücke (Unterbaum), mit dem neuen Gebäude der Bundespressekonferenz.
Nach dem Mauerfall war es der erste und teuerste Brückenbau (ca. 34 Millionen Euro) in Berlin über die ehemalige Sektorengrenze und
wurde ebenfalls nach einem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava (* Juli 1951) als neue Kronprinzenbrücke errichtet.

Die nicht schöne, verrostete Schiffahrtsleiteinrichtung zur Vermeidung eines Anpralls auf die Brückenkonstruktion
ist erst nachträglich errichtet worden und war nicht Bestandteil des Entwurfs.

Die Brücke verbindet die Konrad-Adenauer-Straße über die Spree mit der Reinhardtstraße (Hintergrund).

Dort heißt eine kleine kurze Straße, links von der Reinhardtstrasse, auch heute noch Unterbaumstraße.

Im Hintergrund, rechts, steht das neue
Gebäude der Bundespressekonferenz.



 
Bodemuseum am Kupfergraben
In der Spree, die Museumsinsel mit Berlins Wasserschloss am Kupfergraben,
dem ehemaligen Kaiser Friedrich-Museum und heutigen Bode-Museum, mit den
Kunstschätzen preußischer Könige.
Nach der Restaurierung, Wiedereröffnung am 18. Oktober 2006.
1898 - 1903 von Ernst v. Ihne errichteter neobarocker Prachtbau, benannt nach
dem ehemaligen Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen in Berlin,
Wilhelm von Bode (* 1845; † 1929).

Seit 1904 überspannt die Monbijou-Brücke (franz.: Mein Juwel) an der
Spitze der Museumsinsel in zwei Bögen - Spree (nördlich - links) und Kupfergraben (südlich - rechts).
Der nördliche, über die Spree, wurde im Krieg zerstört und durch einen Behelfssteg aus Stahl ersetzt.

Im August 2005 wurde dieser abgerissen und bis Oktober 2006 durch einen Neubau im historischen
Stil, wie der südliche über dem Kupfergraben, wieder aufgebaut.

Die Bezeichnung für den südlichen Spreearm - Kupfergraben - entstand im 16. Jahrhundert.
In der Nähe befand sich ab dieser Zeit das "Gießhaus", in dem auch Kupfer gegossen wurde,
welches das Wasser des Spreearms zur Kühlung benutzte.

Die Gießerei wurde 1875 abgetragen, der Graben im Zuge der Spreeregulierung 1885 verbreitert.



Berliner Gründungskiez, das Nikolai-Viertel in Mitte
Das Nikolai-Viertel, Gründungskiez der Stadt Berlin (Berlin-Mitte).

Die an dieser Stelle durch die Spree getrennten Schwesterstädte Berlin und Cölln
wurden hier 1307 vereinigt.
Im Jahr 1237 wird Cölln erstmals urkundlich erwähnt, Berlin folgt 1244.
Die Kaufmannssiedlungen lagen zu beiden Seiten der Spree, im heutigen Bezirk Mitte.

Das Jahr 1237 gilt als offizielles Jahr der Stadtgründung Berlins.



 

Barockbau Knoblauchhaus in Berlin am Nikolaiviertel
Das Kurfürstenhaus wurde 1895 - 1897 von dem Architekten Carl Gause (* 1851; † 1907) errichtet
und
1929 erweitert.

Das heutige fünfgeschossige Bürogebäude an der Spree am Nikolai-Viertel ist in reichen historischen
Formen aus rotem Sandstein im Stil der deutschen Renaissance ausgestattet.
Die Fassade ist mit zahlreichen Schmuckelementen reich verziert.
Die Gebäudemitte ist durch den Giebel besonders hervorgehoben.

Durch die Toreinfahrt mit einem prächtigen schmiedeeisernen Tor gelangt man
zu den Kurfürstenhöfen bis zur Poststraße.



 

Nikolaiviertel
Noch zu DDR-Zeiten, im Vorfeld der 750-Jahr-Feier Berlins, wurde von 1981 bis 1989 die Ruinenlandschaft
der Alt-Berliner Milieu-Insel, unter Leitung des Berliner Architekten Günter Stahn (* 1939) rekonstruiert,
mit vielen Restaurants rund um die wieder aufgebaute Nikolaikirche,
die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde.

Sie ist die älteste Pfarrkirche der Stadt.

Gründungsbau 1230 (Sankt Nikolai) als gotische Hallenkirche.
Sie war drei Jahrhunderte dem katholischen Gottesdienst geweiht.
Durch eine Feuersbrunst, am 10. und 11. Aug. 1380, wurde sie stark
beschädigt.
Wieder restauriert und aufgebaut, wurde erst im Jahre 1452 die
Liebfrauen- oder Marienkapelle an der Südseite des Gotteshauses
errichtet. Beim Beginn der Reformationszeit wurde sie in eine
evangelische Predigtstelle umgewandelt.



