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Das historische Dorf Stölln im Havelland

wird erstmals 1441 urkundlich erwähnt und liegt inmitten des Rhinluchs - Ländchen Rhinow,
mit dem ältesten Flugplatz der Welt,
am Fuße des 110 m hohen Gollenbergs, dem höchsten Berg im Havelland.

Das Amt Rhinow/Stölln ist etwa 85 Kilometer von der Bundeshauptstadt Berlin entfernt.

Es befindet sich
im Havelland Brandenburgs, zwischen Rathenow und der Hansestadt Havelberg.
Zum Amt Rhinow/Stölln gehört auch die Gemeinde Gollenberg mit dem Ortsteil Stölln.
Stölln liegt ca. zwei Kilometer von der Stadt Rhinow entfernt.


Bahn- und Busverbindung:


Fast stündlich verkehrt der
RE 2 der DB vom Berliner Bahnhof Zoo
bis zum Bahnhof Friesack (Mark),
von dort mit dem Bus 687 bis Stölln, Lady Agnes (BUGA) in ca. 70 min.

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Die BUGA - Bundesgartenschau 2015 im Amt Rhinow / Stölln
vom 18. April bis 11. Oktober

 

Der zur BUGA 2015 mit Blumen geschmückte Eingang zum Fliegerpark in Stölln.



 
Die "Windharfe", eine Stele, die seit 2007 auf dem Gollenberg steht,
wurde von dem Bildhauer Ernst Baumeister (* 1956) aus Berlin geschaffen.

Wie zum Absprung nach vorn gebeugt steht die 1,30 m hohe Figur aus Aluminiumguss
auf einer 2,50 m hohen Stele aus Sandstein.
Die ausgebreiteten Arme mit ihren montierten Schwungfedern - Spannweite ca. 2,40 m -
setzen gerade zum Flug an.

 Die mit der Figur verbundenen Spanndrähte bewirken den Klang der Windharfe.



 
Der deutsche Ingenieur und Flugpionier Otto Lilienthal (* 1848; † 1896)
der als erster Mensch 1891 richtig geflogen ist.


Auf einem ca. 60 m hohen Hügel (Fliegeberg) in Berlin in Lichterfelde-Ost (Schütte-Lanz-Straße)
unternahm er einige seiner ersten Flugversuche.
Die Anhöhe wurde von Otto Lilienthal angelegt, der sie für seine belächelten Flugversuche nutzte.


Zum 36. Todestag Otto Lilienthals am 30. August 1932, weihte die wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrt

Fliegeberg in Berlin-Lichterfelde-Ost als Otto-Lilienthal-Gedenkstätte

diesen historischen Fliegeberg in Berlin als "Otto-Lilienthal-Gedenkstätte" ein.
Gestaltet von dem Steglitzer Stadtbaurat Fritz Freymüller (* 1882; † 1950)

Fliegeberg in Berlin-Lichterfelde-Ost Otto-Lilienthal-Gedenkstätte


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Flughafen Berlin-Tegel Otto Lilienthal
In der Hektik nimmt kaum ein Flugpassagier in Berlin-Tegel den Namenszusatz "Otto Lilienthal" (seit 1988) wahr.
Wie auch, im Internet und auf den Flugtickets wird dieser nicht genannt!


Otto Lilienthal Denkmal in Berlin-Steglitz, Bäkestr. 14a     Otto Lilienthal Denkmal in Berlin-Steglitz, Bäkestr. 14a
Das Otto Lilienthal Denkmal in Berlin-Steglitz,
steht in einem kleinen Park in der Bäkestraße 14a.

Gestaltet wurde es 1914 von dem Bildhauer Peter Christian Breuer (* 1856; † 1930).

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1893 kam Lilienthal dann auf der Suche nach einem geeigneten Fluggelände in die Region des Rhinluchs
und fand ca. zwei Kilometer von Rhinow entfernt die höchste Erhebung im Havelland,
den 110 Meter hohen Gollenberg bei Stölln.
 
Hier der Blick vom Gollenberg über das Rhinluch und Dossebruch im Mai 2015.

Der Gollenberg war damals nahezu unbewaldet, so konnte Lilienthal vom Gipfel aus
in alle Himmelsrichtungen gegen den Wind starten.

Hier gelangen ihm die ersten richtigen Gleitflüge mit Flugweiten von 25 m bis zu 250 m.

Er war der erste, der aufbauend auf seine vorherigen dokumentierten Versuche wiederholt geflogen ist.
Otto Lilienthal gilt deshalb als "erster Flieger der Menschheit."



 
Bei einem dieser Flüge stürzte er am 9. August 1896 an der Nordostseite des Gollenbergs
aus 15 m Höhe ab und verstarb an den Folgen des tragischen Unfalls.

Ein Denkmal an der Absturzstelle erinnert seit 1952 an den mutigen Erfinder,
der durch seine Forschung das erste gesicherte Wissen über das Fliegen vermittelte.



 
Das Denkmal wurde 1991 rekonstruiert und ist über den Wanderweg erreichbar.