 
Heiliger St. Georg im Kampf mit dem Drachen

Bronzestatue "Heiliger St. Georg im Kampf mit dem Drachen",
von dem
Bildhauer August Kiss (* 1802; † 1865) im Jahr 1853 vollendet.

Die Bronzeplastik - St. Georgsgruppe - wurde in der Kunstgießerei Lauchhammer
1859 gegossen.

Am Spreeufer, mitten im Nikolaiviertel aufgestellt, stand die Statue ursprünglich auf dem Hof
des Berliner Stadtschlosses.
Sie war
ein Geschenk König Friedrich Wilhelms IV. (* 1795; † 1861) an seinen Bruder,
den späteren Kaiser Wilhelm I. (* 1797; † 1888).

Im Hintergrund das Gebäude des ehemaligen "Alten Marstalls", in dem
ca. 350 Pferde im Erdgeschoss und in der ersten Etage untergebracht waren.

Nach der "Abdankung" Kaiser Wilhelm II. (* 1859; † 1941) wird das Gebäude
seit 1918
von der Zentral- und Landesbibliothek genutzt.



 

Tuerme der Kirche mit Luftschiff
Turmspitzen der Nikolaikirche.

Manchmal fahren hier auch Luftschiffe -
Besuch eines Luftschiffes über der Kirche.



 
Vor der Muehlendammschleuse in Berlin
Vor der Mühlendammschleuse wenden die Motorschiffe der Stadtrundfahrten und fahren wieder zurück ins Stadtzentrum.

Rechts im Foto befindet sich der "Historischer Hafen".



 
Historischer Hafen Berlin
Im "Historischer Hafen" liegen alte Dampfschlepper, -eisbrecher und Motorschiffe vor Anker,
auf denen Veranstaltungen stattfinden, sowie ein Schiffs-Museum mit Ausstellungen
und Restaurant vorhanden ist.



 
Berliner Dom - Friedrichsbrücke
Am Berliner Dom (Museumsinsel), Blick in Richtung Nikolai-Viertel, hinter der Friedrichsbrücke die Nikolaikirche.



 
Jungfernbrücke am "Auswärtige Amt"
Berlins älteste Brücke ist die "Jungfernbrücke" am heutigen Auswärtigen Amt in Berlin-Mitte,
an der Friedrichsgracht bzw. Ober- und Unterwasserstraße
.
1789 erbaut, ist sie die letzte original erhaltene Zugbrücke Berlins und
ein technisches Denkmal.

Die unterschiedlich breiten Durchlässe sind aus rotem Sandstein gefertigt.
Der mittlere Durchgang von ca. 8 Meter Breite öffnete sich für die damalige Schiff-Fahrt
als "Sinusoiden-Zugbrücke" - über halbkreisförmige Zahnräder hochklappbar.

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* *) Nach einer wenig bekannten Legende bekam diese Brücke den Namen,
aufgrund eines Eifersucht-Mordes auf derselben, an einer jungen
eingewanderten Französin, Louise Renand, durch den reichen Junggesellen,
Herrn Balthasar, zur Zeit, als die französischen Reformierten durch Aufhebung
des Ediktes (lat.: amtl. Erlass) von Nantes aus ihrem Vaterland vertrieben wurden
und durch den Großen Kurfürsten gastliche Aufnahme in Brandenburg fanden.

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Moltke Bruecke
Die Moltke - Brücke am Bundeskanzleramt, benannt nach dem Grafen Helmuth von Moltke,
 
Preußischer Generalfeldmarschall (* 1800; 1891), aus einem mecklenburg. Adelsgeschlecht
mit einer deutschen und einer dänischen Linie abstammend.
1819
dän. Leutnant, 1822 zur preuß. Armee, 1835 bis 1839 Instruktor der türkischen Armee,
1857 bis 1888 Chef des Generalstabs der preuß. Armee.

Moltke entwickelte die neuzeitl. Operationslehre und formte eine einheitlich
denkende und handelnde Führungsschicht im Generalstabsoffizierskorps.
Er war selbst ein vorbildlicher Offizier, bescheiden, pflichtbewusst und
wortkarg. Deshalb auch "Der große Schweiger" genannt.
Sein steinerner Kopf blickt etwas mürrisch von der Brücke herab.

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In den letzten Stunden des Zweiten Weltkrieges sollte die Brücke durch die deutsche Wehrmacht
noch gesprengt werden, um das Überqueren der Spree an dieser Stelle und somit ein schnelles
Erreichen des "Führerbunkers" unter der Reichskanzlei durch die "Rote Armee" zu verhindern.
Die sowjetischen Soldaten konnten die Sprengladungen aber bis auf eine Mine entfernen,
die dann bei der Explosion an der Brücke kaum Schaden verursachte.

Nach weiterhin verlustreichen Kämpfen wurde Stunden später, am 30. April 1945, die
Rote Fahne durch einen sowjetischen Soldaten auf dem Reichstagsgebäude befestigt.



 
Kongresshalle - Schwangere Auster
Die ehemalige Kongreßhalle (Schwangere Auster),
1957
im Tiergarten von dem Architekten Hugh Stubbins (* 1912; † 2006)
als amerikanischer Beitrag zur damaligen Inter-Bauausstellung 1957 errichtet.

Die beiden geschwungenen Stahlbetonträger des Daches ruhen nur auf den beiden äußeren Widerlagern.
Dieser Werkstoff "Stahlbeton" brachte dem Gebäude den Ruhm des Wahrzeichens.
Leider wurde er ihr aber 1980 zum Verhängnis, als Teile des Daches einstürzten.

Nach ihren Teileinsturz, bis 1987 wieder rekonstruiert, dient sie heute als Haus der Kulturen der Welt.

Eine große, zehn Tonnen schwere Bronzeskulptur steht in der Mitte des Spiegelteichs vor der Kongresshalle.
Das Kunstwerk stammt von dem britischen Bildhauer Henry Moore (* 1898; † 1986) und heißt
"
Large Divided Oval Butterfly
" = großer Schmetterling.

Henry Moore wollte nicht das Insekt, sondern dessen Bewegungen darstellen.



 
Bundeskanzleramt - Spreeseite
Der Baubeginn des Bundeskanzleramts war im Januar 1997, bezugsfertig am 2. Mai 2001.
Die Architekten: Axel Schultes (* 1943) und Charlotte Frank (* 1959).

Wegen der charakteristischen Form des Gebäudes wird es u. a. auch
respektlos "Waschmaschine" genannt.




Kanzleramt an der Spree
Die Schaltzentrale der Macht für die Bundesrepublik Deutschland, das "Kohlosseum".
Ein anderer Blick über die Spree zum monumentalen, futuristischen Bundeskanzleramt.

Der Bau wurde in der Amtszeit von Alt-Bundeskanzler Kohl (CDU) begonnen, als erster zog
hier aber Bundeskanzler Schröder (SPD) ein, seitdem u. a. auch als "Reformhaus" bezeichnet.



 
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus an der Spree
Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus am östlichen Ufer der Spree, benannt nach der
Reichstagsabgeordneten der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) von 1919-1932 in der
Weimarer Republik. In dem Gebäude befindet sich u. a. die drittgrößte Bibliothek Europas
für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Es ist Teil des neuen Parlamentskomplexes im Berliner Regierungsviertel und ......



Reichstagsgebäude und Paul-Löbe-Haus
..... die Ergänzung des am westlichen Flussufer gelegenen Paul-Löbe-Hauses, benannt nach
dem letzten demokratischen Reichstagspräsidenten der Weimarer Republik,
Paul Löbe (* 1875; † 1967). Als langjähriger Präsident des Reichstages wurde
er zum Symbol der Demokratie der ersten deutschen Republik.

1948/49 war er als Mitglied des Parlamentarischen Rates maßgeblich an der Gestaltung
des Grundgesetzes beteiligt.


Das Gebäude dient den Volksvertretern als Bürohaus, mit Sitzungssälen für die Ausschüsse
des Deutschen Bundestages und hat einen unterirdischen Zugang für den Plenarbereich
im Reichstagsgebäude.



Brückenschlag über die Spree
Beide Gebäude wurden von dem Münchner Architekten Stephan Braunfels (* 1950) als Ensemble entworfen
und durch den an der Nordseite vollzogenen Brückenschlag über die Spree miteinander verbunden.

Die obere Verbindung wird nur von unseren gewählten Abgesandten für den deutschen Bundestag benutzt,
deshalb auch als "höhere Beamtenlaufbahn" bezeichnet.




Mahnmal für die Opfer der Berliner DDR-Mauer.
Mahnmal für die Opfer der Berliner DDR- Mauer, die von Ost- nach West-Berlin flüchten wollten,
hier am westlichen Spreeufer des Spreebogens, mit Blick zum östlichen Spreeufer
.



 
Wohnschlange an der Spree im Moabiter Werder
Wohngebäude für die Bundestags-Mitglieder, in dem Parkgelände des so genannten
"Moabiter Werder" an der Spree.
Das Gebäude sieht von oben betrachtet wie eine sich ringelnde Schlange aus, deshalb
hat es von den Berlinern den Namen "Beamtenwohnschlange" erhalten.

Da diese Wohnungen in dem langen komplexen Gebäude teilweise leer stehen, können
sie nach Anfrage jetzt auch von "normalen" Einwohnern der Stadt angemietet werden.

1655 ordnete Kurfürst Friedrich Wilhelm (* 1620; † 1688) dieses Gebiet seinem Jagdrevier,
dem Großen Tiergarten jenseits der Spree, zu.
Friedrich I. (* 1657; † 1713), erster "König in Preußen", siedelte später in Moabit Hugenotten an,
die dort Maulbeerplantagen anlegten.