Das Andenken Lilienthals wird heute in mehreren Projekten Stöllns in Ehren gehalten.

In der "Alten Brennerei" und einem Erweiterungs-Neubau in Stölln ist
das Lilienthal-Centrum seit April 2011 für Besucher geöffnet.

Nahe der tödlichen Absturzstelle von Otto Lilienthal hält es die Erinnerung an den ersten Flieger lebendig.

Sie widmet sich auch seinem jüngeren Bruder Gustav Lilienthal (* 1849; † 1933),
dem Mitstreiter bei der Erfindung des Menschenfluges.



 
Dieser Gedenkstein am Fuße des Gollenbergs, am Aufstiegsweg zum "110 m hohen Gipfel",
ist dem Mitarbeiter Otto Lilienthals, Paul Beylich (* 1878; † 1965) gewidmet.

Als gelernter Maschinenschlosser arbeitete er nach der Lehre in der familieneigenen Schmiede
in Berlin-Lichterfelde.

Dort fing er später in der Fabrik Otto Lilienthals als Schlosser an.
Er wurde Mitarbeiter Lilienthals und in die Projekte seiner unglaublichen, waghalsigen Unternehmungen mit einbezogen.



 
Die Aufwinde und Thermik am Gollenberg werden auch heutzutage noch,
Generationen nach dem ersten Flug eines Menschen hier,



 
von Segel- und Drachenfliegern genutzt,
die natürlich technisch etwas ausgefeiltere Fluggeräte benutzen.

Hier ein Segelflugzeug, dass von einem Motorflugzeug in die richtige Thermik geschleppt wird.



 
Nach dem Hochschleppen des Segelfliegers wird das Schleppseil ausgeklinkt
und fällt an einem kleinen Fallschirm auf dem Flugfeld zu Boden.

Das Motorflugzeug landet dann wieder hier, auf dem ältesten Flughafen der Welt.



 
Mit Symbolen der ersten Fliegerei - von Otto Lilienthal den Störchen abgeschaut,
wurden die Flugfeldumrandungszäune mit Plakaten versehen.



 
Blumenpflanzungen entlang der Begrenzungszäune - BUGA 2015 im Amt Rhinow / Stölln.



 
Rechts vom Fliegerpark-Eingang steht seit dem 23. Oktober 1989

der etwas größere Nachfolger der ersten Flugmaschine Otto Lilienthals,

das Langstreckenpassagierflugzeug der Interflug Typ Iljuschin 62 (Kennung DDR-SEG).



 
Hier landete der Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach (* 1940) diesen Langstreckenjet mit einer spektakulären,
ebenso unglaublichen, riskanten und waghalsigen Flugaktion
auf der nur 850 m kurzen Gras-Landebahn
des "Segelflugplatzes" in Stölln,

wie damals Otto Lilienthal mit seinen anfangs bespöttelten
Flugversuchen in Berlin-Lichterfelde und am Gollenberg
.

Mit dieser Leistung kam Hans-Dieter Kallbach ins Guinnessbuch der Rekorde.

Die Landung wurde sorgfältig geplant und das Flugzeug dafür entsprechend präpariert - erleichtert.

Eine
regulär betriebene IL 62 benötigt für eine übliche Landung im Linienverkehr
mit Passagieren und Gepäck eine asphaltierte Piste von ca.  2.500 m Länge.

Nach dem Mauerfall und der Wende, damit auch für die Interflug das Ende,
heuerte Kallbach ab November 1990 beim "Charterflieger Germania" an
und flog Urlauber mit einer Boeing 737.

Neben seinem Job als Verkehrsflieger steuerte er in seiner Freizeit auch noch einen "Rosinenbomber" Douglas DC-3,
ehemals vom Flughafen Berlin-Tempelhof
und das einzige
"Berliner
" Wasserflugzeug Cessna 206, Liegeplatz in Berlin-Treptow an der Abteibrücke zur "Insel der Jugend".



 
Das Cockpit der IL 62, mit den Namen der ehemaligen Flugbesatzung
an den Rücklehnen der Pilotensitze.



 
Interflug Iljuschin Typ 62 in Stölln
Passagiere die heute in die "Lady Agnes" eingecheckt würden, müssten rückwärts fliegen, da



 
die Sitze im hinteren Teil der Maschine für Event Veranstaltungen,
insbesondere "Trauungen" für heiratswillige, risikofreudige Paare
im jetzt originellen Standesamt, entgegengesetzt als früher eingebaut wurden.




Interflugausstellung Iljuschin IL 62 - Lady Agnes
Im vorderen Teil des Flugzeuges ist ab Mai 2012 eine Interflugausstellung zu besichtigen.



 
Die "Lady Agnes" (IL 62) ist nach Otto Lilienthals Ehefrau benannt worden.



 
Hier eine ferngesteuerte Flugmaschine - "Drohne" - neuester Generation,





aus dem Modellbaukasten, bei einer Flugvorführung im Fliegerpark Stölln.



 
Diese neuartige Flugmaschine - "Drohne", besucht mal eben die "große Konkurrenz".

Spioniert diese aus?


 
Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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