Am Spreebogen
Auf dem und am Spreebogen.
Auch ein Mieter im Spreebogen, das Bundesinnenministerium.



Spiegel-Glasfassaden
Auf der Spree, vorbei an den Spiegel-Glasfassaden der Gebäude in der
Kaiserin-Augusta-Allee 108 -111, Bezirk Alt-Moabit.

Auf der gegenüberliegenden Spreeseite, an der Helmholtzstrasse, befinden sich die Gebäude
der TU-Berlin, die Institute für Konstruktion Mikro- und Medizintechnik.



Berlins kleinstes Dampfschiff ?
Berlins kleinstes Dampfschiff (?) - der Kessel wird mit Holzscheiten beheizt,
im Mai 2009 auf der Spree an der Gotzkowsky Brücke gesichtet.

Vorbeifahrenden Motorschiffen wurde von der illustren "Besatzung"
die energische Dampfschiffspfeife vorgeführt.




Auf der Havel
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Havelblick nach Potsdam
Blick vom Tiefer See (Havel) nach Potsdam.



MS-Sans Souci in Potsdam - Lange Brücke
MS Sanssouci an der Anlegestelle in Potsdam, Lange Brücke.
Im Hintergrund der "Kreml" auf dem Brauhausberg.



 
Die MS Sanssouci auf dem Jungfernsee vor dem "Kasino" - Schlosspark Glienicke.



 
Moby Dick aufgetaucht.
MS Moby Dick in der Glienicker Lake aufgetaucht - vor dem Park Babelsberg gesichtet.



 
Geysir in der Glienicker Lake.
Der Geysir in der Glienicker Lake vor dem Park und Schloss Babelsberg, ist Potsdams höchste Fontäne.
Bis 40 m hoch wurde er am
25. Mai 1845, 18 Monate nach dem ersten Lauf der Hauptfontäne
im Park von Sanssouci, in Betrieb genommen.

Nach der Reparatur und Restaurierung Ende September 2008 ist er bis Mitte Oktober 2008
im Probelaufbetrieb täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr in die Höhe geschossen.



 
Wikinger-Fährschiff KARI
Auf dem Jungfern See, dem drittgrößten Havel-See in der Potsdamer Gegend,
das zur Zeit leider nicht mehr charterbare Wikinger- und Fährschiff KARI,
eine im Maßstab 2:3 verkleinerte Rekreation des GOKSTAD-Wrackfundes.
Im Hintergrund, das Belvedere auf dem Pfingstberg.

Bis Mitte Juli 2008 fuhr sie von der Matrosenstation Kongsnaes an der Schwanenallee
in Potsdam (Nähe Glienicker Brücke) zum Anleger Sacrow / Heilandskirche
der Weißen Flotte Potsdam GmbH und zurück.

Die Zukunft der "KARI" ist derzeit (2008) noch ungewiss.

In der Werkstatt der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz mbH, eine alte Tischlerei
des ehemaligen Schwefelsäurebetriebes in Döberitz an der Havel im Havelland, wurde
im Rahmen einer Arbeitsloseninitiative das Ruderschiff erbaut und fuhr ab 2003 als
Touristenattraktion über den See.


Eigner
ist die eviga - Evangelischer Verein zur Förderung
der Initiativen gegen Arbeitslosigkeit Berlin-Steglitz e.V.




 
Sacrower Heilandskirche
Aufnahme im August 2000.

In einer malerischen Bucht, am Sacrower Hafen, eine Bucht am Übergang der Havel in den Jungfernsee,
steht die evangelische "Heilandskirche am Port von Sacrow"
mit ihrem freistehendem Glockenturm (Campanile).

Das von einer offenen Arkadenhalle umgebene Gotteshaus erscheint wie eine dreischiffige Basilika.

Die Kirche wurde ca. 1840 von dem Architekten Friedrich Ludwig Persius (* 1803; † 1845)
im Auftrag von
Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) erbaut.

Er trägt eine der ältesten Potsdamer Glocken aus dem Jahre 1406.


Ausblick vom "Krughorn" am Berliner Havelufer,
Schlosspark Glienicke/Zehlendorf, nach Sacrow/Potsdam.

Die Heilandskirche lag im Grenzbereich der Berliner Mauer wo der Bau immer mehr verfiel und war,
auch durch die direkte Anwesenheit der sowjetischen Armee bzw. NVA der DDR,
bis 1989 für die Öffentlichkeit unzugänglich.
Teile des Daches stürzten ein und auf den Mauerkronen zeigte sich Baumbewuchs.
Nach dem Wende-Jahr 1989 war die Heilandskirche Baustelle.



 
Blick von der Pfaueninsel nach Nikolskoe.
Der Blick nach Nikolskoe zur evangelischen St. Peter und Paul Kirche.

Seit Januar 1991 sind Nikolskoe und der es umgebende Wald zwischen dem Forsthaus/Gasthaus Moorlake
und der Pfaueninsel-Fährstelle Teil des
UNESCO-Weltkulturerbes
"Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg"
und seit 1992 Bestandteil des EU-Vogelschutzgebiets Westlicher Düppeler Forst.



 
Dampfschiff Gustav - 1908 erbaut
Foto von Sandra Müller aus Oldenburg, aufgenommen bei einem Berlinbesuch im Sept. 2003.
           
Blick von Kladow über den Wannsee, mit dem historischen Dampfschiff Gustav,
einem echten "Ausflugsdampfer" der Havel Dampfschifffahrt Potsdam - 1908 erbaut.



Grabstelle Heinrich von Kleist und Henriette Vogel am Kleinen Wannsee
Die Grabstelle Heinrich von Kleist (* 1777; † 1811) und Henriette Vogel (* 1780; † 1811) in der
Nähe der Gleisanlagen vom S-Bahnhof Wannsee, in der Bismarckstrasse am Kleinen Wannsee.


Durch Selbstmord, mit Einverständnis von Henriette Vogel, die an einem Krebsleiden litt,
erschoss er erst sie und dann sich selbst an dieser Stelle.
Da zu der damaligen Zeit deshalb keine kirchliche Beerdigung stattfinden konnte, wurde
das Grab direkt hier errichtet.


Heinrich von Kleist war ein Sohn der Stadt Frankfurt Oder, deutscher Dramatiker, Lyriker,
Dichter,
Erzähler und Publizist. Die bekanntesten Werke seines Schaffens waren
"Der zerbrochene Krug" (1802) und "Robert Guiskard" (1803).
Aus dem Schmerz um die Niederlage Preußens schrieb er das Drama
"Die Hermannsschlacht" (1808).

Seine Tragödie vom Preußentum (Konflikt zwischen Gehorsam und persönlicher Entscheidung)
"Prinz Friedrich von Homburg", schrieb er 1810, wurde aber erst nach seinem Tod 1821 gedruckt.



 
Schiffsanlegestelle - Am großen Wannsee
Großer Wannsee in Zehlendorf, Dampferanlegestellen.


*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                                                              

Im Südwesten der Hauptstadt Berlin dehnt sich auf dem linken Havelufer (in Flussrichtung) ein
weites, meist aus Kiefern bestehendes Waldrevier aus, gemeinhin der Grunewald genannt.
Die reiche Abwechselung, die derselbe durch die Gestaltung seiner Oberfläche,
seinen Baumwuchs, seine belebenden Seebecken und Wasserflächen
- Wannsee, Grunewaldsee, Schlachtensee sowie Krumme Lanke -
und seine gesunde Luft bietet, macht ihn zu einem Hauptausflugsziel.

Hunderttausende der Bewohner der Großstadt suchen hier Erholung und Erfrischung,
und mancher findet an einem entlegenen Plätzchen Ruhe und Frieden,
die das Hasten und Treiben in der Weltstadt nicht gewähren.



 
Strandbad Wannsee
Das Strandbad Wannsee - in 2007 Jubiläum - 100 Jahre alt.

1907 wurde hier offiziell ein Familienbad eingerichtet, welches nur mit "züchtiger"
Badebekleidung benutzt werden durfte.
Heute gibt es natürlich auch einen FKK-Bereich für ca. 1.500 Badegäste, insgesamt
finden hier ca. 12.000 Erholung suchende Sonnenanbeter problemlos Platz.

1920 - 30 entstand, mit dem Umbau durch die Architekten Richard Ermisch (* 1885; † 1960) und
Martin Wagner (* 1885; † 1957), das größte Binnenbad Europas.
Der Sandstrand hat eine Länge von ca. 1,3 km und eine Breite von ca. 50 m.

An dem verbreiterten Strand befinden sich vier zweigeschossige Gebäude mit Umkleide- und
Duschräumen, welche mittels eines 600 m langen Ganges mit Läden und Serviceeinrichtungen
verbunden sind.
Eine Fünf-Meter-Wasserrutsche ist auch vorhanden. Die Wassertiefe beträgt bis zu 2,20 m.


Zu Blockade- und Mauerzeiten war es die wichtigste Wasserfreizeitanlage der
West-Berliner Bevölkerung.




Grunewaldturm - Kaiser Wilhelm Turm
Blick über die Havel zum Grunewaldturm (Kaiser-Wilhelm-Turm).

1897 - 99
an der Havelchaussee - damals zwischen Berlin und Potsdam,
im heutigen Bezirk Wilmersdorf, auf dem 79 m hohen Karlsberg
nach Plänen des Geheimen Baurates Franz Schwechten (* 1841; † 1924) erbaut.



 
Grunewaldturm (Kaiser-Wilhelm-Turm) am Wannsee  
Der 56 m hohe, rote backsteinerne Aussichtsturm wurde anlässlich des 100. Geburtstags Kaiser Wilhelm I.
von der Gemeinde Teltow in Auftrag gegeben und sollte ein Zeichen der märkischen Dankbarkeit sein.

Im Foto rechts, der Blick von der Terrasse des "Restaurant Grunewald Turm" zum Sendeturm Schäferberg.

Die dunklen Wolken zogen weiter, es kam kein Wasser vom Himmel.



 
Terrassenblick Grunewaldturm     Terrassenblick Grunewaldturm
204 Stufen führen zur Aussichtsplattform, von wo aus man einen schönen Ausblick auf die idyllische
Havellandschaft mit dem Grunewald und einen Teil Berlins hat.



 
Terrassen Aussicht Grunewaldturm Richtung Schäferberg
Hier der Blick über die Havel zum Schäferberg, Richtung Potsdam.



 
Terrassen Aussicht zum Teufelsberg
Die Aussicht zum Teufelsberg, Funkturm und Telespargel in Berlin-Mitte.



 
Terrassen Aussicht zur Berliner Innenstadt
Der Blick über die Havel nach Berlin-Spandau.



 
Grunewaldturm - Uebereckblick
Ist man in der glücklichen Lage ein Segel- bzw. Motorboot zu besitzen und kann mit diesem hier auf
der Havel herumkreuzen, so ist es eine alte Tradition - beim Passieren des "Kaiser-Wilhelm-Turms"
und dem "Übereckdurchblick" aller vier Turmfenster, mit einem kleinen Gläschen auf
den "alten Herrn" (Wilhelm I.) anzustoßen.



 
Segelsport auf der Havel
Segelsport auf der Havel.



Havelblick Pfaueninsel
Die Pfaueninsel mit dem Ruinenlustschloss in der Havel.



Auf der Havel vor der Pfaueninsel und dem Festland
Die Miniaturfregatte Royal Louise (Nachbau von 1996 - Jungfernfahrt 1998).
Blick von der Pfaueninsel zum Zehlendorfer Festland (Alter Hof).

Fast an ihrem Liegeplatz, dem Fregattenhafen (Matrosenstation) an der Pfaueninsel,
fährt hier die Miniaturfregatte Royal Louise auf der Havel vorbei,
am Tag der Einheit - 3. Oktober 2004.



 
Fernmeldeturm der Deutschen Bundespost auf dem Schäferberg
Gegenüber der Pfaueninsel befindet sich der Fernmeldeturm der Deutschen Bundespost
auf dem Schäferberg an der Königstrasse in Berlin-Zehlendorf.

Zwischen 1961 bis 1964 erbaut, dient dieser Turm dem Fernmeldeverkehr.
Die Gesamthöhe beträgt 212 Meter, mit dem Schäferberg - über NN = 315 Meter.
Mögliche Schwankung der Turmspitze ca. 1,45 Meter.

Seine funktechnischen Einrichtungen ermöglichen den Austausch von Ferngesprächen,
Telegrammen, Bildtelegrammen, Fernschreibnachrichten sowie Fernseh- und
Tonrundfunkprogrammen mit der ganzen Welt.

Wie beim Fernmeldeturm in Berlin-Frohnau existierte auch hier eine Richtfunkstrecke, aber
von Berlin-Zehlendorf (Schäferberg) nach Torfhaus-Harz (Niedersachsen), um im
"Kalten Krieg" zu DDR- Mauerzeiten
Telefongespräche von West-Berlin nach Westdeutschland führen zu können.

Diese Funkstrecke wurde mit Antennen von 30 m Durchmesser für den
Überhorizontrichtfunk betrieben.
1996 sind die Antennen abgebaut worden, da sie nach dem Mauerfall nicht mehr nötig waren.

Eine Besichtigung des Turmes ist aus betrieblichen Gründen leider nicht möglich.

                   

Schiffsfahrt über Spandau
Auf der Havel -Wasserstraße, Richtung Spandau.



Rathaus Spandau an der Havel
An der Havel, das  Rathaus Spandau mit einem 80 m hohen Turm,
dass von den Architekten Heinrich Reinhardt (* 1868; † 1947) und
Georg Süßenguth
(* 1862; † 1947) zwischen 1910 bis 1913 erbaut wurde.


Es wurde unter der Regierungszeit (1888 bis 1918) von Kaiser Wilhelm II. (* 1859; † 1941) erbaut.



Tegeler See - Greenwichpromenade
Der Tegeler See, einer der schönsten Havelseen, mit den Dampferanlegestellen an der Greenwichpromenade,
zwischen dem Tegeler "Industriehafen" (Sechserbrücke) und dem Borsigdamm in Berlin-Reinickendorf, Alt-Tegel.

"Greenwich", ein Londoner Stadtteil, wurde 1967 die "Patnerschaftsgemeinde" des Bezirkes Berlin-Reinickendorf.



 
Borsighafen Oktober 2008 - Reaktivierung für Schwerlasttransporte
An der östlichen Seite des Tegeler Sees erweitert sich der See zum Borsighafen, dem Hafen der Borsig-Werke.

Der
Borsighafen (Okt. 2008) direkt am hinteren Bereich des Borsig-Werksgeländes (rechts)
-
seit ca. 1970 nicht mehr genutzt -
wurde bis 2009 wieder
ausgebaut und dann reaktiviert.



 
Borsigbogen aus dem Wiederaufbaujahr Berlins 1954.
Auf der gegenüberliegenden Seite vom Borsighafen und Borsigdamm oberhalb der breiten Freitreppe,
die vom Anfangspunkt der Greenwichpromenade bis hinunter an den Tegeler See führt,

steht seit 1954 der "Borsigbogen" mit Bildmosaiken der Berliner Wieder-Aufbauaktivitäten
von dem Bildhauer
Gerhard Schultze-Seehof (*1919; † 1976).

Dieser Bogen wurde zur Erinnerung des 5. Jahres des Berliner Aufbauprogramms nach Ende des Zweiten Weltkrieges
- auch der zerbombten und völlig zerstörten Firma Borsig - hier aufgestellt, so am Fuße des Bogens vermerkt.

Die Ufer-Greenwich-Promenade wurde als lange Allee zum Flanieren mit Ruhebänken und Kinderspielplätzen gestaltet.



 
Kanonenplatz am Ende der Greenwichpromenade am Tegeler See.
Am Anfang der Greenwichpromenade mit der großen Freitreppe und dem halbrunden Fahnen- und Kanonenplatz,
direkt am Ufer des Tegeler Sees gelegen, wurden zwei gusseiserne Kanonen aus dem 18. Jahrhundert,
auf jeweils einem Holzwagen mit Eisenrädern gelagert, aufgestellt.


Sie sind
ein Geschenk der Reinickendorfer Patnerschaftsgemeinde Greenwich/London von 1983.



 
Englische Mündungslader-Kanonen als Geschenk der Partnerstadt Greenwich.
Die in der Eisengießerei Carron in Falkirk/Schottland im 18. Jh. hergestellten Mündungslader-Kanonen
dienten früher der britischen Küstenverteidigung.

Die Holzwagen, auf denen die Geschützrohre lagern, waren verwittert und nicht mehr stabil genug,
sie wurden im Jahr 2016 erneuert.



 
Blick über den Tegeler See in Berlin.
Blick von der Greenwichpromenade über den Tegeler See zur Borsig Villa - Halbinsel Reiherwerder (links)
und zu den Bootsvereinen neben der "Sechserbrücke".


D
er Tegeler See hat eine gute Wasserqualität mit sehr klarem Wasser und zählt zu den innerstädtischen
Berliner Gewässern mit der größten Sichttiefe bis zu 2,5 Meter.


Mit 7 Inseln,
Maienwerder, Valentinswerder (zweitgrößte Insel im Revier),
Baumwerder (Wasserwerk Tegel), Reiswerder, Scharfenberg (größte Insel mit Schulfarm),
Lindwerder und Hasselwerder, die dicht beieinander in der zerklüfteten Wasserlandschaft liegen,
ist der Tegeler See Berlins Inselparadies.

Anfang des 20. Jahrhunderts hieß es für viele Berliner am Wochenende:
"Mit Kind und Kegel auf nach Tegel".



 
Abendblick zur Insel Hasselwerder, Tegeler See in Berlin
Den Abendblick zur Havelinsel Hasselwerder, am schönen Tegeler See, begeistert auch die Tauchente (links).



 
Blick über den Tegeler See zum Kraftwerk Reuter
Die Sicht über den Tegeler See zum Kraftwerk Reuter in Siemensstadt.



 
Villa Borsig an der Grossen Malche (Tegeler See)
Am Westufer des Tegeler Sees (Großer Malchsee), der "Halbinsel Reiherwerder", befindet sich die "Villa Borsig".

Sie gehört seit Anfang 2006 zusammen mit den benachbarten Gebäuden, dem Gästehaus
des Bundesaußenministers und der Bundesregierung - auf einem 14 Hektar großen
parkähnlichen Gelände der Akademie - Auswärtiger Dienst des Auswärtigen Amts
die der Ausbildung deutscher und ausländischer Diplomaten dient.

Die Gebäude und das Gelände sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.



 
Dicke Marie, Berlins ältester Baum im Forst Tegel
Am gegenüberliegenden Ufer der Großen Malche (Tegeler See) steht im Tegeler Forst
Berlins ältester Baum, die "Dicke Marie", ihr Alter wird auf über 800 Jahre geschätzt.

Die Legende besagt, dass sie ihren Namen von den Gebrüdern von Humboldt erhalten hat,
in Anspielung der wohlbeleibten Köchin im Schloss Tegel, dem damaligen Zuhause der Brüder.

Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte 1778 diesen Standort der "Stieleiche".

Sie hat eine Höhe von ca. 18,5 Meter und einen Stammumfang von fast 6 Meter,
entspricht einem Durchmesser von rund 1,90 Meter.

Der Baum ist ein eingetragenes Naturdenkmal.



 
Die "Sechser Brücke" über dem Tegeler Hafen
Die Tegeler Hafenbrücke in Berlin-Reinickendorf - im Ortsteil Tegel, im Volksmund "Sechserbrücke" genannt,
überspannt als Fußgängerbrücke die Einfahrt des "Tegeler Industriehafens" und die Mündung des Tegeler Fließes.
Sie wurde 1909 als stählerne Fachwerkbogenbrücke mit einer Gesamtlänge von 91 Metern
mit beidseits je zwei steinernen "Kassenhäuschen" erbaut.

Um die Kosten für die Brücke zu erwirtschaften, nahm ein "Brückenzöllner" von Passanten an Sonn- und Feiertagen
einen Sechser (fünf Pfennig) als Gebühr - daraus entstand der Name "Sechserbrücke".

 Die Gemeinde Tegel machte dadurch fast jedes Jahr einen Gewinn von ca. 7.000 Mark.
Der "Brückenzoll" wurde im Jahr 1922 wieder abgeschafft, da die Personalkosten der Zöllner die Einnahmen überstiegen.

Heute steht die "Sechserbrücke" unter Denkmalschutz.



 
Häuser am Tegeler Hafen
Blick in den Tegeler Hafen - Richtung Humboldt Mühle in Tegel - der eine neue Uferbefestigung
und auch gleich exklusive Häuser mit Eigentumswohnungen auf der so genannten "Humboldt-Insel",
zwischen Tegeler Hafen und Tegeler Fließ, erhalten hat.

 

 
IM Tegeler Hafen, an der Mühle
In der Nähe des "Schloss Tegel" (Humboldtschloss) - an der Einmündung des Tegeler Fließes in den Tegeler See
wurde um 1320 eine Wassermühle errichtet - die Mühle wurde erstmalig 1361 urkundlich erwähnt.

Sie wurde 1848 zur Dampfmühle umgebaut und erhielt 1851 mit der Vertiefung des Fließes
eine schiffbare Verbindung zum Tegeler See.

Um 1776 gelangte die Mühle in den Besitz des Gutsherren Major Alexander Georg von Humboldt,
dem Vater der Gebrüder Wilhelm und Alexander von Humboldt.

1834 brannte das Mühlengebäude zum ersten Male ab,
weitere Brände brachen in den Jahren 1912, 1939, 1968
und 1980 aus - der Mühlenbetrieb wurde 1988 aufgegeben.

Der Umbau für eine zeitgemäße Nutzung, unter Bewahrung der historischen Bausubstanz,
wurde in den Jahren 1989-92 erfolgreich realisiert.
Das Mühlengebäude (1912/13), der Getreidesilo (1939/40) und das Beamtenwohnhaus (1848)
wurden restauriert und mit neuer Architektur ergänzt.

Seit 2009 hat auf dem Gelände am Tegeler-Fließ der "Medical Park Berlin Humboldtmühle" seine Tätigkeit aufgenommen.

Im Bild rechts, die "Humboldt-Insel" mit den auf ihr neu erbauten Häusern.



 
Fischskulptur im Tegeler Hafenbecken
Blick zur "Humboldt-Insel".

In das Flachwasserbecken des Tegeler Hafens ist ein ca. 5 m langer Fisch aus Edelstahlplatten und Röhren montiert.
Eine kleine sprudelnde Wasserfontäne unterhalb der Plastik verbindet die stark an einen Walfisch erinnernde Skulptur
mit der Wasseroberfläche.

Die Skulptur stammt von dem amerikanischen Architekten Charles Willard Moore (* 1925; † 1993).



 
Sicht zum Flachwasserhafenbecken Tegel
Der Architekt gewann 1980 den Wettbewerb der Internationalen Bauausstellung für sein Konzept der Gestaltung einer
Freizeit- und Wohnanlage am Tegeler Hafen mit Flachwasserbecken
und Neubaugebiet rund um den Hafen.



 
Havel - Sonnenuntergang
Auf der Havel - in der Nähe des Tegeler Sees - bei Sonnenuntergang und nahendem Unwetter.


 
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Angaben der Erbauer und Jahreszahlen auf dieser Seite stammen
teilweise aus gängigen Lexika.

Angaben über das Nikolai -Viertel auf dieser Seite stammen
aus dem Buch:
"Das Alte Berlin", Erinnerungen von Agathe Nalli-Ruthenberg.

Angaben über die Heilandskirche in Sacrow/Potsdam stammen aus einem
Informationsblatt der Kirche (von Andreas Kitschke und Norbert Greger).

Angaben über die Oberbaumbrücke stammen zum Teil von
Hinweistafeln aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin.

*)
  Beschreibung aus dem Buch:
"Die Provinz Brandenburg", vom Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahre 1900.


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